Neuenkirchen in alten Ansichten Band 3

Neuenkirchen in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Heinrich Fischer
Gemeente
:   Neuenkirchen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6748-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neuenkirchen in alten Ansichten Band 3'

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Gruß aus Neuenkirchen b. Rheine i. W,

19. Die Postkarte zeigt uns ein Stück der Hauptstraße mit Blick auf die neuromanische St.-Anna-Kirche.Auf der linken Seite sehen wir das Haus von Dr. med. Winninghoff, der wahrscheinlich das Haus gebaut hat. Dr. Winninghoff starb am 12. Oktober 1863. Es folgen die Häuser von Elfers und Kettelhack. Auf der rechten Seite befinden sich die Häuser Schäfer /Puls, Große Drieling/Lau und Fischer /Witheger. Das im Hintergrund liegende Wohngebäude gehörte damals der Kirchengemeinde.

20. DiesesTeilstück der Hauptstraße zeigt uns links das Hotel Niehues, das nach dem Brand im Iahre 1917 neu gebaut wurde. Später wurden das rechts anschließende Wohngebäude und Langkamps Kohlenschuppen von der Familie Niehues erworben. Beide Gebäude wurden abgebrochen und auf dem Grundstück ein Saal errichtet. Als Saal war das Gebäude bis 1948 in Betrieb. Dann folgte ein Umbau zum Kino. Nach etlichenjahren ließ der Kinobesuch immer mehr nach, sodass das Kino geschlossen wurde. Nachdem das Gebäude leicht umgestaltet worden war, zog dort ein Lebensmittelmarkt ein. Im Zuge der Verbreiterung der Hauptstraße hat die Gemeinde die Besitzung aufgekauft und die Gebäude abreißen lassen.

21. Als in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Bevölkerung immer mehr zunahm, wurde die Kirche viel zu klein. Und weil die alte Kirche sehr reparaturbedürfig war, beschloss der Kirchenvorstand eine neue Kirche zu bauen. Man ließ sich von einigen Architekten Ideenskizzen vorlegen und entschied sich schließlich für den Entwurf des Architekten Wilhelm Rincklake, der einen Bau im neuromanischen Stil vorschlug. Mit dem Bau wurde noch im Jahre 1896 begonnen. Während der Winterszeit mussten die Arbeiten unterbrochen werden, aber im Frühjahr ging es sofort wieder los, sodass die Kirche bereits am 27. September 1899 geweiht werden konnte.

22. Das Teilstück der Hauptstraße zeigt uns den ersten Zebrastreifen, der innerhalb des Ortskerns angelegt wurde. An der rechten Seite befinden sich die Häuser von Malermeister Albert Dirksen und die alte Vikarie. Im Hintergrund ist noch ein Teilstück der Besitzung Rohling-Steingröver (heute Hagemann) zu erkennen. Auf der linken Seite erkennt man noch teilweise die alte Besitzung Pieper, heute Zweiradhändler Erich Heemann. Die meisten Gebäude wurden mittlerweile abgebrochen und sind durch Neubauten ersetzt worden.

23. Nach Einweihung der neuen Kirche wurden sofort Postkarten mit der Abbildung der Kirche herausgegeben. Bald kam dann auch eine Postkarte heraus, die bunt bemalt war. Die ursprüngliche Fotografie ist wohl damals vom Dach der früheren Villa Heinz Frieling, Rheiner Straße aus, vorgenommen worden. Im Vordergrund ist die Villa von Werner Frieling, Hauptstraße zu erkennen. Die vom Architekt Wilhelm Rincklake erbaute Kirche ist weit höher als die Dächer der rund um die Kirche liegenden Wohngebäude.

24. Aus dieser Perspektive wird die neuromanische Kirche nicht oft fotografiert. Die Platanen sind noch verhältnismäßig jung. Der Baum auf der linken Seite musste bei der Verbreiterung der Straße gefällt werden. Links neben der Kirche steht noch das alte Haus der Familie Segbers. Es ist bei der Neugestaltung des Kirchplatzes um 1979/80 abgebrochen worden.

25. Der Kirchenchor von St. Anna ist im Jahre 1899 als gemischter Chor (Knaben und Männerstimmen) gegründet worden. Unter der Leitung von Kaplau Niemann trat der Chor bei der Einweihung der neuen Kirche 1899 erstmalig auf Unser Foto zeigt die Senioren während eines Ausfluges nach Hamburg. Die Sänger sind gerade zu einer Stadtrundfahrt eingestiegen. Leider ist das Bild, das um 1930 aufgenommen wurde, nicht so scharf dass wir alle Fahrtteilnehmer erkennen können.

Gruss aus Neuenkirchen b, Rheine

Geschättshaus nnd Wirtschaft Ton Bernard 'eltmauu

26. Die Postkarte zeigt uns dat Geschäftshaus und die Gastwirtschaft der Familie Bernhard Veltmann (heute Hubert Steinsträter). Diese Häuser gehören mit zu den ältesten Bauten des Ortskerns. Das Alter konnte bisher nicht ermittelt werden. Fest steht aber, dass das Geschäftsgebäude wenigstens einmal vor langer Zeit abgebrannt ist, denn im Gebäude befinden sich Balken, die Brandspuren aufweisen. Bekanntlich ist der Ortskern im 17. und 18. Jahrhundert dreimal abgebrannt.

27. Nach 1813, als die sogenannten Befreiungskriege beendet waren, bildeten sich auch im Münsterland einige Banden, die hauptsächlich Überfälle aufBauerngehöfte, die möglichst einsam lagen, vornahmen. Sehr bekannt war damals in unserer Gegend Feldlaum und seine Bande. Nach einer Sagewurde der Polizei Mittejanuar 1820 bekannt, dass ein Überfall aufNünningsmühle in Borghorst geplant war. Die Polizei ließ die Mühle umstellen und es kam zu einer Schießerei. Dabei wurde Feldlaum von einer Kugel des Gendarmen Reinhardt (später Amtmann in Neuenkirchen) getroffen und ins Krankenhaus in Burgsteinfurt gebracht, wo er nach einigen Tagen starb. Über diese Bande ist dann später ein Theaterstück geschrieben worden, dass der Heithöker Schützenverein im Jahre 1929 aufführte.

28. Im 19.Jahrhundert gab es in Neuenkirchen noch einige Mühlen.Als eine der letzten Mühlen wurde die von der Firma Brink und Schwering im Jahre 1893 erbaute Mühle in Betrieb genommen. Die Mühle hatte drei Mahlgänge und einen Petroleummotor als Antrieb. Nach dem Ersten Weltkrieg schied derTeilhaber Schwering aus. Die Firma wurde auf den Namen JosefBrink umbenannt. Im Iahre 1962 brannte die Mühle ab und das Gewerbe wurde abgemeldet.

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