Neuhausen auf den Fildern in alten Ansichten Band 2

Neuhausen auf den Fildern in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Willi Fay
Gemeente
:   Neuhausen auf den Fildern
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1778-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neuhausen auf den Fildern in alten Ansichten Band 2'

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59. Hochzeiten waren früher Dorffeste, und dafür war in der Regel meistens der Montag vorgesehen. Um neun Uhr früh war die Trauung in der Kirche. Danach war es Brauch, daß die Hochzeitsgesellschaft im Zug von der Musikkapelle zu einem der großen Säle geleitet wurde, wo es als erstes saure Kutteln mit Bierwecken gab. Zum regelrechten Dorffest entwickelte sich der Abend, denn schon die Blasmusik, die zum Tanz aufspielte, garantierte einen vollbesetzten Saal, erst recht, wenn jemand aus einer so großen Familie wie den Balluffs Hochzeit feierte. (Aufnahme 1925.)

60. Dieses anmutige Bild eines diamantenen Hochzeitspaares ist vor der alten Eingangstür des Saalbaus entstanden. Zufriedenheit und Bescheidenheit zeichnet die Gesichter. Diese alten Leute hatten die Gewißheit, daß sie auch im hohen Alter von ihren Nachkommen verehrt und geachtet werden.

61. Am Kirchweihfest des Jahres 1877 erhielt die Peter- und Paulskirche diesen neuen Hochaltar aus Metall im romanischen Stil. Er stammt aus der Kunstwerkstatte des Josef Götz in Regensburg, nach Zeichnungen des Herrn Domvikar Dengier. Er kostete 8 000 Gulden. Gearbeitet wurde daran anderthalb Jahre. Die Mensa samt Unterbau des metallenen Altaraufsatzes ist aus Heilbronner Sandsteinen, Die Platte des Altartisches wird frei getragen von vier steinernen Säulen mit romanischen Kapitälen. Der Altaraufbau präsentiert sich als ein längliches Viereek von etwa 2 Meter Höhe und 3,30 Meter Länge. Die glatten, tafelförmigen Flächen des Metallblechs zeigen uns technisch sehr kunstvoll gearbeitete Details. Bei der Renovierung der Pfarrkirche irn Jahre 1962 wurde der Altar durch den heutigen ersetzt. (Aufnahme Konstantin Josef Mayer, 1920.)

62. Dieses Marienbildnis wurde um 1850 von dem Stuttgarter Bildhauer Kapeller geschnitzt. Erst im Jahre 1892 bekam die Skulptur, die zuvor von Kunstmaler Hildenbrand aus Rottenburg farblich neu gefaßt wurde, auf dem neuen Marienaltar ihren endgültigen Platz. Diesen Altaraufbau aus Holz mit schöner Schnitzerei und reicher Vergoldung versehen, lieferte Bildhauer Binig aus Ödheim unter Aufsicht des Herrn Prof. Keppler, dem späteren Bischof der Diözese. Heute steht an seiner Stelle ein Altar aus Stein rnit dem herrlichem Madennenbild von Maueh, einem Ulmer Meister, das noch aus der alten Kirche stammt. (Aufnahme Konstantin Josef Mayer, 1920.)

63. Seit über 400 Jahren werden die Verstorbenen auf dem Friedhof bei der Liebfrauenkapelle beigesetzt. Ganz früher fanden sie neben der katholischen Pfarrkirche ihre letzte Ruhe. (Aufnahme um 1914.)

64. An der früheren nördlichen Seite des Friedhofes, am Ende des Haupteinganges, diente seit 1819 dieses Denkmal mit dern Steinkreuz von Sem Schlör und den alten Grabmälern als Gebets- und Gedenkstätte. Diese wurde 1957 durch den Bau der heutigen Leichenhalle ersetzt, wobei die genarmten Kunstwerke übernommen wurden. (Aufnahme 1912.)

65. Der von zwei Pferden gezogene Leichenwagen gehörte auch ins Bild unseres Ortes. Bis zum Bau der heutigen Leichenhalle war es Sitte, den Verstorbenen im Hause, in dem er gelebt hatte, aufzubahren. Am Tage der Beerdigung wurde er im Trauerzug unter großer Anteilnahme durch die Ortsstraßen zum Friedhof geleitet, wie hier beim letzten Weg des allseits verehrten Ochsenwirts Kar! Bayer. (Aufnahme 1925.)

66. Dicht an der Straße von Wolfschlugen nach Neuhausen stand oben auf der Böschung dieses alte Steinkreuz. Man erzählte darüber: Im 17. und 18. Jahrhundert, als noch Leute von Wolfschlugen, auch Männer, mit ihren Spinnrocken nach Neuhausen zum Spinnen in den Lichtkarz gingen, sei ein Mädchen wohl aus Eifersucht mit einer Spindel erstoehen worden. Genaueres konnte man nicht erfahren. Auch in den Totenbüchem der erwähnten Zeit finden sicn keine Anhaltspunkte. Infolge der Straßenberichtigung mußte dieses Kreuz in den fünfziger Jahren weichen. (Aufnahme um 1925.)

67. Als die Gemeinde 1928 ein Kriegerdenkmal errichtete und sich für den SchloßpJatz als Standort entschied, hat der Architekt Paul Lang aus Stuttgart, ein gebürtiger Neuhäuser, diesen neu gestaltet. Bei der feierlichen Einweihung war ganz Neuhausen zugegen, was auch auf dem Bild zu sehen ist. (Aufnahme 1928.)

68. Als an einem Sonntag im Sommer 1930 bei einem senweren Unwetter der Blitz in die 'obere Linde', wie sie volkstümlich genannt wurde, einschlug und durch das Bersten des Baurnes auch das darunterstehende Feldkreuz zertrümmert wurde, war man in der Gemeinde sehr bestürzt über dieses Unglück, Dieses heimelige Plätzchen war oft das Ziel eines Spazierganges, Obwohl die Behörden nach der Besichtigung (siehe Bild) den Ort wieder herrichten ließen, war es mit der Idylle vorbei, nachdem einige Jahre später in unmittelbarer Nähe die Autobahn gebaut wurde. (Aufnahme 1930.)

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