Nidderau in alten Ansichten

Nidderau in alten Ansichten

Auteur
:   Maria Giehl und Frank Eisermann
Gemeente
:   Nidderau
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5537-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nidderau in alten Ansichten'

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9. Links im Bild sieht man das Stadtgefängnis. Das giebelseitig stehende Gebäude dahinter ist die Synagoge in Windecken. Dieses Bild ist eines derwenig erhaltenen Fotos des Gotteshauses der Juden. An diesem angebaut waren Schule und Mikwe (Tauchbad). In Windecken lebten seit dem 14. Jahrhundert Juden. Sie mußten bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts in einem eigenen Stadtteil im Ghetto leben. Erst im 19. Jahrhundert erhielten sie die Bürgerrechte. Die scheinbare Integration ließ sie zu Geschäftsleuten und geachteten Bürgern werden. Mit der Naziherrschaft 1933 begannen ihre Entrechtung und Verfolgung. Die Synagoge wurde in dem Novemberpogrom 1938 durch Brandsatz zerstört.

10. Der Wartbaum bei Windeeken ist ein Naturdenkmal. Seinen Namen hat er wahrscheinlich von einer mittelalterlichen Warte. Von seiner Höhe aus wurde 1636 mit Kanonenschüssen und Feuerzeichen der belagerten Stadt Hanau die Ankunft eines Ersatzheeres gemeldet. 1759 greift Herzog Ferdinand von Braunschweig von hier aus die französischen Stellungen bei Bergen an, und 1814, am Tag der Schlacht bei Leipzig, feierten hier annähernd 10 000 Einwohner aus der Umgebung den Sieg über Napoleon. Während der großen Kaisermanöver 1897 beobachtete von hier aus unter anderen das deutsche Kaiserpaar das Manövergeschehen. Immer blieb der Platz ein beliebtes Ausflugsziel.

11. Die Ortsansicht von Heldenbergen zeigt in der Bildmitte die auf einem Hügel stehende katholische Kirche in barocker Ausstattung. Heldenbergen gehörte politisch zur Burggrafschaft Friedberg, kirchlich zu Mainz. Im Gegensatz zu allen anderen Stadtteilen blieb Heldenbergen ein vornehmlich katholisch geprägter Ort. Bildstöcke und Heiligenstatuen geben noch heute davon Zeugnis. Urkundlich wurde Heldenbergen erstmals 839 erwähnt.

12. Dieses ist eines der eindrücklichsten Fotos von Heldenbergen aus der Zeit der Jahrhundertwende. Es zeigt die Hauptstraße vor der Elektrifizierung, die im Jahr 1913 erfolgte, und nach dem Anbau der Sakristei an die katholische Kirche 1902. Zu beiden Seiten der Straße kann man das 'Floß' erkennen, das die damals fehlende Kanalisation ersetzte.

13. Ein Bliek von der Oberburg auf das Burgtorhaus aus dem 16. Jahrhundert. Die Oberburg, in ihrer heutigen Form ein hufeisenförmiger Bau, entstand aus der 'steynern Kemnat' des 11. Jahrhunderts. Über die Jahrhunderte hinweg blieb die Burg bis heute in Privatbesitz. In der 1803 angebauten Kapelle finden häufig Konzerte statt.

14. Dieses historische Foto zeigt den Innenraum der 1856 erbauten Synagoge in Heldenbergen. Auch in Heldenbergen gab es seit dem 15. Jahrhundert eine jüdische Gemeinde, die im Jahr 1851 261 Mitglieder hatte. Anders als in Windecken waren die Landjuden Viehhändler , Metzger, oder sie betrieben Handel mit landwirtschaftlichen Produkten. Dieses Foto zeigt den Thoraschrein mit dem Thoravorhang (Parochet ), hinter dem sich die zum Gottesdienst benutzten Thorarollen befanden. Auch die Synagoge in Heldenbergen wurde im Novemberpogrom 1938 zerstört. Die letzten in Heldenbergen lebenden Juden wurden am 16. September 1942 von hier aus in die Vernichtungslager gebracht.

15. Bis ans Ende des 18. Jahrhunderts mußten die wenigen evangelischen Christen aus Heldenbergen zum sonntäglichen Gottesdienst nach Windecken oder Kaichen gehen. 1793 kaufte die evangelische Kirchengemeinde dann das früher der Burg Friedberg gehörende Brau- und Wirtshaus in Heldenbergen. ließ es umbauen und einen Turm aufsetzen. Am 2. Advent 1801 konnte das Gebäude dann als Kirche eingeweiht werden. Die ursprüngliche Verwendung des Gebäudes läßt sich auf dem Foto noch erahnen. Im Jahr 1968 wurde die Kirche abgebrochen und an anderer Stelle wurde ein Neubau errichtet.

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16. Der kleine Fachwerkbau im Bildvordergrund ist die Heldenberger Gemeindewaage. Dahinter steht das auf einem gotischen Fundament erbaute alte Schulhaus, das überragt wird vom Turm der katholischen Kirche. Seit 1622 gab es in HeIdenbergen eine Schule. Die Einrichtung der Schule war damals sehr einfach. Die 'Subsellien' waren einfache Tische und Bänke aus rohen Brettern, die Lehrmittel beschränkten sich auf Schultafel und Kreide. Bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts verlor dieses Gebäude seine Funktion als Schule. Es wird heute von der katholischen Jugend genutzt.

17. Im Jahr 1839 besuchten 168 katholische, 20 evangelische und 47 jüdische Kinder die Schule in Heldenbergen. Durch diese große Schülerzahl waren die Räumlichkeiten im alten Schulhaus an der katholischen Kirche zu eng geworden. Daher wurde im ehemaligen Herrenhaus der Mittelburg eine katholische Schule errichtet. Die evangelische Schule war in der Untergasse. 1922 wurden die beiden konfessionellen Schulen vereinigt. Nach 1966 wurde das 'neue Schulhaus', wie es im Volksmund hieß, als Feuerwehrhaus benutzt, 1975 wurde das Gebäude abgerissen.

18. Immer wieder brachte die Nidder Hochwasser für die Dörfer Heldenbergen und Eichen. Um trotzdem trockenen Fußes zum Bahnhof zu gelangen, behalf man sich der in den Bauerndörfern reichlich vorhandenen Leiterwagen, die, wie hier in der Bahnhofstraße in Heldenbergen, als Notbrücken aufgestellt wurden.

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