Neusäß in alten Ansichten

Neusäß in alten Ansichten

Auteur
:   Kilian Bartikowski
Gemeente
:   Neusäß
Provincie
:  
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6751-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neusäß in alten Ansichten'

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Schlipsheim

Dass Schlipsheim wegen seiner landschaftlichen Schönheit auch ein beliebter Ausflugsort war, davon zeugt nicht nur der Blick vom Schmuttertal auf die Ortschaft, wie im oberen Nebenbild auf dieser Postkarte von 1907, sondern auch die Worte ihres Absenders:

'Liebcr Onkel x Tante! Soeben eine Radtour nach hier gemacht über Oberhausen, Lohwald, Ottmarshausen, Hainhafen, Schlipsheim. Jetzt wird noch Fischfutter im Gemeindeweiher geholt, dann geht's weiter. Herzl. Gruß Euer dankbarer Jakob B.'

Die jüdischen Gemeinden von Schlipsheim und Steppach

Die Gemeinden Schlipsheim und Steppach besaßen bis weit in das 19. Jahrhundert eine große jüdische Bevölkerung.

Nachdem sich in Augsburg etwa in der Mitte des 13.Jahrhunderts nach der Pestepidemie der Judenhass das erste Mal ins Absurde steigerte und es auch zu Pogromen kam, wurde den Augsburger [uden etwa hundertjahre später aus ökonomischen Konkurrenzängsten das Bleiberecht in der Stadt endgültig entzogen. So dass die zahlenmäßig starken jüdischen Gemeinden im westlichen Umland von Augsburg möglicherweise eine Folge dieser Austreibung waren. Die jüdischen Gemeinden Schlipsheim und Steppach unterstanden vom 17. Jahrhundert bis zu deren Ende der Markgrafschaft Burgau.

Baudenkmäler die an das Zusammenleben aus dieser Zeit erinnern, sind die Schlipsheimer und Steppacher Judenhäuser. Bei diesen Bauten handelte es sich um Gebäude, die in den Quellen des 19. Jahrhunderts als Kommunhäuser bezeichnet werden. Ein Haus war im Besitz mehrer Bewohner. Bis zum beginnenden 19. Jahrhundert lebten die Schlipsheimer und Steppacher [uden in solchen Kommunhäusern. Die ortsansässige Herrschaft erlaubte nicht den Bau von neuenAnwesen, so dass diese Häuser, als die Anzahl der Bewohner anwuchs, oft überfüllt waren. Erst in der Periode der Emanzipation wurde diese Bestimmung aufgehoben und die Steppacher und Schlipsheimer [uden konnten sich neue Häuser bauen. Die sich entwickelnden Großstädte waren aber für die traditionell gewerbe- und handeltreibenden [uden attraktiver. So wanderte ab den 1860er [ahren die jüdische Bevölkerung von Schlipsheim und Steppach in die sich entwickelnden Metropolen ab. Bereits ab 1885 gab es nur noch 9 von ehemals etwa 200 [uden - somit nicht mehr genügend Mitglieder um den Sabbat in Steppach zu zelebrieren.

Alte Bauernhöfe in Steppach

Steppach war mit 581 Bewohnern um die Jahrhundertwende die größte der acht Gemeinden im heutigen Neusäß. Diese Aufnahme gewährt einen Blick auf den alten dreieckigen Ortskern, der vor allem von stattlichen Bauernhöfen geprägt war.

Einer der ältesten Höfe Steppachs ist der hier abgebildete 'Stoffelbauernhof" . Die Höfe standen zumeist aufbeiden Seiten der heutigen 'Alten Reichsstraße' . Der Stoffelbauernhof war in der Kreppenstraße zu finden, bis das Gebäude 1998 abgerissen wurde. Der sich in der mündlichen Tradition erhaltene Name des Bauernhofes gibt uns Aufschluss darüber, dass die Besitzer des Bauernhofes traditionellerweise wohl den Vornamen 'Christoph' trugen.

Erste Tankstelle in Steppach

Bereits während der Weimarer Republik nahm die Motorisierung zu und damit auch der Bedarf an Benzin, Benzol, Spezialölen und Asphalt für den Straßenbau. Um 1930 lieferten in der Republik rund 40.000 Tankstellen Benzin. 1934 stand die erste Tankstelle in Steppach. Tankstellen waren damals noch eigenständige Betriebe, die von mehreren Kraftstofflieferanten beliefert wurden. Auf der Fotografie ist zu erkennen, dass die Tankstelle sowohl von der 'Benzol Verkaufvereinigung Aral' als auch von dem Hydrierwerk Leuna, das für die 1. G. Farben synthetisches Benzin herstellte, bezog. Der Name des eigentlichen Inhabers, Andreas Mayer, ist auf dieser Aufnahme leider nur bedingt lesbar, da er von einer Säule verdeckt wird.

Bismarckturm

Als Ausdruck heute schwer vorstellbarer nationaler Mythisierung und als Glorifizierung eines einzigen Politikers entstand um die Jahrhundertwende das Projekt der Bismarcktürme. Bismarcktürme gab es auf vier Kontinenten (Australien, Südarnerika, Afrika und Europa) und auf den Inselgruppen des Pazifischen Ozeans. 1 70 dieser Türme von ehemals 238 stehen heute noch in Deutschland, Österreich, Frankreich, Tschechien, Russland, Polen und Chile. Die Türme sollten ein Staaten umfassendes Netz bilden und alle mit einer Feuerschale bestückt werden, so dass man vom Ausblick eines jeden Turmes den nächstgelegenen Bau dieser Art erkennen sollte. Auf den folgenden Aufnahmen ist der Steppacher Bismarckturm zu sehen.

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