Neuhausen auf den Fildern in alten Ansichten Band 2

Neuhausen auf den Fildern in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Willi Fay
Gemeente
:   Neuhausen auf den Fildern
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1778-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neuhausen auf den Fildern in alten Ansichten Band 2'

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49. Seit ihrer Gründung 1805 hat die Bürgergarde im Vereinsleben, wie bei Repräsentationen, als Aushängeschild der Gemeinde eine maßgebende Rolle gespielt, was auch 1930 bei ihrem 125jährigen Jubiläum zum Ausdruck kam. So ist es nicht verwunderlich, daß es für die Jungen der damaligen Volksschule ein erfüllter Traum war, es den Aktiven bei diesem Fest gleichzutun. Die Kinder und Eltern taten dabei alles, um zumindest in der Uniform dem echten Gardisten ähnlich zu sein, wie Beteiligte heute noch mit Freuden erzählen. (Aufnahme 1930.)

50. Nicht vorenthalten sei das auf die Rückseite geschriebene Motto der Allerkleinsten des Festzuges. 'Mein Bürgermilitär darfst ruhig sein, wir kommen auch noch hintendrein.' (Aufnahme 1930.)

51. Nicht minder originell ist dieses Klassenfoto des Jahrgangs 1914/15. Die Schüler haben sich zu dieser Aufnahme ganz besonders fein gemacht. Einige davon hatten allerdings mit dem Verstauen der Äpfel, die in der Pause als Zwischenmahlzeit verzehrt werden sollten, Schwierigkeiten, wie einer der Schulkameraden nun nach 54 Jahren bekannte. Ihr Klassenlehrer, Eugen Efinger, und der einheimische Junglehrer Theodor Mayer hatten dies angeblich bei der Visitation vor dem Fotografieren übersehen. (Aufnahme 1927.)

52. Die halbe Nachbarschaft samt dem lieben Vieh hat hier die seltene Gelegenheit ergriffen, sich fotografieren zu lassen. Es war schon etwas besonderes, wenn man sich dann leibhaftig auf den Bildern betrachten konnte. Zu dieser Zeit war Fotografieren eine kostspielige Sache, und wer hatte schon das Geld dazu; deshalb nahm man alle miteinander auf, und es ist wirklich ein gelungenes Bild der Leute aus der Bädergasse geworden. (Aufnahme um 1920.)

53. Die Schafhaltung ist in Neuhausen erst heimisch, seitdem sich Schäfer Friedrich Ludwig Schwarz von Weid ach im Jahre 1912 hier niedergelassen hat. Die Schafweide war Jahrhunderte zuvor an auswärtige Pächter vergeben worden. An solche idyllische Bilder von früher erinnert nur noch der vorbeiführende Hirtenweg. (Aufnahme um 1930.)

54. Ein Pferdefuhrwerk gehört in unserer Gemeinde der Vergangenheit an. Das Saumzeug sowie der mit einem Flächenlos beladene Leiterwagen ist schon zur Antiquität geworden. Bis um die Jahrhundertwende arbeiteten die hiesigen Bauern noch mit 70 Pferden als Gespanntiere. 1950 zählte man nur noch 15. Dieses Pferdefuhrwerk von Schäfer Schwarz wurde bei der Josefskapelle aufgenommen. (Aufnahme um 1930.)

55. Viele solcher schnörkeliger Wirtschaftsschilder schmückten früher die Gemeinde. Man empfand sie als die schönsten 'Stoppschilder', und das waren viele an der Zahl. Sie wurden blank und in Ehren gehalten. Diesen Zeichen vertrauten sich die durchreisenden Gäste an sowie die einheimischen Stammtischler, wobei sich manches Original entwickeln konnte. Das auf dem Bild dargestellte Wirtshausschild gehörte zum 'Lamm' unter dem Besitzer Franz Anton Kärcher. (Aufnahme um 1920.)

56. Auf dem freien Platz der Kreuzung Bahnhofstraße, Esslinger Straße und Marktstraße, mit dem Bliek auf die Kirche, stand der Schmittebrunnen, 1828 fertigte Steinhauer Josef Batzill den Brunnenstock und Gottlieb Heim aus Oberensingen den 4 Meter langen, 0,75 Meter breiten und 0,50 Meter tiefen Trog. Während er früher die Bevölkerung mit Wasser versorgte, wurde später noch mancher, in den Wirtsohaften erhitzte Kopf in seinem Wasser abgekühlt und ernüchtert, Aus verkehrstechnischen Gründen wurde der Brunnen 1956 beseitigt. (Aufnahme 1925.)

57. Hier an der Esslinger Straße leitete man seit früher Zeit das Wasser des Wagenbachs in den Mühlkanal zur Koppenmühle. Die parallel fließenden Gewässer waren durch einen zirka zwei Meter breiten Gehweg getrennt, der die Verbindung zwischen der Esslinger Straße und der Entengasse herstellte und der wie verständlich, bei Dunkelheit nicht ungefährlich war. Heute ist der Bach überdolt, der Mühlkanal eingeebnet und statt des 'Grabens', wie man im Sprachgebrauch sagte, baute man eine Verbindungsstraße. (Aufnahme 1928.)

58. Die damals kleine evangelische Gemeinde im katholischen Neuhausen erwarb 1901 an der Wilhelmstraße einen 15 Ar großen Bauplatz. Im Sommer 1902 erstand nach den Plänen des Architekten Karl Mayer, Stuttgart, die Kirche mit einem Kostenaufwand von 15 000 Mark. Sie konnte am 7. Dezember 1902 eingeweiht werden. Zwecks Einrichtung einer evangelischen Konfessionsschule wurde im Oktober 1905 mit dem Bau des Schulhauses begonnen, wo dann der Schulbetrieb im Oktober 1906 aufgenommen wurde. Das Wachstum der Kirchengemeinde machte ein größeres Gemeindezentrum dringend notwendig, das auch an der Dietrich-Bonhöffer-Straße erbaut und 1967 eingeweiht wurde. Nachdem das alte Kirchlein und das Schul- und Pfarrhaus verkauft wurden, entstand hier nach dem Abbruch im Jahre 1974 ein Wohngebäude. (Aufnahme 1920.)

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