Neuenkirchen in alten Ansichten Band 3

Neuenkirchen in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Heinrich Fischer
Gemeente
:   Neuenkirchen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6748-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neuenkirchen in alten Ansichten Band 3'

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59. Unser Foto zeigt uns die alte Küche im Hause von Schulte Sutrum in Sutrum. Auf diesem Bild kann man gut erkennen wie es damals in einer älteren Küche aussah. Der große Herd und das Bosenkletken durften natürlich nicht fehlen. Der Erbe Erich Tönnissen hat vor einigen Jahren bereits ein neues Wohngebäude errichten lassen. Der alte Schultenhofwurde bereits im 12. und 13. Jahrhundert erwähnt. In einem Schreiben vom Jahre 1566 des Droste von Rheine mahnte er beim SattelhofSchulte Sutrum die Gestellung eines Sattelpferdes an.

60. Das "Müerhenhus" (heute Mühren) gehört zu den ältesten Ansiedlungen in der Bauerschaft SutrumHarum. Laut dem Pächte- und Rentenverzeichnis des 15. Jahrhunderts ist der Hof damals zu folgenden Abgaben verpflichtet gewesen: 1 malt Weizen, 1 malt Roggen, 2 malt Gerste, spikermate und 14 Dinare Vogtgeld. Im Jahre 1672 wurden die Abgaben neu festgelegt und es mussten an das Stift Langenhorst 2 malt Gerste geliefert und 11/, Schilling Vogtgeld gezahlt werden. Das Foto zeigt das alte Gebäude um 1900, das vor Jahren durch einen Neubau ersetzt wurde.

61. Im Jahre 1939 hatte N euenkirchen 5 855 Einwohner, von ihnen waren 77 evangelisch, die nach Rheine zur Kirche gingen. Durch den Zustrom der Ostvertriebenen und der Ausgebombten stieg die Zahl der evangelischen Christen ständig. 1946 übernahm der Kriegspfarrer Hans Matthes, der die Lazarette in Neuenkirchen und Wettringen betreute, die seelsorgliche Betreuung der Kirchengemeinde Wettringen-Neuenkirchen. Den ersten Gemeindegottesdienst hielt er am 24. März 1946 im Antoniusstift. Der Wunsch nach einem eigenen Kirchengebäude konnte 1953/54 verwirklicht werden. Durch die Vermittlung von Kaplau von Hülst fand man an der Emsdettener Straße ein geeignetes Grundstück. Es wurde überall für die Kirche gesammelt. Auch die katholische Bevölkerung beteiligte sich. Am 20. Juni 1954 konnte die Einweihung der Gnadenkirche durch Präses Wilms vorgenommen werden.

Jägerhaus in Neuenklrchen-Land

62. Gustav Karte war damals in Rheine als Bauunternehmer tätig. In Neuenkirchen-Land besaß er eine Kiesgrube. 1892 eröffnete die Reichsbahn dart eine Eisenbahnstation. Daraufhin beantragte er im Jahre 1897 den Bau eines Hauses an der Emstdettener Straße un die Genehmigung zur Eröffnung einer Kaffeewirtschaft. In der Begründung erwähnte er die Nähe der Bahnstation. Die Reisenden könnten sich bei ihm aufhalten und erfrischen. Auf der Postkarte heißt es: Jägerhaus in Neuenkirchen-Land.

63. Die Militärverwaltung ließ im Iahre 1915 in Neuenkirchen-Land ein Kriegsgefangenenlager für etwa tausend Gefangene einrichten. Ursache war folgender Sachverhalt: Starke französische Truppen hatten 1914 in der deutschen Kolonie Togo die Schutztruppe zur Aufgabe gezwungen. Die Gefangenen mussten dem Völkerrecht zuwider in der glühenden Sonne Schwerstarbeit verrichten. Die Verhandlungen über einen neutralen Staat führten nicht zu einem Erfolg. Da entschloss sich die deutsche Regierung Repressalienläger einzurichten. Französische Offiziere undAngehörige der französischen höheren Stände kamen in diese Sonderläger und mussten schwere Arbeit verrichten (Moor trocken legen USw.). Sie sollten aber ihren Angehörigen mitteilen, warum es ihnen so schlecht ging. Sobald es den deutschen Gefangenen in Afrika besser ging, würden sie wieder in ihre früheren Läger entlassen. Diese Maßnahme hatte Erfolg und das Lager war bald geräumt. Danach kamen russische Kriegsgefangenen ins Lager; diese wurden 1916 aufkleinere Läger in der Umgebung verteilt. Danach wurde das Lager zu einem Munitionsdepot umfunktioniert. Das Bild zeigt einen Großteil der Bewachungsmannschaften.

64. Am 9. Mai 1724 tat der damalige FürstbischofClemens August in Münster den ersten Spatenstich zum Bau des "Münsterschen Kanals". Anfangs waren bis zu 1 000 Arbeiter mit dem Aushub beschäftigt. Wegen Geldmangel waren zuletzt nur noch etwa 5 00 Arbeiter beschäftigt. Man kam dann noch bis zum Frischofsbach in Neuenkirchen-Land. Dann reichte das Geld nur noch zum Bau des Speditions- und Posthauses in Münster und am Ende in Neuenkirchen-Land. Im Herbst 1731 erfolgte die feierliche Eröffnung des Kanals. Unser Bild zeigt das alte Speditionsgebäude in Neuenkirchen-Land. Das Gebäude erhielt den Namen nach dem Fürstbischof "Clemenshafen".

65. Der Kanal brachte dem Erzbischof im Laufe der Zeit keinen Gewinn. Manchmal war der Kanal teilweise versandet. Dann gab es Dammbrüche. Im Winter fror der Kanal zu und im Sommer konnte es passieren, dass er zu wenig Wasser führte. 1766 wurde dann beschlossen, den Kanal zu verpachten. Der geheime Hofkammerrat und Oberpostmeister Duesberg übernahm im gleichen Iahr die Pacht für 24 Jahre gegen eine jährliche Pachtsumme von 420 Reichstalern. Er verpflichtete sich den Kanal bis zum vorläufig festgelegten Endpunkt am Düsterbach weiterzubauen. 1771 war der Kanal bis zum Landweg Wettringen-Neuenkirchen (heutige B 70) fertig gestellt. Allerdings betrug die Breite des Kanalbetts nur noch 6-7 m. Ein Weiterbau bis zur Steinfurter Aa konnte wegen Geldmangels nicht mehr erfolgen. Am Landweg wurde ein Wohn- und Packhaus errichtet und die Postspedition wurde von Clemenshafen nach dort verlagert. Dieser Endhafen erhielt den Namen Maxhafen nach Clemens Augusts Nachfolger. Und der Kanal, der bis 1840 in Betrieb war, erhielt den Namen Max-Clemens-Kanal. Das Foto zeigt den heutigen Zustand des ehemaligen Kanals zwischen Clemenshafen und Maxhafen.

66. Nachdem die Bewohner der damaligen Dorfbauerschaft-Feld schon vor Jahren eine eigene Schule beantragt hatten, hat die Gemeinde im Jahre 1901 endlich den Schulbau genehmigt. Da der Kötter Hermann Floth der Gemeinde kosten- und lastenfrei zwei Morgen in der Nähe des Schwarzen Weges für das Schulgelände zur Verfügung stellte, konnte der Bauunternehmer August Müther am 3 O. Juni 1901 mit der Arbeit beginnen und stellte das Gebäude bis zum Herbst fertig. Die Kosten beliefen sich auf 5 940, 14 Mark. Am 1. November 1901 konnte die Schule eingeweiht werden. Das Foto zeigt die Feldschule mit den Kindern im Jahre 1910.

67. Das Missionshaus St. Arnold wurde zwischen 1925 und 1929 errichtet. 1929 konnte auch das Internat seine Tätigkeit aufnehmen. Innerhalb weniger Jahre war das Internat auf 140 Schüler angewachsen. Da die meisten Schüler von auswärts kamen und immer wieder Schüler und deren Angehörige in Rheine den falschen Zug erwischten, beantragte man die Umbenennung des Bahnhofes von N euenkirchen -Land aufSt. Arnold. Dieser Antrag wurde 1930 genehmigt. Nach 1959 wurde mit größeren Neubauten begonnen, die bis 1966 abgeschlossen waren. So konnte aus einem Progymnasium ein Vollgymnasium werden und es wurde Arnold-Janssen-Gymnasium genannt. Die Postkarte zeigt das ursprüngliche Missionshaus um 1930.

Bei der unteren Aufnahme handelt es sich um ein Baggerloch, das damals noch ziemlich klein war. Heute sind diese Baggerlöcher viel größer und Seen geworden.

68. Kurz vor Beginn des zweiten Weltkrieges hatte die Gemeinde ein größeres Grundstück in St. Arnold gekauft. Nach Beendigung des Krieges kamen vieleAusgebombte und Ostvertriebene nach Neuenkirchen. Der damalige Gemeinderat beschloss deshalb dieses Grundstück für eine Bebauung zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich wurden noch weitere Grundstücke aufgekauft und vergeben, damit die Familien möglichst bald eigene Wohnungen hatten. Mittlerweile hat der Ortsteil St. Arnold über 2 500 Einwohner. Das Foto wurde gemacht als die ersten Häuser bereits fertig gestellt waren.

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