Neuhausen auf den Fildern in alten Ansichten Band 2

Neuhausen auf den Fildern in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Willi Fay
Gemeente
:   Neuhausen auf den Fildern
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1778-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neuhausen auf den Fildern in alten Ansichten Band 2'

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29. Die Wunden des Krieges 1914-1918 vernarbten nur langsam und Inflation und Arbeitslosigkeit kamen dazu. Die Gemeinde entschloß sich daher schon 1919 zur Ausführung von Notstandsarbeiten. In Betracht kam zunächst der Ausbau der Wilhelmstraße. Im Frühjahr 1924 ging man daran, den Bahnhof durch Streckenverlegung der Gleise zu vergrößern. Das Bild zeigt eine Gruppe der Notstandsarbeiter bei einer Pause. Dahinter das Gelände um den Bahnhof, das heute mit Werkshallen der Industrie verbaut ist. (Aufnahme 1924.)

30. Schon im ersten Band wurden die Gipser und Stukkateure gewürdigt. Das jetzt erst aufgefundene Bild zeigt einen Stukkateurkurs. Karl Richard Mayer-Rosa, der ebenfalls zu den namhaften Neuhäuser Stukkateuren zählte und eine eigene Kunstwerkstätte betrieb, unterrichtete Gipsermeister und Gesellen und bildete sie weiter als Stukkateure aus. (Aufnahme 1919.)

31. Die ältesten Vertreter des hiesigen Stukkateurgewerbes entstammen dem Geschlecht Schaller. Ein Angehöriger, der im Jahre 1782 geborene Schuhmacher Josef SchalIer, hatte drei Söhne, die sich dem Gewerbe mit Erfolg widmeten und es an ihre Nachkommen weitergaben. Mit der Wiedergabc dieser Urkunde soll all den Stukkateuren gedacht sein, die Neuhausen durch ihren Beruf Ehre machten. (Urkunde 1904.)

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32. Einen nicht weniger guten Ruf hatten unsere Maurer. Vor allem beim Städtebau in Stuttgart, im Neekartal und beim Bau der Württembergischen Eisenbahn fanden sie noch vor 1900 lohnende Aufträge, Dabei waren sie die ganze Woche auswärts, lebten sehr einfach und kamen erst samstags heim. Viele zog es bis ins benachbarte Ausland, von wo sie erst nach Jahren wieder zurückkehrten. Ihre vorherrschende Stellung haben sie allerdings zu jener Zeit an die Gipser verloren. Auf dem Bild sind durchweg Neuhäuser Maurer mit ihrem Vorarbeiter Karl Bolz zu sehen, Dieser hat im Ersten Weltkrieg einen Fuß verloren und konnte dadurch später nur noch den Beruf des 'Zonnenmächers' ausüben. (Aufnahme 1911.)

33. Erst irn letzten Jahrhundert entstanden leistungsstarke Handwerksbetriebe, die nicht nur für den Ort arbeiteten, sondern auch auswärtige Aufträge ausführten. Um 1900 gab es bei einer Bevölkerungszahl von 2 600 zwölf Schreinereien. Eine davon ist auf diesem Bild festgehalten. Heute dagegen, bei 10 000 Einwohnern, gibt es nur noch zwei Möbelschreinereien. (Aufnahme 1918.)

34. Die Schreinerei Öttinger in der Brühistraße war für Neuhäuser Verhältnisse in den zwanziger Jahren eine größere Produktionsstätte. Hier fanden oft bis zu 15 Meister, Gesellen sowie Lehrlinge Arbeit und Ausbildung, 1930 ging der Betrieb an Karl Ehrenbauer über, der später mangels Schreiner das Anwesen zum Abbruch verkaufte. Hier stehen heute mehrere Reihenhäuser, (Aufnahme 1926.)

35. Der Handel spielte bekanntlich in der Vergangenheit eine bedeutende Rolle. Im Jahre 1889 zählte man 250 Bürger die davon lebten. Einen breiten Raum nahm der Handel mit Schlachtgef1ügel ein. Die 'Gockel' und 'Hennen' wurden gleich nach dem Einkauf geschlachtet und gerupft, um anderntags die Ware in der Stadt frisch auf den Markt zu bringen. (Aufnahme 1927.)

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36. Ein Stück Zeitgeschichte stellen sicher auch diese Anzeigen aus dem Jahre 1905 dar. Handwerk, Handel und die Gastronomie standen in hohem Ansehen. Nicht zuletzt auch die Neuhäuser Frauen, denn mit ihren schicken Hüten sind sie, wie man heute noch erzählt, überall angenehm aufgefallen. Kein Wunder, wenn man so an der Quelle saß. (Annoncen von 1905.)

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37. Also auch schon damals hat man den Wert der Werbung erkannt. Aber was wir heute daraus ersehen können ist, daß unser Ort schon um die Jahrhundertwende empfehlenswert war. (Annoncen von 1905.)

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38. Um 1900 gab es kaum eine Familie in der nicht wenigstens ein Angehöriger bei einem der beiden Gesangvereine war. Das war auch ein Grund, daß die Neuhäuser viel zum Feiern kamen, so meistens nach der Teilnahme an Sängerfesten, bei denen sie viele Preise bekamen, wie auch dieses Bild und der noch vorliegende Text bestätigen. Lehrer Konstantin Johner, Chorleiter mit großer musikalischer Begabung, bewies sein Können auf dem Liederfest in Hall im Jahre 1901. Zum ersten Mal sang die 'Eintracht' auf der zweiten Stufe und errang mit dem Lied 'Frühlingszeit' den zweiten Preis. Der Erfolg ist ein Markstein in der Geschichte der 'Eintracht', Man ließ sich vor dem Kaplaneihaus fotografieren, wobei Kaplan Schurr vom Fenster aus zusah. (Aufnahme 1901.)

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