Neustadt in Holstein in alten Ansichten Band 2

Neustadt in Holstein in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Hugo Koch
Gemeente
:   Neustadt in Holstein
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3418-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neustadt in Holstein in alten Ansichten Band 2'

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19. Für den Schleswig- Holsteinischen Landensverband für Heimatschutz fotografierte J. Petersen aus Kiel für die Serie XIII der Heimatschutz-Postkarten auch dieses Foto der 'Aalkate' am Neustädter Hafen, Ecke Grüner Gang. Das Gebäude wurde nach 1755 errichtet. 1772 bewohnte es der Schiffer Jochim Sandberg.

20. Während 1863 in Neustadt 24 Schiffe größerer und kleineter Bauart beheimatet waren, zählte man 1890 nur noch 6, 1906 hingegen 9 Segel- und 2 Dampfschiffe, außerdem waren 84 Fischerboote eingetragen, 5 Schiffer hier 'domiziliert'.

21. Den größeren Teil des Schiffsverkehrs führten auswärtige Reeder durch. 1906 waren 268 Schiffe eingelaufen und brachten Steinkohlen, Holz, Mauersteine, Futtermittel, Stückgüter; zur Ausfuhr kam vorzugsweise Getreide, aber auch Soda und Seife aus der Fabrik Höhne, Oldenburger Straße. 1912 betrug die Einfuhr rund 30 000 Tonnen sowie 17 125 Festmeter Holz, die Ausfuhr 11 700 Tonnen.

22. Der Hafen erhielt durch Vertiefung des Fahrwassers sowie Anlage und Verlängerung der Bollwerke laufend Verbesserungen. 1866 war durch Stadt- und Bahnverwaltung (beim Bau der Ostholsteinischen Eisenbahn Neumünster-Neustadt) das Bollwerk um 78 m verlängert, 1903 (wie beim Vergleich der Abbildungen 22 und 23 ersichtlich) um weitere 63 m.

23. Die Holzsegler brachten aus Schweden und Finnland geschnittenes Holz, jedes Holzschiff etwa 1 000 bis 1 500 cbm. Vor dem Ersten Weltkrieg wurden jährlich etwa 25 000 cbm eingeführt. Das Löschen geschah zum Teil aus den Bugluken heraus ins Wasser, wobei man das Holz zu Flößen zusammenschlug und zu den Holzlagern schiffte.

24. Auf diesem Foto von 1893 sehen wir auf der jenseitigen Hafenseite dort, wo heute die GlückskleeFabrik steht (vergleiche Foto 56) ein 1846 erbautes Wohnhaus. Daneben der Schornstein und das Holzlager der Firma Janus. Der Schornstein links von der Hospitalkirche gehört zur Schmirgelfabrik in der Bahnhofstraße (Lienau, dann Aschenbrenner , später Holzhandlung Dittmer, heute LHG).

NEUSTADT (Ostholstein)

Hafenpartle

25. Nachdem an der Schiffbrücke am 17. und 18. Juni 1908 die Gebäude der Firma J.H. Petersen abbrannten, wurde auf der gegenüberliegenden Hafenseite auf dem Gelände der ehemaligen Salzkocherei Geerts (errichtet 1847) der neue Getreidesilo erbaut. Dort hatte J .H. Petersen zuvor schon einen Kohlenschuppen errichtet (1978 abgebrochen und durch Düngermittelhalle ersetzt). Durch eine Vereinbarung von 1907 gab Petersen den seit 1880 betriebenen Ho1zhandel auf und der Nachbar CiF, Janus verzichtete auf den Brennstoffhandel im Neustädter Raum.

26. Seitdem Menschen hier wohnen, wird sie die Nähe des Wassers zum Schiffbau angeregt haben. Neustädter Werften haben auch für auswärtige Rechnung viele große und kleine Holzschiffe erbaut. Die Abbildung zeigt die Tomoesche Werft am Ende der Werftstraße auf der früher sogenannten Predigerkoppel. Links oben im Bild zeigt sich das Dach der Ziegelei am Wieksberg.

27. Neue Ansätze zur Belegung des Schiffbaues machten nach dem Ersten Weltkrieg die Brüder Klahn mit der 'Wagria-Werft' an der Werftstraße. Dort lief 1922 als größtes Schiff mit 342 BRT der Dreimastschoner 'Elbnixe' vom Stapel (siehe Bild). Auch eiserne Schiffe wurden gebaut. Die Nachfolgefirma 'Neustädter Slip' lieferte 1927 die stählernen Viermastschoner 'Flottbek' und 'Lübeck' mit je 320 BRT ab. - Die große Werfthalle wurde 1937 von der Marine übernommen.

28. Das Hospital zum Heiligen Geist wurde 1344 vor dem Brücktor durch Bürgerschaft und Rat der Stadt gegründet, um kranken und armen Pilgern auf dem Weg zum Kloster Cismar hier Herberge zu bieten. Bald schon wurde es aber zum Altersheim für bedürftige Neustädter Bürger umgewandelt. Die Kapelle, ursprünglich aus Lehmwänden, seit 1408 gemauert, wurde nach Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg 1636 erneuert. Die Wohnungen sind 1853 durch Kaufmann Jacob Lienau erneuert und 1978 mit Hilfe großzügiger Spenden modernisiert.

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