Neustadt in Holstein in alten Ansichten Band 2

Neustadt in Holstein in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Hugo Koch
Gemeente
:   Neustadt in Holstein
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3418-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neustadt in Holstein in alten Ansichten Band 2'

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29. Die 1893 gegründete 'Anstalt' (siehe Bild 16) erhielt 1905 oben angeführten Namen, 1914 die Bezeichnung 'Provinzial- Heil- und Pflegeanstalt' . Zu diesem Zeitpunkt war die Bettenzahl auf 1 100 kontinuierlich angestiegen. Von dem vorbeiführenden Gleis der Kreis Oldenburger Eisenbahn (KOE, 1801 eröffnet) war schon beim Bau der Zuckerfabrik ein Schienenstrang abgezweigt, der weiterhin für den Kohlentransport zum Kraftwerk diente.

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30. Nach langjährigen Planungen (seit 1845) wurde 1866 die 'Ostholsteinische Eisenbahn' von Neumünster nach Neustadt eröffnet. Eine am Bahnhof dabei errichtete 'überdachte Perronhalle' war schon 1887 wieder abgebrochen. Reste der Ausfahrtsöffnungen sieht man noch auf dem Bild. Ab 1881 konnte man mit der 'KOE' weiter in Richtung Oldenburg fahren. Erst 1928 war durch die 'Bäderbahn' ein direkter Anschluß nach Lübeck möglich. Die Strecke nach Eutin wurde am 23. Mai 1982 stillgelegt und dann abgebaut.

31. Fahrrad, Motorrad und Auto hielten auch in Neustadt Einzug. Hier wird an der Marktecke Kremper Straße das neue Fahrzeug bestaunt; ein De-Dion-Bouton, der ab 1901/02 gebaut wurde mit einem stehenden 1-Zylinder-Heckmotor von 3,5 PS Leistung bei 1 500 Umdrehungen pro Minute.

32. Während im ganzen Mittelalter die Einwohner sich im Ackerbau, Fischfang, Handwerk und Handel ihr täglich Brot verdienten, treten im 19. Jahrhundert industrielle Tätigkeiten hinzu. Die Topographie von Schröder-Biematzki verzeichnete 1856 in Neustadt 'an Fabriken': '1 Seifensiederei mit Lichtgießerei, 1 Essigbrauerei, 4 Lohgerbereien, 1 Tuchmacherei und Wollspinnerei, 1 Tabacks- und Cigarrenfabrik, 1 Eisengießerei, 1 Salzsiederei, 1 Wattefabrik, 2 Wagenfabriken, 1 Lackfabrik, 1 Kalk-Brennerei, 2 Ziegeleien, 1 Fabrik von Baumwollen-Zeugen und 1 Liquerfabrik.' Die Aufnahme aus dem Zeitraum 1874/1878 zeigt den Chef und die Mitarbeiter der 1846 gegründeten "Tabakfabrik mit Dampfbetrieb H.F. Meyer'.

33. Die Topographie von Oldekop führt 1908 nur kurz auf: 'Seifen- und Sodafabrik, Schrnirgelfabrik, Holzsägewerk, Spunderei, 2 Meiereien, Wind- und Gangmühle, 4 Bootbauereien, alle Gewerbe und Handwerker vertreten.' Firma H.F. Meyer hatte sich inzwischen zur 'Maschinenfabrik' umgewandelt, deren Mitarbeiter sich mit einigen Zuschauern, wie oben ersichtlich, fotografieren ließen.

34. Von den ehemaligen drei Stadttoren hat sich nur das Kremper Tor erhalten. Ein 1898 eingereichtes Gesuch von 214 Bürgern, das Tor abzureißen, da es den Verkehr behinderte, wurde abgelehnt. Das Foto zeigt den Zustand von 1901. Der Giebel der 'Feldseite' ähnelt dem des Altarraumes der Stadtkirche. Ob das Tor jemals vorher einen Treppengiebel besaß, ist nicht nachzuweisen, da es keine älteren Bauzeichnungen gibt.

Neustadt i. Holst.

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Krempef Stra6e und Tor

35. Nach den 1905 vom Landeskonservator Prof. Dr. Richard Haupt aufgestellten Plänen wurde das Kremper Tor 1907 durch den Neustädter Baumeister Hugo Prüß renoviert. Im Tor und einem Anbau ist 1908 ein Kreismuseum eingerichtet und schon 1913 baulich erweitert worden. - Rechts steht das 'Lienaustift', das Robert Lienau 1910 der Stadt schenkte. (Siehe Text Bild 5.)

36. Ungeachtet der 1898 gemachten Bedenken und trotz starker Zunahme des Straßenverkehrs ließ sich dieser in beiden Fahrtrichtungen, also ohne Einbahnstraße, bis in die ersten Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg abwickeln. Eine um die Jahrhundertwende vorgenommene neue Steinpflasterung der Kremper Straße, Brückstraße und diagonal über den Marktplatz erleichterte das Befahren.

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Ostseebad Neustadt i. Holst. - Vor dem Krernpertor

37. In den meisten der übrigen Straßenzügen mußte ein einfaches Kopfsteinpflaster noch lange Jahrzehnte genügen. Robert Lienau forderte in einer kritischen Schrift 'Mehr Licht' zur Jahreswende 1901/02 auch: 'Umpflasterung der wichtigsten Straßen, Erweiterung des Trottoirs.'

38. 'Hotel Germania' präsentiert sich hier in schlichtem Backstein mit einem schönen geschwungenen Giebel. - Das Fahrrad ist inzwischen zu einem beliebten Fortbewegungsmittel geworden.

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