Nidderau in alten Ansichten

Nidderau in alten Ansichten

Auteur
:   Maria Giehl und Frank Eisermann
Gemeente
:   Nidderau
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5537-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nidderau in alten Ansichten'

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39. Die evangelische Kirche in Eichen wurde im Zeitraum von 1695 bis 1712 wiedererbaut. Ihr Vorgängerbau wurde am 15. Mai 1635 mit dem Dorf zerstört. Bereits 1380 wird eine der heiligen Lucia geweihte Kapelle als Filial der Kirche in Heldenbergen erwähnt. 1551 wird die Pfarrei in Eichen protestantisch. Die Kirche ist ein Saalbau mit romanischen Merkmalen; die Kirchenfenster weisen Rundbögen auf. Der mit Schiefer gedeckte Haubenreiter wurde im Jahr 1742 aufgesetzt. Das Kircheninnere ist in spartanischer Ausstattung gehalten. Direkt bei der Kirche lag bis Mitte des 19. Jahrhunderts der Friedhof. Bis in die sechziger Jahre wurde der Kirchplatz von einer Friedhofsmauer umgeben.

40. Wer kennt es noch - Eichens altes Pfarrhaus in der Kleinen Gasse? Es wurde im Jahr 1664 errichtet und hatte bis 1910 Bestand - ob in seiner ursprünglichen Forrn , kann heute nicht mehr nachgewiesen werden. Eine im Hanauer Anzeiger am 20. September 1910 erschienene Bekanntmachung gibt wie folgt Nachricht über die Versteigerung des Pfarrhauses: 'Das alte Pfarrhaus ... soll am 29. September, nachmittags 51h Uhr, im Stein'schen Gasthaus zu Eichen öffentlich an den Meistbietenden zum Abbruch verkauft werden .... Schneider, Präsenzverwalter. ' Das Gebäude wurde abgerissen und an fast gleicher Stelle sodann ein Neubau im damals üblichen Jugendmischstil errichtet. Dieses Gebäude steht heute noch.

41. Das Untertor liegt am südlichen Ende der Kleinen Gasse. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1682; es ist Rest der Ortsbefestigung. Am Untertor befand sich sehr wahrscheinlich auch die Bäckerei des Dorfes, weshalb sich umgangssprachlich der Begriff des 'Unnerbäckers' in Zusammenhang mit dem Gebäude und dem Eigentümer erhalten hat. Der historische Bau ist heute das Kulturdenkmal des Dorfes Eichen. Der untere Teil des früher verschließbaren Tores ist gemauert, der obere besteht aus Fachwerk. Der Torwolf auf der nördlichen Seite trägt die Erbauerinschrift 'Herr Johann Peter Mörsel Schultheiß und Johann Peter Müller, Henrich Osthaußen Burgmeister' sowie die Jahreszahl 1682. Die reich ausgezierten und geschnitzten Eckständer sind heute noch erhalten.

42. Der Bahnhof in Eichen liegt an der Eisenbahnstrecke Bad Vilbel-Stockheim, etwas außerhalb des Dorfes. Die Bahnstrecke wurde am 1. Oktober 1905 eingeweiht. Das im preußischen Stil errichtete Gebäude , mit dessen Bau kurz nach 1900 begonnen wurde, hat einen Sockel aus Bruchsteinquadern und reich ornamentierte Giebel aus Fachwerk. Mit dern Bau der Eisenbahnlinie war es den Dorfbewohnern erstmals möglich, ohne größere Anstrengung in die schnell wachsenden großen Industriezentren der Region Frankfurt, Hanau und Offenbach zu gelangen. Die Bahnlinie des 'Stockhemer Liesie' ist heute noch in Betrieb.

43. Dieses Foto zeigt das Fachwerkhaus der Familien Lipp, Braun und Laubach in der Mühlbachstraße 2. Vor dem Haus ist das aufgerissene und abgelengte Brennholz zum Trocknen aufgeschichtet. Die großen Scheite wurden in erster Linie im Winter zum Heizen der Kachel- und Kanonenöfen verwandt.

44. Ein Bliek in die ehemalige Neue Gasse. Die zumeist giebelseitige Anordnung der Fachwerkhäuser zur Gasse hin prägt das reizvolle Erscheinungsbild der alten Dorfstraße. Alle Häuser wurden im 18. und 19. Jahrhundert gebaut. Durch ihre liebevolle Restaurierung in den achtziger Jahren ist uns dieser Anblick erhalten geblieben. 1973, als sich im Rahmen der Gebietsreform Eichen mit anderen Ortschaften zur Stadt Nidderau zusammenschloß, wurde die Gasse in 'Hirtengasse' umbenannt.

45. Ein weiteres Kleinod im alten Ortskern von Eichen war und ist die Obergasse. Auch hier ist es die giebelständige Anordnung der meist zweigeschossigen Fachwerkbauten, die dieser Gasse ihr besonders reizvolles Ambiente verleiht. Zu beiden Seiten der Gasse ist wieder das 'Floß' zu erkennen, das die fehlende Kanalisation ersetzte.

46. Die Große Gasse in Eichen verdient es ebenfalls, in den 'Alten Ansichten' präsentiert zu werden. Auf der linken Seite des Bildes erkennt man noch das 'Hüttenberger Tor' des Hofes Wagner, das heute nicht mehr existiert. Rechts ist das traufenständige Torhaus in der Großen Gasse 26 mit einem Treppenaufgang aus Sandstein zu sehen. Die Große Gasse gehört ebenfalls zum alten Ortskern, der heute noch fast geschlossen vorhanden ist, wenn auch nicht mehr in seiner ursprünglichen Form.

47. So ähnlich mag es in den zwanziger Jahren in den Straßen und Gassen der Dörfer in der ländlichen Nidderauer Region ausgesehen haben. Unser Originalfoto von Mariechen Heinzmann zeigt ein Kuhfuhrwerk in Eichens Obergasse.

48. Auf diesem Foto stellen sich die stolzen Besitzer von zwei Kuhgespannen in der Großen Gasse in Eichen für den Fotografen in Positur. Rechts im Bild ist ein Kastenwagen zu erkennen, der als 'Dungerrswagen' benutzt wurde. Das Foto stammt aus dem Besitz von Katharine Merz.

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