Neuruppin in alten Ansichten

Neuruppin in alten Ansichten

Auteur
:   Lisa Riedel
Gemeente
:   Neuruppin
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6081-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neuruppin in alten Ansichten'

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69 Außerhalb der Stadtauf dem Weg nach Alt Ruppin - befindet sich der Neuruppiner Stadtpark, der sich von der Alt Ruppiner Allee bis zum Ruppiner See erstreckt. Seinen Ursprung im Iahre 1835 verdankt er einem schönheitsliebenden Garnisonschef, dem Oberst von Wulffen, Begründer und erster Vorsitzender des Verschönerungsvereins, der das sumpfige Gelände aufschütten lieB, Wassergräben zog und einen Teich anlegte. Wegeführung und Bepflanzung beriet er mit den Königlichen Gartendirektor joharm Peter Lenné. Die Bürger nahrnen ihren Park freudig an; beson-

ders beliebt war der Goldfischteich. Postkarte von 1904.

70 Hundertsechzig Iahre sind ein beachtliches Alter, die nicht spurlos am Stadtpark vorbeigingen. Zeitweise schwand das Interesse an

ihm, Zerstörungen traten auf. Besonders in den beiden Weltkriegen fiel die Parkpflege weg. 1925 erfolgte eine große Säuberungsaktion, desgleichen ab 1947, wo zahlreiche Bürger in freiwilligen Arbeitseinsätzen den Stadtpark wieder in Ordnung brachten. Mitte der fünfziger jahre zog ein kleiner Heimattiergarten die Besucher scharenweise an. Nach 1965 begann erneut

der allmähliche Verfall des Stadtparkes, der 1992 ein Ende fand. Seitdem wird die Anlage in ihrer ursprünglichen Gestaltung rekonstru-

iert. Die gärtnerische Gestaltung nahe des Goldfischteiches um 1910. Die Ruhebänke werden durch Weißbuchenhecken geschützt.

71 Nach 1900 entstand zwischen Seedamm, derWuthenower Straße und dem linken Ufer der Lanke, aufWuthenower Flur eine Siedlung mit Ein- und Zweifarnilienhäusem, die 1929 als Kolonie Wuthenow nach Neuruppin eingemeindet wurde. Das Landhaus Susanne, Lindenallee 60, erwarb 1926 der Schriftsteller Dr. Walther Harich aus Mohrungen. Es hatte einen direkten Zugang zum Ufer der Lanke. Foto um 1930.

72 Der Schriftsteller Dr. Walther Harich mit seiner FrauAnne Lise und den beiden Kindern Wolfgang und Gisela auf dem Bootssteg an der Lanke. Walther Harich, der Germanistik und Philosophie studiert hatte, beschäftigte sich zunächst mit den Biographien von E.T.A. Hofmann und Jean Paul, später veröffentlichte er Romane. Für seinen letzten Roman 'Primaner' erhielt er Anregungen durch den Selbstmord eines Schülers am hiesigen Gymnasium. Der Roman stieß in Neuruppin auf heftige Ablelmung. Der Schriftsteller starb überraschend am 14. Dezember 193 1 in seinem Heim. Foto um 1930.

73 Im Iahre 1921 entstand an der Südseite des Ruppiner Sees die Freiland-Siedlung Gildenhall, deren Gründer der Berliner Banmeister Georg Heyer war. In den folgenden [ahren fanden sich Künstler und Handwerker zu einer schöpferischen Arbeits- und Lebensgemeinschaft zusammen, die von Ideen des Staatlichen Bauhauses getragen wurde. Ihre gemeinsame Arbeit am Bau, für die Wohnungseinrichtung und für die Gebrauchsdinge des täglichen Lebens hatte eine harmonische Gestaltung der Umwelt und der Wohnkultur zum Ziel. Die fmanziellen Schwierigkeiten während der Aufbauphase (Inflation) festigte das Zusammengehörigkeits-

gefühl der Gildenhaller. Es entwickelte sich ein vielseinges kulturelles Leben, das auch auf die Kreisstadt Neuruppin ausstrahlte, Luftaufnahme um 1930.

74 Freilandsiedlung Gildenhall- Bliek in den Wohnhof. Als erstes baute der Siedlungsbegründer 192 1 die beiden rohrgedeckten Fachwerkhäuser. Ihnen folgten 1922/23 vier Reihenhäuser, die einen Wohnhof bildeten. Siedlungsarchitekt Max Eckardt entwarf die zweigeschossigen Häuser der rechten Seite. Für die im Vordergrund beginnenden beiden Reihenhäuserzeilen entwarf 1925 der Weimarer Architekt AdolfMeyer die Pläne. Postkarte von 1928.

75 Freilandsiedlung Gildenhall. Das im Vordergrund stehende Ensemble war 1924 für vier Werkstattmeister von Max Eckardt entworfen worden. Die Reihenhäuser an der Gildenhaller Allee schloß die Ausdehnung der Siedlung nach Osten ab. Sie wurden 1927 bis 1930 von dem neuen Siedlungsarchitekten Dipl. Ing. Heinrich Westphal erbaut.

1929 endete das hoffnungsvolle Experiment der Siedlungsgemeinschaft Gildenhall. Den Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise hatte sie nichts entgegenzusetzen. Nach und nach verließen die Meister Gildenhall. Postkarte von 1929.

76 Freilandsiedlung Gildenhall. Das Ausstellungsund Bürogebäude der Siedlungsgemeinschaft entstand 1925 im 'Kurort Herrnsdorf' , südlich von der Hauptsiedlung, wo seit 1923 mehrere Werkstätten und Kleinwohnungshäuser erbaut worden waren. Den Entwurf für das moderne Gebäude schuf der Architekt AdolfMeyer. Es war das erste Haus das in Neuruppin mit einem Flachdach gebaut wurde. Im Erdgeschoß befanden sich die Ausstellungsräume der 'Haus und Hausrat Gildenhall GmbH', die auch in BerlinAusstellungs- und Verkaufsräume hatte. Postkarte von 1926.

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