Neuruppin in alten Ansichten

Neuruppin in alten Ansichten

Auteur
:   Lisa Riedel
Gemeente
:   Neuruppin
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6081-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Neuruppin in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

59 In Verlängerung der Wallanlagen entstand Mitte des 19. Jahrhunderts eine parkartige Anlage, die die um ein Drittel erweiterte Stadt bis zum Seeufer umschloß. Das inmitten der Parkstraße entstandene [ahn - Loose- Denkmal war dem Begründer der deutschen Turnerbewegung Friedrich Ludwig Iahn und dem Begründer des Neuruppiner Männerturnvereins Karl Loose anläßlich des 50. [ahrestages seines Bestehens gewidmet. Der Lehrer Karl Loose begründete 1867 auch die N euruppiner Turnerfeuerwehr. Er starb 1897.

Das Denkmal steht heute vor dem Iahnbad, der Neuruppiner Seebadeanstalt, ohne die

Bronzeplakette, die entwender worden war. Postkarte von 1913.

NEUR.UPPIN

PARKSTRASSE MIT JAHN-LOOSE DENKMAL

60 Das jabn-Loose-Denkmal in der Parkstraße, 1 91 1 errichtet. Neben dem Denkmal steht der Bildhauer Professor Max Wiese. Max Wiese kam 1864 in Danzig auf die Welt. Wenige Iahre später kehrte die Mutter, nach dem Tode ihres Mannes. mit den Kindern nach Neuruppin zurück, Hier besuchte er das Gymnasium. Anschließend lernte er in Berlin die Bildhauerei und besuchte eine Kunstschule. Ab 1883 war er als Lehrer an Kunstschulen tätig; der in Hanau stand er zwanzig Iahre als Direktor vor. 1905 kehrte er nach Berlin zurück. Großplastiken waren eine seiner Spezialitäten. Außer den vier Denkmalen in Neuruppin besitzen Wals-

leben und Kerzlin ein Kriegerdenkmal von ihm. Postkarte von 1911.

6 1 Das Kriegerdenkmal zur Erinnerung an die gefallenen Männer in den Kriegen von 1864,1866,1870/71 ist ebenfalls ein Werk Max Wieses. Es wurde am 23. Juni 1913 bei strömenden Regen eingeweiht. Anlaß war das

1 OOjährige Bestehen des Infanterie-Regiments Nr. 24 in diesem [ahr.Auf dem Denkrnalssockel steht der Fahnenträger von Vionville, der in der Schlacht am 16. August 1870 die Regimentsfahne rettete. Das Denkmal wurde während des Zweiten Weltkrieges demontiert und eingeschmolzen. Postkarte von 1913.

Neuruppin.

Kriegerdenkmal.

62 Der einzige Brunnen in der Stadt stand in der Anlage hinter dem Kriegerdenkmal. Er war aus Keramikteilen zusammengesetzt. Aus der Kugel, auf dem ein Knabe saß, rannen dünne Wasserstrahlen in vier Halbschalen. Leider war dem 1913 aufgestellten Brunnen keine lange Lebensdauer vergönnt. Erzählt wird, daß ihn betrunkene Angehörige der Legion Condor nach ihrer Rückkehr aus Spanien, 1939 zerstörten. Der rechts stehende bärtige Mann war der städtische Aufseher, der eine große ovale Messingplakette an der Brust trug. Mit seinem Stock sammelte er herumliegendes Papier auf, aber vor allem wies er Schul-

kinder zurecht, wenn sie Unfug im Sinn hatten. Foto urn 1925.

63 Die Pläne für die Gartenvilla, das Gärtnerhaus, das Eingangstor und die Umfassungsmauer des Tempelgartens entwarf der in Berlin ansässige Architekt Carl von Diebitsch im maurischen Stil. Es entstand unter Verwendung farbiger Formsteine die reichgegliederte rahmende Architektur in fremdländisch anmutenden Formen, die der Gesarntanlage ihr besonderes Gepräge gibt. Der Architekt war mit den beiden Brüdern Wi1helm und Alexander Gentz befreundet. Postkarte von 1902.

)Yeu-l(uppin

Präsidenten-Str. (Eingang zum Tempelgarien}

64 Der Alterssitz des joharm Christian Gentz, Begrfmder des Farnilienunternehmens, zu dem ein Ladengeschäft, ein Bankgeschäft in Neuruppin sowie große Torfstechereien im Rhinluch, die ihm den Namen "Iorflord' einbrachte, eine Baumschule und das Gut Gentzrode gehörten. Sein Sohn Alexander übernahm nach dem Tode des Vaters das Familieunternehmen. Wirtschaftliche Mißerfolge (der Torf als Brennstoff wurde von der Steinkohle verdrängt), Fehlspeku1ationen und zu hohe Kosten für den Bau des herrschaftlichen Wohnhauses in Gentzrode, führten 1880 zum Konkurs der Firma Gentz. Den Tempelgarten kaufte aus der Kon-

kursmasse die Kreisverwaltung. In die Villa zog 1 91 1 das Zieten-Kreis-Museum ein. Foto urn 1925.

65 Bliek vom Rondell mit den Großfiguren auf den Tempel. Die Neuruppiner Kaufmannsfamilie Gentz erwarb 1853 den Tempelgarten. [ohann Christian Gentz und sein Sohn Alexander wollten den Garten zu einer Erinnerungsstätte an den großen preußischen König Friedrich Il. gestalten. Sie kauften in Dresden acht große Sandsteinfiguren und Putten, die aufLastkähnen nach Neuruppin transportiert wurden. Den Tempel stattere A. Gentz mit Antiquitäten aus. Sein Bruder Wilhelm malte 1 856 für die Decke des Tempels das Gemälde "Iriumpfzug der Aphrodite' (nach Domenichino ), das ein vergoldeter Früchtekranz umrahmte. Bei

der Gartengestaltung ließ er sich von dem berûhmten Berliner Gartenbaudirektor Gustav Meyer beraten. Postkarte um 1910.

66 Die heutige Gestaltung des Tempelgartens geht auf den KaufmannAlexander zurück. Er hatte die Gartengestaltung entworfen und die Auswahl der Bäume, Sträucher, Hecken und Stauden getroffen, darunter auch ausländischeArten, wie den Mammutbaum aus Nordamerika, einer der ersten Bäume dieser Art in Deutschland. Die Sandsteinplastiken sind paarweise ins Blickfeld gesetzt, der Weg zwischen ihnen führt zur Tempelanhöhe. Hinter dem Eingangstor stehen Flora und Bachus, beide von Gottfried Knöffler, am Rondell die beiden Satyrn von Johann Gottlieb Kirchner und im Rondell die Stamen Karl V und

Philipp H.; zwischen den

Holzfeuerkörben haben die Iahreszeiten-Putten Aufstellung gefunden. Postkarte um 1904.

67 ImJahre1732ließ Kronprinz Friedrich von Preußen am Auslauf der nordwestlichen Wallanlage einen Garten anlegen, dem er den Namen Amalthea gab. Die Zierde dieses Gartens war ein Apollotempel, den der Architekt Wenzeslaus von Knobelsdorff für seinen königlichen Herrn erbaute. Das war ein offener Rundtempel mit acht toskanischen Säulen, auf dessen Kuppel eine Apollofigur stand. Nach der Thronbesteigung im Iahre 1 740 verblieb der Garten in der Obhut des Magistrates. Der in den folgenden fünfzig jahren stark beschädigte Apollotempel wurde 1792 als Gartenhaus erneuert. Die Zwischenräume wurden zugemauert, eine Tür,

zwei Fenster und ein Kamin eingebaut. Postkarte um 1930.

68 Gedenkstein für König Friedrich H. im Tempelgarten. Auf der Bronzetafel war zu Iesen: 'Unter dem Schatten dieser Bäume überdachte als Kronprinz Friedrich der Einzige die Pläne welcher er als König zur Ausführung brachte. 1 733.' Auf dem Steinsockel stand eine Sandsteinvase mit dem Reliefporträt des Königs. In der Ziermauer, die den Garten zu den Wallanlagen abgrenzte, befindet sich ein zweites Gartentor.

Das hölzerne Gartentor, die Vase und die Bronzetafel sind nicht mehr vorhanden, einige Putten wurden zerstört. Postkarte von 1906.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek