Neuwied am Rhein in alten Ansichten

Neuwied am Rhein in alten Ansichten

Auteur
:   Dieter Ziegelmeier
Gemeente
:   Neuwied am Rhein
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2905-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neuwied am Rhein in alten Ansichten'

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In die Regierungszeit Alexanders fällt auch die Gründung von Monrepos und Nodhausen.

Im Jahre 1743 errichtete er die erste 'fliegende Brücke' bei Neuwied über den Rhein.

Im Jahre 1784 hatte der tatkräftige Mann die Genugtuung, in den erblichen Reichsfürstenstand erhoben zu werden.

Neuwied stand in dieser Zeit in hoher Blüte, aber bald sollte das Verhängnis über die auflebende Stadt hereinbrechen.

Viele Emigranten, durch die französische Revolution aus ihrer Heimat vertrieben, ließen sich in Neuwied nieder und bildeten hier ein berittenes Corps von 800 Edelleuten mit zahlreichen Bedienten, sodaß die Stadt einem Heerlager glich.

Als diese dann im Jahre 1792, vereint mit den preußischen Truppen, gegen Frankreich zogen, kam für Neuwied eine Ruhepause.

Diese dauerte jedoch nur kurze Zeit, denn die siegreichen französischen Truppen verlegten 1794 den Kriegsschauplatz an den Rhein.

Im Neuwieder Becken standen sich die feindlichen Heere gegenüber und wiederholt wurde bei und in Neuwied auf das hartnäckigste gekämpft.

Als der berüchtigte Rheinbund unter dem Protektorat Napoleons gegründet wurde (1806), traten die Fürsten von Wied diesem nicht bei. Neuwied befand sich damals in trauriger Lage; Handel und Gewerbe waren gänzlich zusammengebrochen.

Auch die folgende Zeit brachte für Neuwied noch keine Besserung. Während der Napoleonischen Kriege (1806-1813) litt die Stadt beständig durch die fortwährenden Truppendurchmärsche mit ihren Anforderungen.

Erst die Schlacht bei Leipzig (1813) und dann die bei Waterloo (1815) brachten auch hier eine andauernde Wende zum Besseren.

Neuwied um 1840

Durch Beschluß des Wiener Kongresses kam das Wied 'sehe Land unter preußische Herrschaft. Neuwied wurde Sitz der Verwaltung des Kreises Neuwied; es zählte damals (1817) 4 363 Seelen.

Die Sturmjahre 1848 und 1849 gingen für Neuwied ohne besondere Störung vorüber; auch nahm die Entwicklung der Stadt stetig zu.

Im Jahre 1849 entsagte Fürst Hermann zu Wied dem größten Teil seiner Vorrechte zu Gunsten der Könige von Preußen, und infolgedessen wurde aus dem Fürstlich Wiedisehen Gerichtsamt ein Königliches Kreisgericht gebildet.

Das neue Gerichtsgebäude in der Hermannstraße wurde im Jahre 1856 eingeweiht.

Im Jahre 1870/71 diente Neuwied zur Formierung von Ersatzbataillonen, auch befanden sich hier Lazarette.

Im Oktober des Jahres 1876 brannte die lutherische Kirche bis auf die Grundmauern nieder.

1882 erreichte der Rhein den höchsten Wasserstand des Jahrhunderts; die ganze Stadt stand, mit Ausnahme des östlich von der Hermannstraße gelegenen Teiles, einige Tage unter Wasser. Fast die gleiche Höhe erreichte das Hochwasser Ende Dezember 1919. Durch die nicht minder große Wassernot im November 1924 hat die Stadt ebenfalls schwer gelitten.

Das für die weitere Entwicklung der Stadt Neuwied bedeutendste Ereignis fand irn Jahre 1904 statt, indem nach langwierigen Verhandlungen die benachbarte Dorfgemeinde Heddesdorf in die Stadt Neuwied eingemeindet wurde, wodurch ein lang gehegter Wunsch vieler Neuwieder endlich in Erfüllung ging und die Einwohnerzahl der Stadt sich von 11 000 auf 18 000 erhöhte.

Nach der Junizählung 1925 hat Neuwied 20 500 Seelen.

1. Von hohen Bergen fließet I das Fliißchen Wied zum Rhein, I an dessen Ufer sprießet, I ein Fürstenhaus so [ein. I Aus altem Heldenstamme I mit Schlechtem nie in Kauf, I drum schlägt auch edle Flamme I aus Stamm und Wurzeln auf. Auch um die Jahrhundertwende schrieben viele Dichter ungezählte Verse und Reime über den herrlichen Rhein, an dessen Ufer sich auch unsere Stadt angeschmiegt hat. Im Jahre 1875 gestaltete der städtische Verschönerungsverein die Rheinuferstraße zu einer Rheinpromenade um. Das Teilstück von der Schloßstraße bis oberhalb der Pfarrstraße wurde mit holländischen Linden bepflanzt und später als Nuß- und Kastanienallee hinter dem 'alten Hafen' längs den Bootshäusern fortgeführt.

2. Der Betrachter dieser Ansicht muß nicht unbedingt ein reger Nostalgiefreund sein, um diesen reizvollen Anblick zu erkennen. Oft herrschte hier an Wochenenden reger Betrieb, sofern das Wetter schön war oder gar die Sonne schien. Mit der herrlichen Allee und den vielen Blumenbeeten, dem schillernden Rhein der einern Silberband glich, und den prachtvollen Schiffen, die ab und an vorbeifuhren, war das Rheinufer oftmals ein beliebter Aufenthaltsort der Neuwieder Bürger, die spazieren gingen, hier und da ein 'Schwätzchen' hielten oder gar an Sonn- und Feiertagen in den angrenzenden Hotel-Cafés verweilten.

3. Dieses herrliche Panorama, mit einem Bliek bis auf die Hügelketten weit hinter Weißenthurm, bietet sich noch heute jedem Betrachter, der, wie diese Bürger damals, am romantischen Rheinufer verweilt. Obwohl sich seither einiges geändert hat, - sind es heute nicht mehr die prachtvollen Schiffsdampfer die vorüberfahren oder ist es der Schützdeich, erbaut 1928-1931, der die Neuwieder Bevölkerung alljährlich vor größten Wassernöten bewahrt -, kann ein genauer Beobachter das um die lahrhundertwende angebrachte Schutzgitter noch heute an vielen Stellen ausmachen. Dort, wo damals das Ufer so seicht zum Wasser verlief, wurden im Rahmen des Deichbaues Mauern erbaut und am gesamten Rheinufer Wälle aus groben Steinbrocken aufgeschüttet, die zweckentsprechend mit der gesamten Uferbefestigung ineinanderharmonieren und dem Hochwasserschutz dienlich sind.

NEUWIED

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4. Ob dieser Spaziergänger sich wohl beobachtet gefühlt hat, als der Fotograf diese Aufnahme machte? - jedenfalls wußte er bestimmt nicht, daß er für alle Zeit auf dieser zeitgenössisch gelungenen Ansichtskarte als 'aahler Näiwidder' erhalten bleibt. Wir erkennen auf dieser Ansicht die damalige Rheinuferstraße, die nach dem Deichbau zur Deichstraße umbenannt wurde. Am unteren Ende, dort, wo sie mit der Schloßstraße zusammentrifft, kann man beim genauen Hinsehen einen Seitenflügel des Neuwieder Schlosses erkennen. Anstelle der Baumzeile ragt heute auf der gesamten Länge der Straße mächtig und erhaben der Hochwasserschutzdeich empor und gewährt den Anwohnern dieser Straße nicht mehr diesen herrlichen Ausblick über die Promenade hin zum Rhein.

5. Am Eingang zum Schloßpark, der sich am unteren Rheinufer anschließt, und vom Rhein und dem Flüßchen Wied eingegrenzt wird, befinden sich noch heute rechts auf einer kleinen Anhöhe diese drei Böllerkanonen. Zu freudigen Ereignissen, wie zum Beispiel der Kaiserbesuch am 19. Juni 1897, fanden diese Kanonen oftmals Verwendung, wenn zur Einleitung eines Festes oder gar zur Begrüßung einer hohen Persönlichkeit über den Rhein in Richtung Weißenthurm Salut gefeuert wurde. Nachdem der untere Teil des Schloßparkes der Bevölkerung zugänglich gemacht wurde, ist er mit seinen vielen alten und mächtigen Bäumen, seinen großen Rasenanlagen und den schmalen Wegen und Pfaden bis heute ein beliebtes Erholungsgebiet der Neuwieder Bürger.

6. Wahrscheinlich wurde diese Ansicht von einem Schiff aus, das im Wasser vor Anker lag, kurz nach 1900 aufgenommen. Obwohl sich der Himmel mit dunklen Wolken zugezogen hatte und jeden Augenblick ein Unwetter hereinbrechen konnte, gingen noch erstaunlich viele Neuwieder am Rheinufer spazieren - eigentlich ein Ausdruck dafür, welche Anziehungskraft seinerzeit die Promenade für die Bürgerschaft besaß. Die besondere Rarität dieser zeitgenössischen Ansicht erweist sich darin, daß der Betrachter genau erkennt, wie nah der Rhein doch an die damalige Uferbefestigung herangetreten ist - da ja unmittelbar dahinter schon die Wohnhäuser angeordnet sind, bedeutete es stets Gefahr, wenn der Rhein über die Ufer hinweg anstieg. Rechts im Bild befindet sich das legendäre Hotel 'Zum wilden Mann', welches ausbrannte und kurze Zeit später, am 13. Januar 1977, abgerissen wurde.

7. 'Der Kaiser kommt'. Diese frohe Kunde durcheilte Neuwied, als man am 19. Juni 1897 das Kaiserpaar erwartete. Am Rheinufer hatte man eine große Feste, ein Burgtor errichtet, durch das der Kaiser schreiten sollte, nachdem er mit dem Schiff kommend vor dem mächtigen Portal angelegt hatte. Fürst Wilhelm zu Wied (1845-1907) nahm den hohen Gast in Empfang und fuhr mit ihm, vorbei an der Neuwieder Bürgerschaft, die durch ihre Anwesenheit dem Kaiser ihre Ehrdarbietung erwies, in einer Kutsche ins Schloß, wo der Kaiser einige Tage verweilte.

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