Niederkrüchten in alten Ansichten

Niederkrüchten in alten Ansichten

Auteur
:   Manfred Jülicher
Gemeente
:   Niederkrüchten
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1721-0
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Niederkrüchten in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Die heutige Gemeinde Niederkrüchten wurde am 1. Januar 1975 vom alten Kreis Heinsberg im Regierungsbezirk Köln abgetrennt und dem neuen Kreis Viersen im Regierungsbezirk Düsseldorf zugeordnet. Bereits am 1. Januar 1972 wurden die ehemals selbständigen Gemeinden Elmpt und Niederkrüchten durch die kommunale Neugliederung zusammengeschlossen. Die Ortsteile Merbeck, Schwaam, Venn, Venheyde, Tetelrath, Dilborn und Teile von Laar gingen der Gemeinde dabei verloren. Auf dem Titelblatt sind die Siegel der ehemaligen Gemeinden Niederkrüchten und Elmpt dargestellt. Das neue Siegel der Gemeinde Niederkrüchten im Kreis Viersen ist ablang gespalten. Auf der linken Seite sitzt ein grüner Papagei auf einer in der Mitte durchgeschnittenen roten Gleve (lilienartige Lanzenspitze). Auf der rechten Seite sind drei blaue Balken auf Silbergrund, Die linke Seite entstammt dem Wappen der Herren von Elmpt, die rechte dem der Herren von Brempt zu Niederkrüchten. Seit dem 12. Jahrhundert war das Leben in der Gemeinde mit den Edelherren von Brempt, den Herren von Elmpt und deren Nachfolgern eng verbunden. Das Schwalmflüßchen mit seinen zahlreichen Mühlen bildete über siebenhundert Jahre die natürliche und politische Grenze. Bis ins 18. Jahrhundert bestimmten die Territorialherren auf den

Niederkrüchtener Vcgtgedingen die Verhältnisse in der heutigen Gemeinde. Erst mit Napoleon wurden die Verwaltungseinrichtungen in Niederkrüchten neu geregelt. Nach dem Wiener Kongreß 1815 bildete Merbeek und Oberkrüchten mit Niederkrüchten eine Bürgermeisterei. Diese gehörte seitdern zum preußischen Königreich.

Die verliegende Dokumentation will in besonderem Maße einen Eindruck der Ortes aus der folgenden Zeit von 1880 bis 1930 vermitteln. Der äußere und innere Charakter der Niederkrüchtener Dörfer war damals weitgehend noch von den Kirchen in Elmpt, Merbeck, Nieder- und Oberkrüchten bestimmt. Daher werden in der folgenden Bilddokumentation zunächst Abbildungen aus den alten Kirchenbezirken gezeigt. Große Persönlichkeiten der damaligen Zeit schließen sich an. Ein weiterer Teil ist den Schwalmmühlen gewidmet. Typische Erwerbsquellen der Jahrhundertwende folgen. Zum Schluß werden ein Teil der zahlreichen Vereine und das Brauchtum gewürdigt.

Da in der heutigen Gemeinde weder eine Kartensammlung noch eine fundierte Chronik vorhanden sind, hat der Vorsitzende des 1975 gegründeten Heirnat- und Kulturvereins e.V. die vorliegende Dokumentation zusammengestellt, um den Neu- und Altbürgern, der jungen und der älteren Generation, den

Freunden und Gästen der neuen Gemeinde ein Bild der 'guten alten Zeit' zu vermitteln.

Heute sind siebenundsechzig Quadratkilometer Gemeindefläche überwiegend mit Wald und Wasser bedeckt. Die 'Wacholderheide' im Ortsteil Elmpt ist eine der botanischen Kostbarkeiten neben dem modernen Freizeitangebot an Schwimmbädern, Tennis- und Sportplätzen, Campingmöglichkeiten, Reithallen, Wander- und Reitwegen. Über fünfzig Vereine sorgen für das 'kulturelle Leben' der Gemeinde im 'Naturpark Schwalm-Nette'. Bis 1980 wird die Gemeinde an das internationale Autobahnnetz angeschlossen sein. Die Verteidigungskräfte der 'Royal Air Force' benutzen zur Zeit 886 Hektar Wald. An die hundertfünfzigtausend Lastwagen und eine gute Million Personenwagen passieren jährlich das Zollamt in Elmpt. Zwei Bundesstraßen kreuzen in der Altgemeinde Niederkrüchten, Das Ortsbild ändert sich andauernd wegen der bevorzugten Wohnlage in Niederkrüchten durch die Neubauten der Städter aus den nahegelegenen städtischen Ballungsräumen.

Als Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins 1975 e.V. bin ich allen Heimatfreunden zu ganz besonderem Dank verpflichtet, die mir historische Informationen, Personenangaben und Bildmaterial zur Verfügung gestellt haben. Ohne ihre Hilfe wäre die

Betextung der alten Ansichten unmöglich gewesen. Fehlerquellen hoffe ich weitgehend ausgeklammert zu haben, da die Texte von mehreren alteingesessenen sachkundigen Bürgern der Gemeinde überarbeitet wurden. Das Kartenmaterial stammt ausschließlich aus dem Besitz von: Willi Achten, Peter Beckers, Hans Bonsels, Josef Cremers, Peter Davids, Willi Derix, Johannes Drießen, Maria Frenken, August Hautzer, Hermann Josef Heinen, Fritz Heppelter, Johannes Jakobs, Peter Jans, Franz Jansen, Hans Jansen, Heinrich Jorissen, Manfred Jülicher, Heinz Lenhsen, Hermann Josef Linskens, Hubert Mertens, Josef Miillers, Paul Müllers, Heinz Platzer, Helga Pollmanns, Willi Riek, August Scheerers, Hubert Scheerers, Christa Schmitz, Hans Schiippen, Anneliese Siegers, Heinrich Smeets, Hetnrteli Thyssen, Maria Thyssen, Karl van de Weyer, Wilhelmine Viethen, Willy Vyvers, Franz Wallrafen, Klemens wattraten. Leonhard Wolters, dem Heimat- und Kulturverein Niederkrüchten 1975 e. v., dem Katholischen Pfarramt Oberkriich ten und dem Männergesangveretn 'Liederkrans' Birthfûam.

Allen an der Herausgabe der Bilddokumentation Beteiligten gebührt mein herzlicher Dank.

1. Weit vor 1880 stand dieses für die Niederkrüchtener Gegend typische Haus 'op den neuen Hof in Elmpt an der Kreuzung der heutigen Schul- und Overhetfelder Straße. Das Kreuz davor ziert jetzt die Anlagen von 'Haus Elmpt' (Ecke Post- und Heinrichstraße). Es trägt den Namen 'Bertese KTÜz', da es zwischenzeitlich am Haus der Familie Bertes gestanden hat. Heute steht an dieser Stelle das Fabrikgebäude der Firma Brüggernann.

Elmpt

der Deutsch-Holländischen

2. Bereits 1896 wurden vom Deutsch-Niederländischen Grenzübergang in Elmpt Postkarten verschickt. Der Sandweg zwischen dem Zollamt und der Schankwirtschaft Tobben ist die heutige Bundesstraße 230, über die der gesamte Verkehr von Mönchengladbach nach Roermond und zur niederländischen Küste rollt. Das Photo ist von der niederländischen Seite aus aufgenommen.

3. Die Bestattung der Toten erfolgte 1901 noch unmittelbar auf dem 'Kirchhof' vor der von Süden her aufgenommenen Kirche St. Laurentius in Elmpt. Der heutige Friedhof wurde kurz nach der lahrhundertwende in Elmpt angelegt.

4. Im Jahre 1905 wurde die Kirche St. Laurentius in Elmpt im Süd Osten zwischen Chorraum und Querschiff durch den Bau einer Sakristei erweitert. Hier erfolgt heute der Zugang zur Kirche von der Laurentiusstraße aus.

5. Das Bild zeigt die Kinder der 'Kinderbewahranstalt' Elmpt 1915. In der oberen Reihe steht als zweiter Josef Dohmen, dann Heinrich Heynckes und Willi Küppers. Johannes Tobben steht links neben Schwester Melania. Weiter stehen in der oberen Reihe als elfter Hermann Reefs, als dreizehnter Heinrich Heynckes und als letzter Josef Scheeres. In der unteren Reihe sind die ersten drei unbekannt. Es folgen Ida In der Smitten, Elisabeth Bongartz, Sophie Smets, Katharina Op den Berg, Sophie Heynckes, Elisabeth Op den Berg, Maria In der Smitten, Lorenz Stevens, Therese Derix, Sophie Thyssen, Gertrud Thyssen, Mathias In der Smitten, Anna Pollmans, Gertrud Pollmans und Gertrud Düsterwald. Die nächsten drei sind nicht mehr bekannt. Die beiden letzten sind Berta Gotzen und Hermine Smets.

6. 'Haus Elmpt' ist bereits 1202 Stammbesitz des gleichnamigen Geschlechts. Die Gutsanlage wurde im wesentlichen im 15. und 16. Jahrhundert erbaut. Als die Familie van Rohe 1701 Haus und Herrschaft Elmpt von den Geloes kauften, bauten diese 1750 den Torturm um. Über dem Portal steht noch heute das Ehewappen der Rohe und Kettler mit der Devise: SIBI ET POSTERIS. Weitere Veränderungen des Hauses wurden 1840 und 1916 durchgeführt. Die Turmanlage war 1916 ohne die früheren 'Zwiebeltürmchen' abgebildet. Auf der linken Seite ist das Hauswappen der Elmpter dargestellt.

7. Im Jahre 1759 verkaufte Alexander Anton von Rohe 'Haus Elmpt' an Adolphine von Gelees, die damals Herrin auf Schloß Dilborn (Gemeinde Elmpt) war. Deren Erben veräußerten den Besitz 1783 an den kurkölnischen Staatsminister Freiherrn von Hoesch zu Süntrop, der 1784 als Herr zu Elmpt und Dilborn starb. Sein Schwiegersohn Freiherr Heinrich Theodor von Hallberg ist der nächste Besitzer. Dessen Erben verkaufen das 'Haus Elmpt' 1854 an die Kinder des Bürgermeisters Adams aus Elmpt. Die hier abgebildete Parkanlage war stets die Zierde der gesamten Schloßanlage.

8. Am 10. Oktober 1916 ist der Großneffe des Bürgermeisters Adams aus Elmpt, Bürgermeister a.D. Wilhelm Heinrichs, im Besitz von 'Haus Elmpt'. Seine Familie verabschiedet den Gutsbesitzer hier vom Hausaufgang aus, als dieser mit seiner Pferdedroschke das Haus verläßt. In den sechziger Jahren fiel das Gut an die 'Altgemeinde' Elmpt, als diese zahlreiche Grundstücke aus dem Nachlaß des Franz Heinrichs erwarb. 1976 wurde durch den Landeskonservator das ursprüngliche 'Zwiebeltürmchen' wieder auf dem Turm errichtet. Am 21. Januar 1976 ersteigerte eine Bank den gesamten Besitz.

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