Neusäß in alten Ansichten

Neusäß in alten Ansichten

Auteur
:   Kilian Bartikowski
Gemeente
:   Neusäß
Provincie
:  
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6751-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neusäß in alten Ansichten'

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AucosaURC

Die Steppacher Bismarcksäule ist aus württembergischem Tuffstein gebaut und 20,5 m hoch. Angehörige verschiedener studentischer Verbindungen regten ihren Bau am 27. Februar 1901 an. Zu ihrer Aufstellung wurde dann das 'Komitee für die Errichtung einer Bismarcksäule bei Augsburg' unter Vorsitz von Bürgermeister Gentner aus Augsburg gebildet. Der von der deutschen Studentenschaft preisgekrönte Entwurf 'Götterdämmerung' des damaligen Stararchitekten Wilhelm Kreis fand bei dem Komitee den meisten Anklang. Als Bauplatz wählte man wegen seines in der Gegend einzigartigen Ausblicks den Steppacher Berg. Den Steppacher Turm bauten die Augsburger Baufirmen Krauß & Dürr, die Steinmetzarbeiten erledigte der Augsburger Steinmetzmeister Schülein. Auf der Feuersäule befand sich die Feuerschale und vor dem Turm haben seine Baumeister ein Feuerbecken angebracht. Der 4. August 1901 war der Tag der Grundsteinlegung und am 3. September 1905 weihte man das Gebäude ein. Die Gesamtkosten für den Bau beliefen sich auf ca. 50.000 Mark. Nachdem Zweiten Weltkrieg war das Gebäude für längere Zeit verschlossen. Der Turm wurde von 1981-83 durch den Erholungsgebietsverein Augsburg (EVA) und die Gemeinde Neusäß saniert und am 26.03.1983 neu eröffnet. Er ist heute Besuchern wieder zugänglich. Auf der vorausgehenden Seite ist die offizielle Postkarte des 'Kornitees für die Errichtung einer Bismarcksäule bei Augsburg' zu sehen. Sie wurde von den Teilnehmern der Feier zur Grundsteinlegung versandt. Der Zeichner hat hier die besondere Aussicht vom Steppacher Berg betont. Auf den Zeichnungen unten, die aus demjahre 1905 stammen, ist das heute nicht mehr vorhandene Feuerbecken vor der Säule, die Feuerschale auf dem Turm und das im Osten angebrachte Relief des Reichsadlers sichtbar. Die undatierte Fotographie zeigt, dass der Turm damals ein beliebtes Ausflugsziel der Augsburger Bürger und der Bewohner umliegender Ortschaften war.

Bismarckturm b. Augsbllrg

Westheim Panorama

Westheim war im Iahre 1905 mit 479 Bewohnern die zweitgrößte Gemeinde vom heutigen N eusäß. Der Ort hatte bereits seit 1911 eine elektrische Straßenbeleuchtung, die in den [ahren 1929 und 1931 erweitert wurde. Alt Neusäß verfügte dagegen erst seit 1928 über eine Straßenbeleuchtung mit zunächst sechs Brennstellen. Wie auf dieser Karte aus dem [ahr 1905 zu erkennen ist, besaß der Ort auch einen nicht klein zu nennenden Bahnhof Das 1853/54 gebaute Gebäude war eine Station auf der bedeutenden EisenbahnstreckeAugsburg-Ulm, die durch ihren zweigleisigenAusbau 1892 noch erheblich verbessert wurde. Der Postkartenzeichner hat auf dieser Karte neben der heute noch existierenden Gärtnerei Reuss für Zierpflanzen, vor allem zwei Motive gewählt, die mit der guten Verkehrsanbindung im engen Zusammenhang standen und die um die Jahrhundertwende entscheidend die Silhouette des Ortes prägten: einmal die Wallfahrtskirche mit Restauration auf dem Gipfel des Kobelhanges und des Weiteren die weitflächige Bebauung des Hanges mit großzügig angelegten Wohngebäuden.

Bahnhofsrestauration

Wie das Restaurant des Westheimer Bahnhofs leicht erkennen lässt, war diese Station eindeutig für einen regen Personenverkehr ausgelegt. Die Kobelwallfahrer und später auch die Ausflügler aus Augsburg prägten entscheidend diesen Teil des Schmuttertals.

Babuhofrestauration

Beatteer 'Valentin Färber

Der Kabelberg: ein Ort zwischen Wallfahrtskirche und Restauration mit idyllischer Aussicht

Karl Langenmantel, der Westheimer Grundherr, ließ auf dem Kabelberg einen Platz roden und errichtete dort 1602 eine Reproduktion der Santa Casa von Loreta, nachdem er von Wolfgang Paller, dem evangelischen Grundherrn des Schlosses Hainhafen, als Schenkung die Loretto-Madonna erhalten hatte. Für diese geschnitzte Mariendarstellung ließ bereits Anton Fugger eine Kapelle in Hainhafen errichten.

Der Kabelberg ist wegen dieses Schnitzwerkes nicht nur zu einem bedeutenden Wallfahrtsort geworden, sondern er war wegen seiner schönen Lage und des guten Ausblicks schon früh ein traditionelles Ausflugsziel. Dies belegt bereits eine Darstellung des Augsburger Künstlers [ohann Michael Frey aus dem Beginn des 19. [ahrhunderts. Der Maler stellte auf einer seiner Radierungen schon einen Wirtsausschank dar.

Im [ahre 1899 kaufte der Augsburger Architekt Walter Krauß die alte Gaststätte auf und ließ dort neben einem großen Biergarten auch einen Aussichtsturm errichten. Diese imposante Wirtschaft, die das sakrale Gebäude an Ausmaßen übertraf, wurde mit dem sich immer weiter säkularisierenden Alltag um die Jahrhundertwende auch zur eigentlichen Hauptatraktion. Postkarten, die aus dieser Zeit überliefert sind, zeugen von diesem wechselhaften Verhältnis von Wallfahrtsort undAusflugsziel. Auf der Gnadenbildkarte, die den Poststempel von 192 3 trägt, ist der Hochaltar mit der Marienfigur mit Kind, über der Gottvater schwebt, dargestellt.

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Wallfahrtskreuz auf dem Kobel

Eine religiöse Wiederbelebung erfuhr die Kobelwallfahrt mit der Errichtung eines Wallfahrtskreuzes, das von Augsburg aus sichtbar sein sollte und auch als ein religiöses Pendant zum kirchenkämpferischen Namensgeber der Steppacher Säule diente. Vom Kobelbenefiziat Pater Peter Grüner wurde dieses Kreuz bereits im [ahre 191 1 geplant, der seine Idee aber wegen seiner Versetzung als Subdirektor eines bischöflichen Konvikts nach Luxemburg und aus finanziellen Gründen nicht umsetzen konnte. 192 6 griff Waldemar Hoffmann das Projekt wieder auf. Etwa 5 [ahre später konnte ein 18 Meter hohes Metallkreuz auf dem Berg errichtet werden. Zuerst war ein iro-keltisches Steinkreuz geplant, das aber nicht in naher Zukunft zu finanzieren war und die Erfüllung des Projekts in allzu weite Ferne gerückt hätte.

Die untere linke Aufnahme zeugt davon, wie belebend sich die Aufrichtung des weit sichtbaren Kreuzes für die Wallfahrt zum Kobel auswirkte.

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