Neuhaus am Rennweg damals und heute

Neuhaus am Rennweg damals und heute

Auteur
:   Susanne Beyer und Adolf Bräutigam
Gemeente
:  
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6622-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neuhaus am Rennweg damals und heute'

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Neuhaus am Rennweg damals und heute

Susanne Beyer und Adolf Bräutigam

Zum Titelbild:

Die Fotos zeigen das ehemalige Forsthaus und das heutige Rathaus mit der evangelischen Kirche. Das alte Forsthaus ist seit 1967 Sitz der Stadtverwaltung; in den [ahren 1976/77 erfolgten eine umfassende Rekonstruktion und Erweiterung des Gebäudes, das heute noch Rathaus der Stadt Neuhaus am Rennweg ist. Der 'Kustelbrunnen' , ein Symbol für die Waldregion, wurde nach einem Entwurf des Neuhäuser Malers und Grafikers Franz Murkowitz 1977 gestaltet und 1999 im Rahmen der Innenstadtsanierung erneuert.

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ISBN10: 90 288 6622 1 ISBNI3: 978 90 288 6622 5

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Rennsteigstein

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Einleitung

Neuhaus am Rennweg liegt im Thüringer Wald am Rande des Thüringer Schiefergebirges und ist die höchstgelegene und größte Stadt direkt am Rennsteig. Sie zählt 6 800 Einwohner. Der bekannteste Höhenwanderweg Deutschlands, der Rennsteig, verläuft

3 km durch das Stadtgebiet und jährlich lernen Tausende von Wanderern 'aufSchusters Rappen' den Ort und die Region kennen. Zu Recht wirbt die Stadt mit dem Slogan 'Neuhaus am Rennweg dort, wo der Rennsteig Rennweg heißt'; denn seit 1862 hat Neuhaus die postalische Bezeichnung Neuhaus am Rennweg, um eine Verwechslung mit der Rennsteiggemeinde Neustadt am Rennsteig auszuschließen. Der älteste Ortsteil Schmalenbuche ist 1607 durch eine Glashüttengründung entstanden. Der Rohstoff Glas spielt bis heute als Wirtschaftszweig eine wichtige Rolle. N euhaus am Rennweg- Igelshieb entstand 192 3 durch den Zusammenschluß der Ortschaften Schmalenbuche (1607), Neuhaus (1673) und Igelshieb (1 732). Der Rennsteig trennte bis 1918 diese Orte auch durch eine Landesgrenze. Während Schmalenbuche und Neuhaus am Rennweg zum damaligen Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt gehörten, war Igelshieb ein Ort im Herzogtum Sachsen-Meiningen. 1933 wurde das Stadtrecht erteilt und seitdem heißt die Stadt Neuhaus am Rennweg.

Glasmacherei, Köhlerei, Glasbläserei und Porzellanherstellung waren über [ahrhunderte die Gewerke, durch die die Menschen in der Neuhäuser Region ihren Lebensunterhalt bestritten.

Neuhaus am Rennweg ist noch weitgehendst von unberührter Natur umgeben. Schon im letzten Drittel des 19. [ahrhunderts war der Fremdenverkehr imAufschwung begriffen und im Sommer wie im Winter erholten sich viele 'Luftschnapper' , wie man damals die Touristen nannte. Heute verfügt die Stadt über eine gute touristische Infrastruktur und ist auf dem besten Wege, sich zu einem touristischen Zentrum und zu einem staatlich anerkannten Erholungsort zu entwickeln. Sehenswürdigkeiten sind die 1892 geweihte Holzkirche und das Heimatmuseum 'Gcißlerhaus' .

1945 wurde das Zentrum zerstört. Die örtliche und kreisliche Naziführung hatte die Stadt nicht freigegeben. Von 1952 bis 1994 war Neuhaus am Rennweg Kreisstadt und erlebte viele bauliche Veränderungen. Heute ist Neuhaus die nördlichste Stadt des Kreises Sonneberg. Nach 1989 entstanden viele neue Gebäude (Wohnund Geschäftshäuser, Bildungseinrichtungen, Banken, Märkte).

In neu angelegten Gewerbegebieten 'Herrnberg I und II' sowie 'Bornhügel' gründeten sich mittelständische Betriebe. Viele Bürger der Stadt sind wieder in zahlreichen Vereinen engagiert.

Zehn [ahre nach der politischen Wende lohnt es sich, 'Darnals und Heutc' gegenüberzustellen und auch 'Neues' zu zeigen, zu dem es kein 'Gestern' gibt.

Orts- und Gebäudeansichten sowie ausgewählte Ausflugsziele wurden in diesem Buch zusammengestellt, um das Wachsen der Stadt vom 'Gestern' zum 'Heute' zu dokumentieren.

Erinnern Sie sich?

1 Die evangelische Kirche zu Neuhaus am Rennweg wurde als größte Holzkirche Thüringens 1892 geweiht und gilt noch heute als eine der schönsten Holzkirchen Thüringens. Schon seit 1 673 gab es eine Holzkirche im Barockstil, die 1894 wegen Baufälligkeit abgerissen wurde. Der erste pfarrer war Magister Holzhey. Seit 1683 hatte Neuhaus eine eigene Pfarrei, zu der auch Schmalenbuche und der obere Teil von Lichte (Ascherbach) gehörten. Im Iahre 1688 zählte man in der Pfarrei Neuhaus insgesamt 89 Seelen. Für den Bau der neuen Holzkirche setzte sich besonders der damals junge pfarrer Hilmar Scheller ein, der 1 889 mit 27 Iahren nach Neu-

haus kam. Leider konnte er die Einweihung der Kirche nicht erleben, da er am

4. August 1 892, 24 Tage vor der Einweihung, nach kurzer schwerer Krankheit verstarb. Sein Grab befindet sich auf dem FriedhofBau; es wurde aufBeschluß der Stadt Neuhaus am Rennweg im Iahre 1998 zur Ehrengrabstätte erklärt und wird liebevoll gepflegt.

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2 Das Foto zeigt die Holzkirche, wie sie heute steht. Im Rahmen der Innenstadtsanierung und aus Mitteln der Denkmalpflege konnten umfangreiche Instandhaltungsarbeiten in den Iahren 1991 bis heute durchgeführt werden, die noch nicht abgeschlossen sind.

3 Sonneberger Straße in der Ortsmitte. Auf dem Bild ist der Marktplatz nach 1900 mit dem ehemaligen Hotel 'Grûner Baum' und

dem Postgebäude zu sehen. Das Hotel 'Grûner Baum' ist schon in Rennsteigbeschreibungen des 19. Jahrhunderts als eines

der besten Gasthäuser entlang des Rennsteiges bezeichnet worden. In der Mitte des Fotos blickt man direkt auf das 'Hotel zur

Post' , das schon um die Jahrhundertwende 'bessere Herrschaften' beherbergte.

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4 Das Stadtzentrum mit Hotel 'Grûner Baum', Post, Apotheke und weiteren Wohnhäusern wurde beim Beschuß am 11. und 12.

April 1945 ein Opfer der Flammen. 31 Gebäude fielen dem amerikanischen Beschuss zum Opfer, zehn Menschen starben dabei.

Heute prägen neue Gebäude mit Institutionen und Geschäften, wie z. B. die Außenstelle des Landratsamtes und die neue Buch-

handlung Koch sowie Sparkasse und Arbeitsamt, das Bild.

5 Aufnahme nach dem Beschuß 1945. Rechts oben steht das Geschäftshaus Franz Unger, das vom Beschuß weitgehendst ver-

schont blieb und erst 1992 abgebrochen wurde. Bis zu dieser Zeit waren dort zeitweise nach der Kreisbildung 1 952 unter anderem

die Stadtverwaltung, der Rat des Kreises, die Sparkasse und weitere kreisliehe Institutionen untergebracht.

6 Heute steht an der Stelle des ehemaligen Geschäftsund Wohnhauses Franz Unger das Gebäude der

Sparkasse und des Arbeitsamtes, das 1993 eingeweiht wurde.

7 Obere Sonneberger Straße / Ecke Rennsteigstraße. In dieser Straße befand sich seit 1860 der traditionelle Gasthof 'Rennsteig', dessen Inhaber in den dreißiger Iahren Herr OttoJauch war. In den Iahren danach wurde das Gasthaus bei den Einheimisehen nur 'Beim Bub' genannt.

Der Sohn des ansässigen Fleischermeisters Karl Coburger, der ab Ende der dreißiger Iahre die Gaststätte und Fleischerei viele Iahre betrieb, wurde 'Bub' genannt. Gasthofmit Pleischerei und Ladengeschäft wurden 1994/95 abgerissen.

Der auf dem historischen Foto abgebildete Postmeilenwürfel war mit einem Wappen des Fürstenhauses von Thurn und Taxis und Entfernungsangaben nach Eisfeld und Saalfeld gekennzeichnet.

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