Nidderau in alten Ansichten

Nidderau in alten Ansichten

Auteur
:   Maria Giehl und Frank Eisermann
Gemeente
:   Nidderau
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5537-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nidderau in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Mit der Herausgabe des Bildbandes 'Nidderau in alten Ansichten' erscheint erstmals ein Fotoband, der die fünf Stadtteile Nidderaus präsentiert.

Die Stadt Nidderau zählt heute etwa 16 000 Einwohner. Sie liegt ca. 20 km nordöstlich von FrankfurtJM. am Rande der Wetterau. Bedingt durch diese Nähe ist sie einer der Siedlungsschwerpunkte im östlichen Rhein-Main-Gebiet.

Nidderau ist keine gewachsene Stadt, sondern entstand im Rahmen der Gebiets- und Verwaltungsreform vor etwa zwanzig Jahren, als sich die Stadt Windecken und die vier Gemeinden Heldenbergen, Erbstadt, Eichen und Ostheim zur Stadt Nidderau zusammenschlossen. Ihren Namen verdankt die Stadt der Nidder, die durch die Gemarkung fließt. Die Region des heutigen Nidderau war schon früh Siedlungsgebiet. Zahlreiche Funde weisen darauf

hin. Manche Ortsnamen wie etwa Heldenbergen sind schon seit dem 9. Jahrhundert bekannt. Windecken bekam 1288 die Stadtrechte und war bis ins 15. Jahrhundert Residenz der Herren und späteren Grafen von Hanau. Erbstadt, Ostheim und Eichen gehörten zum Amt Windecken, Heldenbergen zur Burggrafschaft Friedberg.

Da Nidderau von den Einwirkungen des Zweiten Weltkrieges verschont blieb, sind in allen Stadtteilen die zahlreichen Fachwerkbauten in den Ortskernen und den Straßenzügen noch erhalten. In der Mehrzahl sind sie in den achtziger Jahren im Rahmen von Maßnahmen der Dorf- und Stadterneuerung liebevoll restauriert worden, sodaß sie sich heute wohltuend dem Auge des Betrachters präsentieren.

Im vorliegenden Bildband wurden alle Stadtteile erfaßt. Die darin abgelichteten Fotografien umfassen

im wesentlichen den Zeitraum von 1880 bis 1930. Sie stammen zum größten Teil aus dem Archiv des Heimat- und Geschichtsvereins Eichen, aus Vereinssammlungen, von Privatpersonen und aus der Fotosammlung der Kulturinitiative Nidderau. Es wurde versucht, die für die Zeit typischen Fotos auszuwählen, selbst wenn dabei nicht immer erstklassige Bildqualität garantiert werden kann.

Einen Schwerpunkt in den 'Nidderauer Ansichten' bilden die Gebäude- und Straßenansichten, die der Betrachter gegliedert nach den einzelnen Stadtteilen vorfindet. Einen besonderen Raum nimmt die Landwirtschaft ein, da unsere Region lange Zeit von der Landwirtschaft geprägt war, und sie auch heute noch einen wichtigen Wirtschaftsfaktor darstellt. Außerdem wurden das Handwerk sowie für die Zeit typische Gruppenfotos und Ereignisse in den Bild-

band aufgenommen. Es erschien uns ebenfalls notwendig, auf die zu Beginn des 20. Jahrhunderts neu entstandene Klasse der Arbeiter und ihre Vereine hinzuweisen, denn durch die Anbindung an das Eisenbahnnetz nutzten viele Menschen aus der Region die Möglichkeit, in den Handwerksbetrieben und Fabriken der großen Industriestädte des RheinMain-Gebietes ihr Geld zu verdienen. Ebenso wurde die Existenz der jüdischen Gemeinden in Windecken, Heldenbergen und Ostheim erwähnt.

Es ist das Anliegen der Verfasser, mit dem vorliegenden Bildband die bisher erschienene Literatur über Nidderau um ein fotografisches Dokument zu ergänzen, das der Geschichte aller Stadtteile gerecht wird.

1. Im 13. Jahrhundert wurde erstmals eine Burg in Windecken erwähnt. Bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts war die Burg der Mittelpunkt der Herrschaft der Herren und späteren Grafen von Hanau. Danach wurde sie Witwensitz. 1635 zerstörten plündernde Truppen die Gesamtanlage. Von den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges konnten sich die Burg und die Stadt Windecken nicht mehr erholen. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde auf dem zerstörten Gelände ein großes Gebäude mit Mansarddach errichtet, in dem das Amtsgericht seinen Sitz hatte. Das innere Burgtor mit den bekrönten Rundtürmchen steht auf Konsolen aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Über dem Portal kann man das Sparrenwappen der Hanauer Grafen erkennen.

2. Die alte Ansichtskarte aus dem Jahr 1914 zeigt in einer Gesamtansicht Windecken von der Eisenbahnlinie Bad Vilbel-Stockheim aus. Auf ihr sind alle wichtigen historischen Gebäude der Kommune, die im Jahr 1288 die Stadtrechte verliehen bekam, zu sehen. Die Vignetten links zeigen die Burg, hier Schloß genannt, und das Rathaus, daneben ist der Wartbaum abgebildet. In der Gesamtansicht oben sind die evangelische Stiftskirche und im Hintergrund noch einmal der Wartbaum zu erkennen.

3. Die Luftaufnahme von Windecken aus dem Jahr 1925 ist eine der wenigen Luftaufnahmen dieser Zeit. Sie zeigt die Anlage der mittelalterlichen Stadt: ganz vorne rechts der christliche Friedhof, links der jüdische Friedhof, in der Bildmitte der Marktplatz mit dem Rathaus, links davon die Stiftskirche und dahinter der Burgberg mit dem Mansarddach des Amtsgerichts.

Windecken

Rathaus

4. Das Rathaus in Windecken, das sich insbesondere durch seine Größe und den Staffelgiebel von den umstehenden Gebäuden abhebt, wurde von 1519 bis 1520 errichtet. Hier hatte die mittelalterliche Stadtverwaltung ihren Sitz. Während die Burg für die Landesherrschaft stand, wurden hier unten in der Stadt die Alltagsangelegenheiten geregelt. Der vom Grafen ernannte Schultheiß führte von hier aus die Amtsgeschäfte. Vom Erker wurden der Bevölkerung wichtige Mitteilungen des Magistrats verlesen. Das Erdgeschoß des Rathauses diente als Markthalle.

5. So sah der Marktplatz in den dreißiger Jahren aus. Zahlreiche Fachwerkhäuser aus dem 16. bis 18. Jahrhundert umsäumten den bis heute geschlossen erhaltenen Platz. Im 19. Jahrhundert wurden manche von ihnen verputzt. Das dreigeschossige vorkragende Haus gegenüber dem Rathaus stammt aus dem Anfang des 15. Jahrhunderts. Bereits im Jahr 1437 verlieh Kaiser Siegmund Windecken die Marktrechte. Auf den regelmäßig stattfindenden Wochenmärkten wurde in erster Linie regionaler Handel betrieben. Die Abhaltung von Messen und Märkten war ausschlaggebend.für den Aufbau einer regionalen Wirtschaft und dem Ausbau der Verkehrswege.

6. Mitten in Winde eken liegt die 'Gute Gasse'. Sie hat ihren Namen vom Hospital, zu dem sie führt. Als 'Gute Leute' bezeichnete man im Mittelalter Kranke, Aussätzige und Siechende. Der Bliek in die 'Gute Gasse' vermag einen typischen Eindruck von der beschaulichen Ackerbürgerstadt Windekken in den späten zwanziger Jahren zu vermitteln. Die Sandsteintreppen der straßenseitigen Hauseingänge, die an die Fachwerkhäuser aus Platznot angebauten kleinen Schuppen und nicht zuletzt das Jauchefaß auf dem Ackerwagen geben einen Einblick in die Lebensweise dieser Zeit.

7. 'Malerwinkel' in Windecken. Die gepflasterte Straße und die reizvollen, heute liebevoll restaurierten Fachwerkbauten geben den unveränderten Charakter eines mittelalterlichen Stadtbildes wieder. Im Bildhintergrund ist der spätgotische Turm der Stiftskirche zu sehen.

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8. Ein Bliek auf die Stiftskirche in Windecken. Der spätgotische Turm war ursprünglich ein Wehrturm, der einst zur Sicherung des Nidderüberganges errichtet worden war. Die Kirche besteht aus dem dreiseitig geschlossenen spätgotischen Chor und dem später erweiterten Kirchenschiff. Im Zuge der Reformation 'cuius regio - eius religie' wurde die Kirche zur Stiftskirche der Herren und Grafen von Hanau.

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