Neuenkirchen in alten Ansichten Band 3

Neuenkirchen in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Heinrich Fischer
Gemeente
:   Neuenkirchen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6748-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neuenkirchen in alten Ansichten Band 3'

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69. Seit 1941 diente die Klosterkapelle des Missionshauses der Rektoratsgemeinde als Gotteshaus. Nach der Währungsreform wurden immer mehr Grundstücke für die Bebauung angeboten, sodass die Bevölkerung sprunghaft zunahm und die Klosterkapelle zu klein wurde. pfarrer Prinz von St. Anna in N euenkirchen erhielt dann den Auftrag in der Siedlung eine neue Kirche zu bauen. Nach etwa vier Jahren hatte man ungefähr das Geld zusammen um mit dem Bau der Kirche zu beginnen. Nach den Plänen des Neuenkirchener Architekten Ludger Kösters, Köln, wurde nunmehr mit dem Bau begonnen. Am 4. September 1960 konnte die Konsekration vorgenommen werden. Ab 15. Ianuar 1966 wurde die pfarre zur selbständigen Kirchengemeinde erhoben.

70. Sehr bekannt sind die sogenannten Grafensteine an der südlichen Gemeindegrenze. Etwa zwei Kilometer hinter Clemenshafen (Ostermann) sind die Steine zu finden. An dieser Stelle liefen die Gemeindegrenzen von Mesurn, Emsdetten, Borghorst, Burgsteinfurt und Neuenkirchen in der Spitze zusammen. Unter diesen Steinen befindet sich ein Findling, der den Ort des ehemaligen Holzgerichts markiert. Das Holzgericht tagte unter dem Vorsitz eines Holzgrafen, deshalb die Bezeichnung "Grafeustein". Bei den anderen Steinen handelt es sich um Grenzsteine die die Zeichen "M" (Fürstentum Münster) und "s" (Grafschaft Steinfurt) tragen.

71. So sah es früher einmal bei der "Anrekoje" in Landersum aus. AufVeranlassung des Freiherrn von Twickel, Haus Stovern (Salzbergen) wurde vor etwa 260 Jahren in Landersum eine Wildentenfanganlage angelegt. Im Volksmund nannte man dieseAnlage "Antekoje". Damals lohnte sich der Entenfang, denn in den Monaten Dezember - März konnten einige hundert Enten gefangen werden. Nach der Markenteilung im 19. Jahrhundert sind viele Wassertümpel zugeschüttet worden, sodass die Wildenten immer mehr verschwanden. Zwisehen 1860 und 1870 hörte der Entenfang auf

Gruß von der Jutekoje

72. Zwischen den beiden Weltkriegen ließ der Besitzer der "Anrekoje" Diekmann einen Saalbau errichten, beziehungsweise vergrößern. Damit hatte der Landersumer Schützenverein die Möglichkeit das Schützenfest und die Theatervorführungen im Saal durchzuführen. Auch einige Neuenkirchener Vereine feierten dort regelmäßig das Sommerfest. Außerdem machten auch einige Vereine und Privatleute aus Rheine Ausflüge zur "Antekoj e''. Der Saalbau war zuletzt nicht mehr modern genug und wurde deshalb in den Jahren 1980/81 abgebrochen.

73. Einige Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges wurde in einer Versammlung des Schützenvereins Landersum beschlossen, den Gefallenen und Vermißten beider Weltkriege ein Ehrenmal zu errichten. Nach einer Sondersammlung innerhalb der Bauerschaft erhielten der Bildhauer Krautwald und der Steinmetz Evelt den Auftrag ein würdiges Ehrenmal zu errichten. Zum Schützenfest im Mai 1952 konnte die feierliche Einweihung des Ehrenmals durch Kaplau Bröß (genannt Pastor von Landersum) vorgenommen werden. In den Jahren 1975 und 1980 wurde das Ehrenmalgrundstück noch zusätzlich verschönert und etwas vergrößert.

74. An der Grenze zwischen Neuenkirchen und Salzbergen befindet sich in Landersum ein alter Grenzstein am Wegesrand. Auf der Vorderseite ist ein "H" mit der Jahreszahl 1827 eingemeißelt. "H" bedeutet so viel wie Hannover/Niedersachsen. Auf der Rückseite befinden sich folgende Zeichen: "UI P". Mit dem Buchstaben "p" ist das Königreich Preußen gemeint, denn seit 1813 gehört das Münsterland endgültig zu Preußen. Da diese Grenze zeitweise im 19. Jahrhundert auch Landesgrenze war und sich in Haddorf ein N ebenzollamt befand, wurde die Grenze damals auch von Zöllnern bewacht.

75. Schreinermeister Josef Roß, den älteren Neuenkirchenern noch bekannt, hatte zwei nicht alltägliche Hobbys. Er konnte nach Feierabend in trauter Runde die tollsten Geschichten und Erlebnisse erzählen, dass sich die Balken bogen. Er machte damit dem alten "Münchhausen" Konkurrenz. Sein zweites Hobby betraf seinen Garten, der von einer grünen Hecke umgeben war. Er ließ auf der Hecke verschiedene Figuren wachsen. Auf dem Foto sind von rechts nach links zu erkennen: der Jäger mit seinem Hund, dann folgt der Bauer mit pferd und Pflug und zuletzt eineTiergruppe aus dem Zoo. Nach demTod van JosefRoß wurde das Grundstück verkauft und die Hecke entfernt.

76. Solche humorvolle Postkartengrüße gab es bereits vor dem Ersten Weltkrieg. Man konnte diese Postkarten damals schon in allen Variationen in den Buchhandlungen kaufen. Wenn die Verse auch keine hochstehende Poesie verraten, für eine nette Scherzaussage mit freundlichen Grüßen reicht es aber immer noch.

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