Neuhausen auf den Fildern in alten Ansichten Band 4

Neuhausen auf den Fildern in alten Ansichten Band 4

Auteur
:   Willi Fay
Gemeente
:   Neuhausen auf den Fildern
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6519-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neuhausen auf den Fildern in alten Ansichten Band 4'

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19 Von dem Neuhäuser Vollgeläute aus dem [ahre 1925 mit sieben Glocken wurden sechs im [ahre 1942 eingeschmolzen. So tat die altehrwürdige 'Zwölfuhrglocke' allein ihren Dienst. 1947 stiftete die Familie Gebhard Balluff die Totenglocke Ton: C - Gewicht 6,5 Zentner. Zum fünfhundertjährigen Jubiläum der 'Zwölfuhrglocke' und zur hundertsten Wiederkehr der Grundsteinlegung der Pfarrkirche am 7. Oktober 1950 wurden drei weitere Glocken angeschafft und geweiht; zwei davon als Spenden der Gläubigen und eine als Stiftung der Bürgerlichen Gemeinde.

20 Diese drei Glocken - Peter-und-Paul-Glocke Ton EsGewicht 30,S Zentner, Kriegergedächtnisglocke Ton As Gewicht 12,1 Zentner, und Marienglocke Ton B - Gewicht 9 Zentner - wurden am Tag der Einweihung am Ortseingang bei der "Traubc' abgeholt und zur Kirche geleitet. (Aufnahme 1950.)

2 1 Die zum Vollgeläut noch fehlende Dreifaltigkeitsglocke, Ton C - Gewicht 49 Zentner, wurde 1960 von Fräulein Emilie Friton gestiftet. Die Ankündigung dieser Stiftung am Silvesterabend löste in der Gemeinde große Freude aus. Dem Guß bei der Firma Kurz in Stuttgart am 18. März 1960 wohnte eine stattliche Zahl Neuhäuser bei. Die neue Glocke wurde am Pfingstsamstag in festlicher Prozession vom Ortseingang zur Kirche geleitet und am Pfingstmontag, dem 81. Geburtstag der Stifterin, durch den Herrn Domkapitular

Dr. Wurm feierlich geweiht. (Aufnahme 1960.)

221mjahre 1951 fand die Hundertjahrfeier des Männergesangvereins statt. Hier im Bild Bürgermeister Frick bei seiner Rede im Festzelt. Ein Höhepunkt war das Festkonzert mit dem Blasorchester der Musikhochschule Stuttgart, dem Schülerchor der Volksschule und dem Männerchor unter der Leitung von Ernst Gäckle. Beim Festgottesdienst wurde die Missa 'Pax Christi in Regnum Christi' von Heinrich Lemacher unter der Mitwirkung des Kirchenchores Peter und Paul aufgeführt. An der Orgel begleitete Lorenz Lauterbach, die Leitung hatte Ernst GäckIe.

23 Nach dem Gottesdienst am ]ubiläumstag des Männergesangvereins weihten die Geistlichen der beiden Kirchen auf dem Schloßplatz die neue Fahne. (Aufnahme 1951.)

24 Schon 1930 sicherte sich Theodor Gugel ein großes Lehmfeld im Egelsee und verband es durch eine Gleisanlage mit der Ziegelei in der Kirchstraße. Leider konnte der Besitzer, der 1947 starb, den Bauboom nach der Währungsreform nicht mehr erleben, jedoch führten seine Witwe und seine Tochter Martha das Werk weiter.Wer wird sich nicht gerne an Gugels 'Zügle' beim Spazierengehen erinnern und an die schwarzen Schichten im gelben Lehmboden, die eine frühgeschichtliche Besiedelung vermuten ließen. Tatsächlich kamen bei Ausgrabungen vielerlei Funde zum Vorschein. Die Gemeinde hatte unter großen finanziellen Opfern zusammen mit dem Denkmalamt im Rathaus ein Museum eingerichtet. (Aufnahme 1950.)

25 Die Firma Theodor Gugel betrieb nach der Währungsreform neben der Ziegelei auch einen allgemeinen Baustoffhandel, um der Hochkonjunktur auf dem Bau gerecht zu werden. Zum Sortiment gehörten auch die billigeren Bimssteine, die zweimal in der Woche mit dem hier abgebildeten Fahrzeug in der Pfalz geholt werden mußten. Das kleine Dreieck auf dem Führerhaus zeigte, wenn es aufgeklappt war, an, daß die zwei Anhänger voll beladen waren. (Aufnahme 1950.)

26 Bei der schlimmen Wohnungsnot nach dem Krieg war der Bau der 'Siedlung' wenigstens ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Stuttgarter Zeitung schrieb am 28. März19S 1: 'Der Fronäckersiedlung erster Teil ist bezugsfertig. Anfang April werden 40 Familien ein eigenes Dach über dem Kopfhaben. Im Juni vergangenen [ahres war mit ihr begonnen worden, 33 Häuser mit insgesamt 66 Wohnungen sind jetzt fertig. 23 Häuser, davon sieben Doppel- und neun Einzelwohnhäuser, baute die Württembergische Landsiedlung. Zehn Häuser entstanden aus privater Initiative und sind bereits bewohnt. Die Häuser haben einen Grundriß von 8,80 mal 7,40 Meter und sind modern

eingerichtet. Sie sind ganz unterkellert, haben Waschküche und Bad. Im Erdgeschoß ist Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer und Abort. Im Dachgeschoß ist eine Einlieger-

bis SOMark für die Erdgeschoßwohnung und 2S bis 30 Mark für die Einliegerwohnung.'

wohnung mit Wohnküche, Schlafzimmer und ebenfalls einem Abort. Der Gesamtpreis des schlüsselfertigen Hauses einschließlich Garten liegt zwischen 16000 und 17 000 Mark. Die Mieten betragen 4S

27 Besonders Karl Zahleckers Weitblick und sein Einsatz waren Grundlage für die weitere Entwicklung im Siedlungsbau nach dem Krieg in Neuhausen. Unter seiner Leitung wurde 195 1 mit dem Bau der ersten Häuser in der verlängerten Lettenstraße begonnen. Es war ein schwieriges Vorhaben, das damals in Angriff genommen wurde, denn es mußte hauptsächlich durch Eigenleistung bewältigt werden. Obwohl das Eigenkapital sehr gering und die Finanzierung schwierig war, konnten schließlich acht Doppelhäuser und drei Einfamilienhäuser erstellt werden. 1952 wurden die Häuser bezogen, unter anderem auch von Familie Zahlecker, die auf dem Bild zu sehen ist.

28 Ein weiteres Bild von der Siedlung in der verlängerten Lettenstraße mit Blick auf das 'elektrische Häuschen' , heute 'Sûdwest', zeigt das Doppelhaus Nr. 53 und SS im Rohbau. Im Vordergrund mit Mappe Karl Zahlecker, ganz in seinem Element mit weiteren Bauherren. Durch die gemeinsame Arbeit auf der Baustelle kamen Einheimische und Neubürger einander näher und deren Integration ins Gemeindeleben wurde dadurch gefördert.

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