Neuwied am Rhein als die Stadt noch keinen Deich hatte

Neuwied am Rhein als die Stadt noch keinen Deich hatte

Auteur
:   Dieter Ziegelmeier
Gemeente
:   Neuwied am Rhein als die Stadt noch keinen Deich hatte
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6371-2
Pagina's
:   124
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neuwied am Rhein als die Stadt noch keinen Deich hatte'

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Ferner wurde denen, die dem herrschenden reformierten Bekenntnis nicht zugehörten, freie Ausübung ihrer Religion innerhalb ihrer Häuser gestattet.

Im jahre 1670 wurde der Grundstein zu einer reformierten Kirche gelegt. Als Im Iahre 1673 Ludwig XIV von Frankreich Holland mit Krieg überzog und die kaiserlichen Kriegsvölker dem bedrohten Land zu Hilfe eilten, war das Neuwieder Becken ein Kriegsplatz.

Bald waren es Franzosen, bald Deutsche, die die junge Stadt brandschatzten; befand sich hier doch auch eine Schiffsbrücke der Franzosen über den Rhein. Trotzdem wuchs Neuwied fortwährend, und derWiderruf des Ediktes von N antes 1685, welcher viele fleißige evangelische Untertanen aus Frankreich vertrieb, brachte der Stadt neuen Zuzug.

Am 21. Dezember 1687 wurde die reformierte Kirche eingeweiht.

Damals gab es in Neuwied fünfStraßen mit 130 Wohnhäusern.

Im Frühjahr des [ahres 1694 fielen die Franzosen, aus dem Trierer Raum kommend, nachts in Neuwied ein, plünderten und zündeten Häuser an, schleppten auch, da Graf Friedrich ihnen entkam, drei angesehene Bürger mit, hielten sie 22 Monate in Gefangenschaft und ließen sie erst gegen ein Lösegeld von 2 500Talern wieder frei.

Den größten Aufschwung hat N euwied unter der Regierung des Grafen Alexander, geboren 1706, zu verzeichnen. Er nahm im [ahre 1750 die Herrnhuter auf, die sich verpflichteren, jährlich ein neues Haus zu bauen.

Im Westen der Stadt errichtete Graf Alexander eine Anzahl kleinerer Gebäude, die Husarenkaserne. Ferner ließ er Häuser bauen und durch eine Lotterie verloßen. An der Ostseite entstand ein neuer Stadtteil, den man 'vor Neuwied' nannte, und der durch den Luisenplatz von der Altstadt getrennt war.

Neuwied um 1828

In die RegierungszeitAlexanders fällt auch die Gründung Monrepos und Nodhausen.

Im [ahre 1743 errichtete er die erste 'fliegende Brücke' bei Neuwied über den Rhein.

Im Iahre 1784 hatte der tatkräftige Mann die Genugtuung, in den erblichen Reichsfürstenstand erhoben zu werden. Neuwied stand in dieser Zeit in hoher Blüte, aber bald sollte dasVerhängnis über die auflebende Stadt hereinbrechen.

Viele Emigranten, durch die französische Revolution aus ihrer Heimat vertrieben, ließen sich in Neuwied nieder und bildeten hier ein berittenes Corps von 800 Edelleuten mit zahlreichen Bedienten, sodaß die Stadt einem Heerlager glich.Als diese dann irn Iahre 1792, vereint mit den preußischen Truppen, gegen Frankreich zogen, kam für Neuwied eine Ruhepause.

Diese dauerte jedoch nur kurze Zeit, denn die siegreichen französischen Truppen verlegten 1794 den Kriegsschauplatz an den Rhein.

Im Neuwieder Becken standen sich die feindlichen Heere gegenüber und wiederholt wurde bei und in Neuwied auf das hartnäckigste gekämpft.

Als der berüchtigte Rheinbund unter dem Protektorat Napoleons gegründet wurde (1806), traten die Fûrsten von Wied diesem nicht bei. Neuwied befand sich damals in

trauriger Lage; Handel und Gewerbe waren gänzlich zusammengebrochen.

Auch die folgende Zeit brachte für Neuwied noch keine Besserung. Während der Napoleonischen Kriege (18061813) litt die Stadt beständig durch die fortwährenden Truppendurchmärsche mit ihren Anforderungen.

Erst die Schlacht bei Leipzig (1813) und dann die bei Waterloo (1815) brachten auch hier eine andauernde Wende zum Besseren.

Neuwied um 1840

Durch Beschluß des Wiener Kongresses kam das Wied'sche Land unter preußische Herrschaft.

Neuwied wurde Sitz derVerwaltung des Kreises Neuwied; es zählte damals (1817) 4363 Seelen.

Die Sturmjahre 1848 und 1849 gingen für Neuwied ohne besondere Störung vorüber; auch nahm die Entwicklung der Stadt stetig zu.

Im Iahre 1849 entsagte Fürst Hermann zu Wied dem größten Teil seiner Vorrechte zu Gunsten der Könige von Preußen, und infolgedessen wurde aus dem Fürstlich Wiedischen Gerichtsamt ein Königliches Kreisgericht gebildet. Das neue Gerichtsgebäude in der Hermannstraße wurde im jahre 1856 eingeweiht.

Im [ahre 1870/71 diente Neuwied zur Formierung von Ersatzbataillonen, auch befanden sich hier Lazarette.

Im Oktober des Iahres 1876 brannte die lutherische Kirche bis auf die Grundmauern nieder.

1882 erreichte der Rhein den höchsten Wasserstand des Iahrhunderts; die ganze Stadt stand, mitAusnahme des östlich von der Hermannstraße gelegenen Teiles, einige Tage unter Wasser. Fast die gleiche Höhe erreichte das Hochwasser Ende Dezember 1919. Durch die nicht minder große

Wassernot im November 1924 hat die Stadt ebenfalls schwer gelitten.

Das für die weitere Entwicklung der Stadt Neuwied bedeutendste Ereignis fand im Iahre 1904 statt, indem nach langwierigen Verhandlungen die benachbarte Dorfgemeinde Heddesdorf in die Stadt Neuwied eingemeindet wurde, wodurch ein lang gehegterWunsch vieler Neuwieder endlich in Erfüllung ging und die Einwohnerzahl der Stadt sich von 11 000 auf 18 000 erhöhte.

Nach der Junizählung 1925 hat Neuwied 20 500 Seelen.

Von hohen Bergen fließet

das Flüßchen Wied zum Rhein, an dessen Ufer sprießet

ein Fürstenhaus so fein.

Aus altem Heldenstamme

mit Schlechtem nie in Kauf, drum schlägt auch edle Flamme aus Stamm undWurzeln auf.

1 Das Hochwasser hält Einzug (1925)

Diese Kunde mag unsere Stadt wohl durcheilt haben, als wieder einmal- und dies geschah häufig in der Nacht - die Wasserfluten einfielen und alles verschlangen, was nicht in wahrer Vorausahnung rechtzeitig in Sicherheit geschafft wurde. Dem geneigten Betrachter mag es nicht schwer fallen, auf dieser äußerst raren Luftbildaufnahme die Schloß-, Mittel- und Marktstraße auszumachen,

2 Das Rheinufer (1882)

Das schlimmste Hochwasser des Iahrhunderts sei es gewese, überliefert der Volksmund. Handel und Gewerbe waren völlig zusammengebrochen und alles Hab und Gut rettungslos den Fluten zum Opfer gefallen, hatte man es nicht beizeiten in ungefàhrdete Regionen verlagert oder gar in die oberen Hausetagen gerettet. Auf der zeitgenössischen Ansichtskarte erkermt man links einen Seitenf1ügel des Residenzschlosses (1745-1752) sowie in der Bildmitte das Hotel 'Zum wilden Manri', das am 13. januar 1977 abgerissen wurde.

Hochwas er :euwicd 1 ~2.

Bbeinuïer.

3 Das Rheinufer (1918)

Erinnern wir uns daran, daß der städtische Verschönerungsverein 1875 die Rheinuferstraße zur Rheinpromenade umgestaltete. Das Teilstück von der Schloßstraße bis oberhalb der Pfarrstraße wurde mit holländischen Linden bepflanzt und später als Nußund Kastanienallee hinter dem 'alten Hafen'längs den Bootshäusern fortgeführt. Auf dieser Hochwasseransicht sieht man links im Wasser liegend die Anlegebrücke der Niederländer Dampfschiffahrt, rechts daneben das Agenturgebäude.

4 Das Rheinufer (1920)

Selbst bei steigendem Wasser im gesamten Bereich der Rheinpromenade hat auf dieser Ansicht ein Dampfschiff an der Anlegestelle von Weber & Melsbach damaliger Inhaber war Herr Karl Lay - festgemacht. In der Bildmitte kann man das 'Pissoirhàuschen' erkennen und dahinter liegt die Fähre Neuwied Ir; ganz rechts im Bild das Agenturhäuschen der Niederländer Dampfschiffahrtgesellschaft.

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