Neuhausen auf den Fildern in alten Ansichten Band 1

Neuhausen auf den Fildern in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Willi Fay
Gemeente
:   Neuhausen auf den Fildern
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2696-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neuhausen auf den Fildern in alten Ansichten Band 1'

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9. Einen Bliek ins Zentrum und den Norden Neuhausens gestattet uns dieses Bild, ebenfalls aus dem Kirchturmfenster. Links auf der Karte sehen wir das untere Schloß und heutige Rathans. Am unteren Rand rechts das aus dem 16. Jahrhundert stammende Gasthans 'Zum Kreuz'. Es wurde 1965 abgebrochen; an seiner Stelle steht heute die Metzgerei Aicher. Im übrigen gibt diese Fotografie Aufschluß über die alte Siedlungsweise: das Wohnhaus steht mit der Giebelseite zur Straße, dahinter liegt quer zu ihm die Scheune mit dem Stall.

Karte: Verlag A. Rank, Neuhausen, um 1920.

10. Sämtliche Honoratioren des Ortes sind hier versammelt, um sich mit dem, aus dem Schuldienst scheidenden Oberlehrer Grimm fotografieren zu lassen. Dieser, sowie Dekan Leser, Schultheiß Balluff, Vikar Dix und die Lehrer Johner, Volk, Mahringer, Höfer und Rieck sind zu erkennen. Die Identität der anderen Personen konnte auch durch die Befragung unserer älteren Mitbürger nicht festgestellt werden. Auf dern Bild ist außerdem die alte Bruchsteinmauer beachtenswert, die einmal das obere Schloß und spätere Schulhaus umgeben hat.

Aufnahme 1897.

11. Seit Jahrhunderten wird hier das Fronleichnamsfest begangen. Für unsere Vorfahren schon war es ein großer Tag, die ihn mit großem Aufwand begangen hatten. Von weitem Umkreis kamen die Gläubigen nach Neuhausen, um an der farbenprächtigen Prozession teilzunehmen. Wir haben diese Aufnahme für unseren Band gewählt, weil sie historischen Wert hat,

Von einem Fenster des 'Löwen' aus hatten wir den Bliek auf die erste Station der Prozession bei der früheren Bäckerei Bayer, links im Bild, gegenüber, die Wirtschaft 'Zur Krone'.

Aufnahme von 1891.

12. Ein 'Lagerbuch' von 1757 sagt, daß der 'goldene Löwen' die 'Wirtschaftsgerechtigkeit' seit vielen Jahrhunderten besitze. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts ist Georg Eisele als Löwenwirt nachgewiesen. Nach verschiedenen Besitzern kam 1872 Johann Bauer auf den Löwen, der spater auch Posthalter wurde. Nach seinem Tode im Jahre 1891 führte die Witwe die Wirtschaft und die Posthalterei weiter. bis die Postverwaltung 1912 im Gebäude Schloßplatz 11 eine Agentur einrichtete. OUo Eisele, der heutige Löwenwirt, ließ 1974 das ursprüngliche Fachwerk freilegen und machte aus dem 'goldenen Löwen' ein Schmuckstück für die Gemeinde.

Zeichnung um 1875.

13. Die Gemeinde konnte den Maurern und Gipsern auf Dauer nicht zumuten, daß sie in den frühen Morgenstunden des Montags zu Fuß nach Stuttgart wanderten und in der Nacht von Samstag auf Sonntag zu Fuß zurückkehrten. Deshalb trat Neuhausen 1893 der Filderbahngesellschaft bei, die nun eine schmalspurige Eisenbahn von Möhringen über Echterdingen nach Neuhausen baute. 1897 fuhr das erste 'Zügle' in unseren Bahnhof ein. Nach dem Ersten Weltkrieg baute man die Bahn aufNormalspur um und schloß sie an Vaihingen an. 1955 wurde die Eisenbahnstrecke für den Personenverkehr stillgelegt. Die Verbindung zu Stuttgart wird seither rnit Omnibussen aufrecht erhalten.

Postkarte um 1904.

14. Eine der ältesten Dorfgassen ist die 'Obergasse", die erst 1911 den Namen Bahnhofstraße erhielt. Nachdem man 1480 die Liebfrauenkapelle erbaut hatte, nannte sie die Bevölkerung auch 'Kapellengasse'. Die alljährlich stattfindende Fronleichnamsprozession und die Umzüge bei Vereinsfesten gingen stets durch diese Straße. So auch der Festzug aus Anlaß des 100jährigen Jubiläums des Bürgermilitärs. Es war gerade Erntezeit, und die Bauern hatten ihre großen Heuwagen zusamrnengebaut, die den Winter über aus Platzmangel in Einzelteile zerlegt und irgendwo in der Scheune aufbewahrt wurden. Deshalb die Wagen vor den Bauernhäusern.

Aufnahme 1905.

15. Zweimal täglich ging die Fahrt der Postkutsche von Neuhausen über Nellingen nach Esslingen. Post wurde befördert und Reisende. An den Wochenenden waren es die vielen Händlerinnen, die in Esslingen auf dem Markt ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse verkauften oder in die vornehmen Häuser lieferten. Wer seine Ware in Stuttgart verkaufte, mußte einen pferdegezogenen Leiterwagen benützen und andere, denen es ums Geld war, gingen mit ihrem selbstgezogenen Handwägelchen zu Fuß. Hier auf unserem Bild bläst der Postillion auf der letzten Postkutschenfahrt die Nellinger Halde hinunter auf der Körschbrücke bei der Mühle.

Aufnahme 1908.

16. Neben der Postkutsche gab es in Neuhausen auch noch ein privates Personentransportunternehmen. Theodor Maier aus der 'Obergasse' (Bahnhofstraße) führte neben der Feldarbeit ein solches Geschaft. Heute würde man es Taxiunternehmen nennen. Da die Postkutsche ausschließlich nach Esslingen fuhr, legte er hauptsächlich die Strecke nach Nürtingen und Kirchheim zurück. Manchmal 'kutschierte' er auch Begüterte nach Stuttgart ins Hoftheater, und nicht selten durfte er Damenkränzchen spazieren fahren. Vor dem Pferdegespann wartet der Unternehmer mit seiner Tochter und Nachbarn auf Kundschaft.

Aufnahme um 1908.

17. Aus dem Geschlecht Bayer gingen mehrere Nagel- und Wagenschmiede hervor, außerdem waren sie sehr geschickt im Beschlagen von Pferdehufen. Es war heimelig, dem Klang des Ambos aus der Schmiede zuzuhören. So wie viele Bauersleute damals mit Wagen, Pflug und Egge zur Reparatur kamen, so kam des öfteren auch die königlich-württernbergische Postkutsche zur Reparatur zum Berglesschmied in die Bädergasse. Sie wurde stets bevorzugt behandelt, denn sie war zur damaligen Zeit auch das einzige öffentliche Verkehrsmittel in die Oberamtsstadt Esslingen. Es war ein glücklicher Umstand, daß der Fotograf gerade zugegen war um dieses nette Bild zu machen. Wir sehen darauf die Schmiede, die Postkutsche, den Postillion Kazenmaier, links daneben den Schmied Anton Bayer und seine Frau mit Kindern und Nachbarn.

Aufnahme 1904.

18. Der Arzt DI. Karl Kaspar Wintzheimer baute 1904 dieses stattliche Anwesen am sogenannten Kegelplatz, geziert mit Erker-Stuckarbeiten und Butzenfenstern. Vor allem die Gipser- und Stukkateurarbeiten waren an diesem Gebäude viel beachtet. Vor dern Haus ist die Pferdekutsche zu sehen, die dem Arzt damals diente, um Krankenbesuche zu machen. Von alledem ist heute nichts mehr zu sehen. Die Konsumgenossenschaft, die dieses Haus 1929 erwarb, baute es laufend um, bis daraus der heutige nüchterne Coop-Superrnarkt am Schloßplatz 4 entstand.

Karte 1908.

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