Neuhausen auf den Fildern in alten Ansichten Band 4

Neuhausen auf den Fildern in alten Ansichten Band 4

Auteur
:   Willi Fay
Gemeente
:   Neuhausen auf den Fildern
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6519-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neuhausen auf den Fildern in alten Ansichten Band 4'

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69 Durch die Erschließung immer neuer Baugebiete nahm die Gemeinde eine unvorhergesehene stürmische Entwicklung. So wurde 1967 die Erweiterung der Mozartschule notwendig. Zur gleiehen Zeit entstand das katholische Gemeindezentrum. Um diese Projekte zu verwirklichen, mußten die Zehntscheuer, die pfarrscheuer und das Jugendheim im [ahre 1965 abgerissen werden. (Aufnahme 1964.)

70 Das Bevölkerungswachstum brachte auch der evangelischen Kirchengemeinde einen solchen Zuwachs, daß das kleine Kirchlein an der Ecke Schloßstraße / Wilhelmstraße nicht mehr ausreichte und ein Kirchenneubau erforderlich wurde. So entstanden 1967 die Christuskirche und das Gemeindezentrum.

71 Als im Sommer 1965 ein verheerender Sturm im 'Horber Wald' große Teile des Baumbestandes entwurzelte, fand Norbert Goldner unter einem Wurzelballen Mauerreste, die er zum Teil freilegte. Nachdem er das staatliche Amt für Denkmalpflege in Stuttgart in Kenntnis gesetzt hatte, wurde im Frühjahr 1966 mit Unterstützung des staatlichen Forstamtes Nürtingen und der Gemeinde Neuhausen diese Stelle genauer untersucht, wobei zwei römische Gebäude festgestellt wurden, die nur wenige Meter auseinander lagen. Das eine war so dicht bewachsen, daß noch nicht einmal seine Ausdehnung festgestellt werden konnte, doch scheint es ähnliche Ausmaße zu haben wie die ausgegrabenen Mauerreste. Hier nun die Gesamtansicht der Überreste des römischen Bauwerkes.

72 Herr Neuffer, vom Denkmalamt, der die Grabungen leitete, teilte folgendes mit: 'Das aufgedeckte Gebäude maß 13,65 x 11,50 mund war aus Lettenkohlensandstein errichtet, vereinzelt fanden sich auch Werksteine aus Stubensandstein. Es ist in zwei Räume unterteilt, in einen größeren im rückwärtigen südlichen Teil gelegenen Hauptraum und in eine schmalrechteckige im Norden quer vorgelagerte Eingangshalle, deren westliche Hälfte unterkellert war. Der Zugang zum Keller erfolgte vom Hauptraum aus. Alle Mauern sind in der üblichen römischen Technik des verblendeten Gußmauerwerks hochgezogen worden. Die Fundamente bestehen aus Bruchsteinen, die ohne Mörtelbindung in durchschnittlich 0,40 m tiefen Gräben sauber und dicht gepackt

wurden.' Dieses Bild zeigt ein Gesims und eine freigelegte Säule im Schutt des Kellers.

73 Ein weiteres Bild von der römischen Siedlung im Horb zeigt einen Teil des Kellers. 'Irn lichten mißt der Keller in Nord-Süd-Richtung 3,50 m, in Ost-West-Richtung 4,80 m. Am Fuße der Mauern wurde ringsum im Kellerboden eine 0,35 bis 0,40 m breite Sickerung festgestellt, die aus einem mit Bruchsteinen gefüllten Graben bestand.' Nach Auswertung der Grabungen wurden wegen Geldmangels die römischen Siedlungsreste wieder zugeschüttet.

74 Anläßlich des landestreffens der WürttembergischHohenzollerischen Garden und Wehren im [ahre 1966 fand im neugestalteten Sitzungssaal des Rathauses zu Ehren des Ministerpräsidenten Kurt Georg Kiesinger ein Empfang statt. In einem Grußwort sagte er unter anderem: 'Die ursprüngliche Aufgabe der Bürgerwehren und Bürgergarden, der Schutz des Gemeinwesens gegen äußere Gefahr, ist im Laufe der Jahrhunderte weggefallen. Dennoch erfüllen diese Vereinigungen mit ihrer engen Verbindung von Traditionspflege und freundschaftlicher Geselligkeit auch heute eine bedeutsame Aufgabe für das Gemeinschaftsleben unse-

rer Städte und Gemeinden. Um wieviel ärmer und farbloser wären die Höhepunkte im Gemeinschaftsleben unserer Gemeinden, wenn darin diese an eine reiche Tradition anknüpfenden Vereinigungen

fehlten.' Von links auf dem Bild: Karl Arnold, Landrat Schall, Ministerpräsident Kiesinger und Karl Zahlecker. Stehend: Bürgermeister Frick, Dr. Häcker, Otto Fay und Karl Friton.

75 Maßgebende Männer ergänzten in den achtziger [ahren des letzten [ahrhunderts die öffentliche Fürsorge, die Vinzentius-Stiftung. Am 8. März 1886 kaufte sie das Haus Schloßstraße Nr. 9 und baute es um, finanziert durch zahlreiche Spenden. Am 7. Mai 1892 erhielt die Stiftung das Recht, eine pflege- und Entbindungsstation (Spitäle) einzurichten. Später wurde daraus ein Altersheim. Mit weiteren Spenden erwarb die Stiftung 1 9 1 2 das Haus Schloßplatz Nr. 9 und nach dem Ersten Weltkrieg auch das Haus Schloßstraße Nr. 5 mit Garten. 1951 schreibt Eugen Efinger in seinem Heimatbuch: 'Wir möchten die Anstalt, die nicht nur das Heim der Barmherzigen Schwestern aus dem Kloster Untermarchtal, sondern auch ein unentbehrliches Altersheim ist, nicht mehr missen.

Das Haus beherbergt 1 5 Pfleglinge und 5 Schwestern.'

76 Im Garten des 'Spitäles' befand sich auch eine Kapelle, links das Haus Schloßstraße Nr. S.

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