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Neukirchen-Vluyn in alten Ansichten

Neukirchen-Vluyn in alten Ansichten

Auteur
:   Jutta Lubkowski
Gemeente
:   Neukirchen-Vluyn
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6361-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neukirchen-Vluyn in alten Ansichten'

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Einleitung

'Neukirchen Vluyn feiert 700 Jahre Vluyn', unter diesem Motto finden im Jubiläumsjahr 1997 zahlreiche Aktivitäten statt. Aus diesem Anlaß läßt das Archiv des Museumsvereins mit einem Bildband und seinen Darstellungen aus der Zeit zwischen 1880 und 1930 ein halbesJahrhundert aus der Stadtgeschichte wiederaufleben.

Die erste urkundliche Erwähnung von Neukirchen finden wir im Iahre 1230. Ein Priester aus Neukirchen, Arnoldus de Nyenkerken, tritt in der Urkunde als Zeuge aufbei der Unterzeichnung eines Pachtvertrages, den die Mönche des Klosters Kamp 1230 mit dem Ritter Reinhold von Hülsdonk abschließen. Die Neukirchener Kirche, dem heiligen Quirinius geweiht, war Mittelpunkt des Kirchspiels Neukirchen, zu dem außer dem Ortsteil mit seinen Bauernschaften noch das heutige Vluyn, Niep, Rayen und Teile von Rheurdt und Schaephuysen gehörten. Im Hinblick auf die ältere Kirche in Repelen entstand der Name 'nova ecclesia in der Flunen' = neue Kirche in der Flunen.

In den Urkunden des Klosters Werden bei Essen wird um 900 eine Landschaft, westlich von Moers liegend, 'In Fliunnia' erwähnt. Sie ist Teil eines Gebietes, das durch die zahlreichen Rheinarme und ihre jahrhundertelangen Überschwemmungen geprägt wurde. Die vielen Rheinläufe gliederten das Gebiet in einzelne LandinseIn ausWaId, Heide und Sumpf Bis ins 13. Jahrhundert entwickelte sich daraus der Name 'in der Flunen', der eine Landschaft mit fließendem Wasser bezeichnet (lat. fluere = fließen). 1297 wird erstmals urkundlich neben der Landschaftsbezeichnung ein Siedlungsgebiet mit 'In der Vlune' ausgewiesen. In dieser Urkunde vom 29 .April 1297 verspricht GrafEberhard von der Mark, in seiner Eigenschaft aIsVogt, demAbt des Klosters Werden, unter anderem die Besitzung 'In der Vlune' nicht an die Edelherren von Moers zu veräußern. Bis ins 16. Jahrhundert hinein ent-

wickelte sich der Name Vluyn in seiner heutigen Schreibweise.

Durch den Erwerb von Grundbesitz gewannen die Grafen von Moers jedoch zunehmend an Einfluß gegenüber den geistlichen Grundbesitzern. 1399 erwarben sie schließlich die Patronatsrechte über die Kirche in Neukirchen; damit gehörte das heutige Stadtgebiet zum Herrschaftsbereich der Grafen von Moers und blieb seiner Geschichte aufs Engste verbunden.

In der Reformationszeit gewann für die Grafschaft der Grundsatz 'Wessen das Land, dessen die Religion' immer mehr an Bedeutung. Während der Regierung der Grafen von Moers und Neuenahr kam es zum Glaubenswechsel. Graf Hermann trat 1560 in einem öffentlichen Gottesdienst zum evangelischen Glauben über. Sein Nachfolger Graf Adolf erklärte 1580 den Heidelberger Katechismus für verbindlich und setzte das reformierte Bekenntnis in der Grafschaft durch. Begleiterscheinungen der Reformation waren kriegerische Auseinandersetzungen und Unruhen am Niederrhein.

Durch enge politische Verbindungen des Grafen Adolf mit den calvinistischen Niederlanden, die sich gegen die spanische Herrschaft erhoben hatten, geriet die Grafschaft immer stärker in den Konflikt mit den katholischen Spaniern, die 1586 einmarschierten und die Grafschaft besetzten. Graf Adolf starb 1589 ohne direkte Erben. Seine Witwe Gräfin Walpurgis schenkte die Grafschaft 1594 dem Prinzen Moritz von Oranien-Nassau, der den militärischen Kampf gegen die Spanier anführte. Noch bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts litt die niederrheinische Bevölkerung unter wechselnden Truppenbesetzungen, Plünderungen und Einquartierungen.

Im Jahre 1614 entstanden die Ortsteile Neukirchen und Vluyn als getrennte Gemeinden in ihrer heutigen Lage, als die pfarre der Vluyner

x Antoniuskapelle aus dem Kirchspiel Neukirchen als selbständige pfarre x ausgegliedert wurde.

x Nach dem Tod des letzten oranischen Landesherrn Wilhelm HL, der

x 1702 kinderlos verstarb, beanspruchte der preußische König die Graf1 schaft als Erbe. Nach den gutenjahren unter der oranischen Herrschaft x standen die Einwohner von Neukirchen und Vluyn der Besitzergrei-

x fung durch Preußen feindlich gegenüber. Noch vor der gerichtlichen x Klärung der Erbansprüche besetzten die preußischen Truppen das GeS biet, beraubten die Bevölkerung und behinderten ihre Religionsaus-

x übung. Erst 1711 legten die Gemeinden den Treueeid auf den König ab. x Unter der preußischen Regierung wurde die Grafschaft zum Fürsten-

x tum erhoben.

x Die siegreichen französischen Revolutionsarmeen besetzten 1794 auch

lOden linken Niederrhein und beendeten die erste preußische Herrschaft x im Fürstentum Moers. Die Gemeinden mußten schwere finanzielle Bex lastungen zum Unterhalt der französischenArmee hinnehmen. Die

x von Napoleon eingebrachten Reformen verbesserten erst nach 1799

x die Lage der Bevölkerung: Die Aufhebung der Adelsprivilegien und der

15 Grundherrschaft, die Einführung der Gewerbefreiheit sowie Verwal-

x tungsreformen durch die Einrichtung von Standes- und Katasterämtern x und der Verbesserung des Gerichtswesens (code civil). Nach der Nie-

x derlage Napoleons fiel das Fürstentum 1815 erneut an Preußen.

x Dank der reichen TonIager, die die nordischen Gletscher der Eiszeit

20 hinterlassen hatten, entwickelte sich im 18. Jahrhundert in Rayen,

x Vluyn und Niep eine blühendeTöpferkunst. Einzelne Schmuckstücke, x als Zierde für den Sims des 'Bussern' (Rauchfang) angefertigt, sind bis x auf den heutigen Tag erhalten und weit über den regionalen Bereich

24 hinaus bekannt.

Das bis ins 19. Jahrhundert rein landwirtschaftlich geprägte N eukirchen erfuhr eine grundlegende Veränderung durch den 1835 nach Neukirchen berufenen pfarrer Andreas Bräm. Er beschäftigte sich intensiv mit der Problematik der verwahrlosten Kinder in der aufkommenden Industriegesellschaft und gründete mit gleichgesinnten Bürgern aus Neukirchen und Vluyn 1845 den Erziehungsverein. Es folgten

weitere Gründungen christlich-sozialer Einrichtungen, die bis in die heutige Zeit bestehen. Insbesondere durch den 'Neukirchener Kalender' und die verlegerische Arbeit des Erziehungsvereins wurde Neukirchen weltbekannt.

Der linke Niederrhein gehörte bis in das 19. Jahrhundert hinein zu den Flachsanbaugebieten. Während die Bauern das Leinen zunächst nur für den Hausbedarfwebten, kam später die Fertigung für überregionale Märkte hinzu. Krefelder Fabrikanten verlagerten aufgrund der niedrigeren Produktionskosten die Seidenweberei auf die ländlichen Gebiete. Die Entwicklung der heimischen Textilindustrie basierte jedoch auf der importierten preiswerten Baumwolle. Bereits 1801 begann Jacob Küppers mit dem Aufbau der ersten Flanellweberei in Vluyn. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurden über 150Hausweber beschäftigt. Daher schlossen sich 1840 die Vluyner Fabrikanten zusammen und stellten einen Antrag zur Errichtung einer Postexpedition in Vluyn. Schon wenige Monate später erfolgte die Genehmigung der Oberpostdirektion, und Vluyn erhielt am 1. März 1841 eine eigene Poststation. Ebenso wurde die Postlinie zwischen Moers und Vluyn durch eine täglich einmal verkehrende Postkutsche eröffnet. Im April 1879 erhielt das Postamt in Vluyn eine Telegrafenbetriebsstelle mit beschränktem Tagesdienst. Erst 1907 konnten die Firmen mit eigenen Fernsprechanschlüssen in Vluyn werben. Ab 1909 übernahm dann die Moerser Kreisbahn die gesamteAbwicklung des Postverkehrs.

Die Gründung der Niederrheinischen Bergwerksgesellschaft und die Errichtung der Doppelschachtanlage auf dem Gebiet der Gemeinde Neukirchen im Oktober 1912 prägten den Charakter der örtlichen Wirtschaft maßgeblich bis in die heutige Zeit. Mit der Aufnahme der Kohleförderung 1917 stieg die Zahl der Bevölkerung; ihre Zusammensetzung und das städtebauliche profil veränderten sich. Im Iahr 1928 faßten die Gemeinden Neukirchen und Vluyn den Beschluß, durch Zusammenlegung eine neue Landgemeinde mit dem Namen 'Neukir chen-Vluyn' zu schaffen, die 1981 zur Stadtwerdung führte.

1 Die Potpourrikarte mit dezentem Jugendstilornament wurde 1 91 9 auf den Postweg gebracht. Ein Blick in die Dorfstraße zeigt uns auf der rechten Seite das Haus der alten Schmiede Steegmann.Rechts oben auf der Karte wird das von Johann Heintges 1885/86 neben seiner Gastwirtschaft errichtete erste Posthaus wiedergegeben. Es trägt heute noch den Reichsadler in seiner oberen Frontansicht. Darunter sieht man das alte Bürgermeisteramt aus der Zeit der HaarbeekDynastie. Die Buchhandlung des Erziehungsvereins im unteren Bild hat schon lange ein neues Domizil.

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2 Neukirchen, einst ein kleines Bauerndorf, wurde durch die Gründung des Erziehungsvereins vor 150 [ahren, durch Pfarrer Andreas Bräm, entscheidend geprägt. Das Missionshaus aus demJahre 1882 sowie das Waisenhaus aus der Zeit von 1851, auf dem Foto rechts, gibt noch heute Zeugnis vom Vermächtnis des Gründers. Unten links das Gebäude des Stursberg Gymnasiums, gegründet 1906/07 als christliche höhere Schule, das in den 1970er [ahren abgerissen wurde.

3 Das Panoramabild aus südlicher Richtung zeigt uns die bescheidenen Ausmaße der Ortslage Neukirchen um 1 92 O. Die Hausgärten wurden damals groß angelegt, damit Obst- und Gemüseerträge die gesamte Familie ernähren konnten. Das Haus vorne rechts mußte in den 1980er [ahren dem Neubau der Post weichen. Das dahinter liegendeAnwesen des Gärtners Haas wurde 1996 zur Verwirklichung moderner Stadtplanung abgerissen.

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4 Die Hochstraße, hier von Norden gesehen, führte um 1920 noch als unbefestigte Straße in die Dorfmitte N eukirchens. Die durch Pferdefuhrwerke entstandenen Schlaglöcher wurden mit Kies aus den Gruben der nahegelegenen Höhenzüge aufgefüllt. Rechts erkenrit man die 1839 erbaute evangelische Dorfschule, die 1968 abgerissen wurde.

5 Die Motive dieser Karte sind allen Bewohnern aus Neukirchen wohlbekannt. Noch ohne den verdeckenden Baumbestand zeigt sich die evangelische Dorfkirche mit der bis um 1840 noch bestehenden Turmschule über dem Eingang. Der Sparkassenneubau an der Niederrheinallee/Ecke Krefelderstraße ersetzte die am 1. Oktober 1909 errichtete alte kommunale Sparkasse, die den wachsenden Ansprüchen nicht mehr gerecht wurde.

6 Ein Blick auf das alte Zentrum von Neukirchen mit seiner Linde, die einst den Mittelpunkt des Dorfes bildete und auch Gelegenheit gab zu manchem Schwätzchen nach dem sonntäglichen Kirchgang. Von den Pferdefuhrwerken der damaligen Zeit konnte sie leicht umfahren werden, später wurde sie gnadenlos der modernen Verkehrstechnik geopfert. Vorne rechts zeigt sich die renommierte Dorfgaststätte von Adam Mevissen.

7 Die Karte zeigt eine seltene Aufnahme vor der Buchhandlung des Erziehungsvereins aus dem [ahre 1 91 O. Ein Pferdefuhrwerk, hoch bepackt mit einer Auslieferungssendung, steht kurz vor der Abfahrt zum BahnhofNeukirchen. Mit Inbetriebnahme der Moerser Kreisbahn, am 1. Mai 1909, wurde der Transport aller Güter von der Straße auf die Schiene verlegt.

8 Eine Wirkungsstätte des Erziehungsvereins in Neukirchen ist das Haus Elim an der Niederrheinallee. Es wurde am 3. Dezember 1880 'zur christlichen Erziehung, Rettung undAusbildung sittlichgefàhrdeter 1Jädchen'gegründetund war zunächst in Meers beheimatet. Die Räumlichkeiten dort erwiesen sich bald als zu klein. Man entschloß sich zu einem Neubau und erwarb in Neukirchen ein 9,5 Morgen großes Grundstück mit Bauernhaus von Bernhard Heyermann. Im September 1883 wurde das Gebäude eingeweiht. Das Foto zeigt Heimbewohnerinnen um 1930 bei der Gartenarbeit, wo sie unter

Anleitung der Lehrkräfte bei der Pflege einer Erdbeerplantage tätig sind.

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