Nidderau in alten Ansichten

Nidderau in alten Ansichten

Auteur
:   Maria Giehl und Frank Eisermann
Gemeente
:   Nidderau
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5537-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nidderau in alten Ansichten'

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49. Vor 1917 wurde das Anwesen Gärtner in der Kleinen Gasse 21 in Eichen aufgenommen. In die Hofeinfahrt biegt der von einem Pferd gezogene eisenbereifte Ackerwagen ein. Deutlich zu erkennen sind die Speichenräder, der Lenkschemel und der die Verbindung zu den starren Hinterrädern herstellende Langbaum. Das Haus ist in der für die Wetterauer Region typischen schlichten Fachwerkkonstruktion gebaut.

50. So stellte sich die Getreide- und Heuernte vielfach noch bis in die zwanziger Jahre dar. Wilhelm Reichhold aus Eichen wurde beim Mähen mit dem 'Reff' fotografiert.

51. Jean Gruner und Katharine Merz aus Eichen tränken während der Getreideernte ein Kuhgespann an einem heißen Sommertag.

52. Heuernte bei der Familie Jast in Eichen. Das zum Trocknen ausgebreitete Heu wurde zu einer Heuschwad zusammengerecht und dann mit der Gabel auf den Leiterwagen geladen. Dort mußte es von einern weiteren Helfer an die richtige Stelle gesetzt werden, damit das Fuder Halt bekam und sicher in die Scheune transportiert werden konnte. Über Kreuz gespannte, festgezurrte Seile sicherten die Ladung.

53. Den Mähbinder mit Bindeapparat gibt es seit den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts. Er besteht aus Mähmesser, Haspel, Transporttüchern und Bindeapparat. Sein Einsatz erleichterte die Getreideernte ganz entscheidend. Mit ihm konnten, angezogen von einem Kuh- oder Pferdegespann, die erntereifen Felder schneller und mit erheblich weniger Mühe gemäht werden. Unser Bild aus den zwanziger Jahren zeigt die Familie Wörner aus Eichen bei der Getreideernte.

54. Einer der ersten Traktoren in Eichen war der Lanz Bulldog der Familie Wilhelm OUo Wörner. Es handelt sich hier um einen vollgumrnibereiften Großbulldog, Typ 22/28 HR2, mit Glühkopfzündung. Dieser Typ wurde in der Zeit von 1925 bis 1929 gebaut. Er hatte 22 PS. Unser Foto, aufgenommen um 1930, zeigt den Traktor mit einem Mähbinder während der Getreideernte im Einsatz,

55. Nach der Getreideernte kam die Dreschmaschine zum Einsatz. Sie wurde durch ein Lokomobil über lederne Flachriemen angetrieben. Bei dem 'Felddrusch' wurde das Getreide mit dem Wagen an den Dreschplatz angefahren, dort gedroschen, die Körner in Säcke abgefüllt und das Stroh in Ballen gepreßt. Die Dreschmaschine auf dem Foto stammt aus der Zeit des Ersten Weltkrieges. Sie stand zwischen Eichen und Erbstadt.

56. Bei der Kartoffelemte wurden viele Hände gebraucht. Nachdem die Kartoffeln aus dem Boden gerodet worden waren, wurden sie von Hand in die Draht- oder Weidenkörbe eingelesen und aus diesen in die Jutesäcke eingefüllt. Welch mühsame Arbeit dies war, läßt sich dem um 1930 aufgenommenen Bild, das die Familie Wilhelm Adam aus Eichen bei der Kartoffelernte zeigt, unschwer entnehmen. Im Hintergrund kann man den eisenbereiften Kartoffelroder erkennen.

57. Eichens Gänseweide - eine Flußidylle um 1930. Schon am frühen Morgen wurden die Gänse von einem Hirten entlang der Dorfstraße zur Weide getrieben. Abends ging es wieder auf dem gleichen Weg zurück in die Höfe. Durch die Vielzahl des Federviehs, das es im Dorf Eichen gab, hat sich bis in die heutige Zeit umgangssprachlich der Begriff der 'Eicher Wulle-Gäns' als Synonym für die Eichener erhalten. Im Bildhintergrund kann man den alten Bleichplatz mit seinem Holzpfählen erkennen. Auf diesem wurde die Wäsche, nachdem sie im Fluß gewaschen worden war, gebleicht und getrocknet.

58. Um die immer wiederkehrenden Überschwemmungen der Nidder zu beseitigen und die Versandung des Flußbettes zu beheben, wurde die Nidder im Bereich des Dorfes Eichen vertieft und der Flußlauf begradigt. Dies geschah im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, um die Arbeitslosigkeit in der Region zu verringern. Das Foto aus dem Jahr 1925 zeigt eine Arbeitsgruppe bei der Nidderregulierung.

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