Neukirch (Lausitz) in alten Ansichten Band 1

Neukirch (Lausitz) in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Siegfried Heinrich
Gemeente
:   Neukirch (Lausitz)
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5625-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neukirch (Lausitz) in alten Ansichten Band 1'

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69. Die dritte Töpferei im Ort wurde 1834 von Kar! Gottlieb Lehmann gegründet. Er stammte aus der 'Rothschenke', erlernte bei seinem Namensvetter Joharm Gottfried Lehmann das Töpferhandwerk und gestaltete die durch Einheirat erworbene Garnbleicherei Hillmann zu einer Töpferwerkstatt urn. Zielstrebig gelang es ihm, Zunftmeisterehren zu erringen und seinen Besitz beträchtlich zu vermehren, nicht ahnend, daß er Stammvater einer ganzen Töpferdynastie in Neukirch werden würde. Über sechs Generationen hinweg wurden fast alle seine männlichen Nachkommen wieder Töpfer, wobei von den stets zahlreichen Jungen immer der die väterliche Werkstatt übernahm, der Louis hieß. Kein Wunder, daß der Name 'Töpper-Louis' zu einern festen Begriff für Qualität, Eigeninitiative und Berufsehre geworden ist.

70. Nahe dem Bahnhof Neukirch (Lausitz)- West liegt dieses wunderschöne Fachwerkhaus. Um 1900 befand sich darin die Schankwirtschaft 'Waldhaus' , eine Gaststätte , deren Wirt - und das war damals durchaus nicht ortsüblich - das Haus auch Arbeitnehmervereinen öffnete. So ist es auch mit sein Verdienst, daß hier an einem Maisonntag 1904 der 'Arbeiter-Turnverein Freiheit für Neukirch und Umgebung' gegründet werden konnte. Das 'Waldhaus' wurde natürlich das Vereinslokal, denn der Wirt stellte zum Turnen die Veranda zur Verfügung und machte es auch rnöglich, die Turngeräte - unter anderem das Turnpferd, in Oberlausitzer Art liebevoll 'Tumhappel' genannt - irgendwie unterzubringen. Infolge der steigenden Mitgliederzahlen mußte sich der junge Turnverein allerdings nach anderen Übungsmöglichkeiten umsehen.

71. Mit der Einweihung der Eisenbahnstrecke Bautzen-Neukirch-Schandau am 1. September 1877 und mit der Fertigstellung des Verbindungsstückes Niederneukirch-Bischofswerda 1879 ergaben sich für den in den Gründerjahren aufblühenden Industrieort äußerst günstige Verkehrs- und Transportbedingungen. Von den beiden Bahnhöfen besaß der Bahnhof Neukirch (Lausitz)-West eine doppelte Bedeutung. Ersrens hob ihn seine Funktion als Abzweig-, Urnsteige- und Rangierbahnhof in das Gebiet der Sächsischen Schweiz hervor, und zweitens stiegen hier all jene aus sogenannten besseren Kreisen aus, die die Sommerfrische Valtental aufsuchen wollten. Als Ausdruck der Nobilität besaß die Bahnhofswirtschaft nicht nur Hotel und Restaurant, sondern auch zwei Wartesäle, einen für die 'ganz feinen Herrschaften' und einen für die übrigen Reisenden.

72. Die vom Wasser des Roten F1össels angetriebene Valtenmühle erhielt ihren Namen von ihrer Lage im Valtental und von den Valtenhäusern, die hier als Herrnhuter Siedlung entstanden waren. 1783 bestand die Valtenmühle aus drei Gebäuden: aus dem mit Schindeln gedeckten Wohnhaus mit Mahlgang, aus der strohgedeckten Scheune und aus der Brettmühle mit Schindeldach. Außen vervollständigten der Klötzerplan, der Stauteich und die Zufahrt das Mühlengelände. Ein in den frühen Morgenstunden des 10. November 1910 im Kesselhaus ausgebrochenes Schadenfeuer äscherte die alte, idyllisch gelegene historische Valtenmühle völlig ein. Ein nur kleiner Trost für die verschwundene Mühlenromantik war es, daß hier der weitbekannte, hochbetagte Valtenmüller noch kurz vor dem Brand seine diamantene Hochzeit hatte feiern können.

73. Im Valtental, etwas abseits von der Georgenbadstraße, steht dieses mehrstöckige Umgebindehaus. Während der eine Teil in der reinen, ursprünglichen Form des Oberlausitzer Umgebindes gebaut worden ist, bietet sich der neuere Anbau in einer moderneren Umgebindebauweise dem Betrachter dar. 1889 wurde hier vom Provinzialverein für Innere Mission zu Bautzen für bedürftige Kinder ein Erholungsheim unter der Bezeichnung 'Bethlehernstift' eingerichtet. Vom Erziehungsverein der Kirche zu Neukirch unterstützt und von diakonischem Personal liebevoll betreut, besserte sich der Gesundheitszustand der Ki

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