Niederkrüchten in alten Ansichten

Niederkrüchten in alten Ansichten

Auteur
:   Manfred Jülicher
Gemeente
:   Niederkrüchten
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1721-0
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Niederkrüchten in alten Ansichten'

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79. Dieses von 1722 datierte Haus (Leonhard Bonsels, später Bartel Smeets) war eines der ältesten der Gemeinde. Durch den Bau der Umgehungsstraße in Oberkrüchten mußte dieses Haus 1974, dessen Fassade im Zweiten Weltkrieg stark zerstört wurde, abgerissen werden. Dabei wurde noch eine alte 'Tummelkutsch' (durch drei Wände umschlossenes Einbaubett) entdeckt. Bis 1891 hatte Maria Josepha Beecker hier einen 'Winkel' (Lebensmittelgeschäft). Im Volksmund wurde das Haus als 'Kaserne' bezeichnet, da es ursprünglich aus vier Einzelhäusern bestand. Im 3. Reich war hier der Oberkrüchtener Kindergarten untergebracht.

80. Einer der vier großen Gutshöfe der Ortschaft Oberkrüchten war das 'Häffken'. Dazu zählten die hier in der Häuserzeile abgebildeten Wohnhäuser. Gegenüber der Gutsanlage stand eine Wasserpumpe auf freier Fläche, um den Anwohnern das Wasserpumpen zu ermöglichen.

81. DI. Wilhelm Lindemann wurde am 17. Dezember 1828 bei Essen geboren. Seit 1848 studierte er Theologie an der Universität Bonn. 1852 wurde er zum Priester geweiht. Vom 9. Februar 1866 an wirkte er als Oberpfarrer in Niederkrüchten. Von 1870-1879 vertrat er als Abgeordneter im preußischen Landtag die Kreise Erkelenz, Geilenkirchen und Heinsberg während des 'Kulturkampfes' . Hundertfünfundzwanzig Jahre nach dem Geburtsjahr des in Niederkrüchten beerdigten überpfarrers wurden am 13. November 1953 die Verdienste dieses Gelehrten, des Literarhistorikers und des Politikers im Gemeinderat der 'Altgemeinde Niederkrüchten' gewürdigt und zu Ehren DI. Lindemanns die Kirchstraße in DI. Lindemann Straße umbenannt.

82. Vor dem Hauptportal der Pfarrkirche St. Laurentius in Elmpt stehen 1901 der Bürgermeister Wilhelm Heinrichs, Pfarrer Augustin Olbertz und Vikar Wilhelm Thomae.

83. Nach der Schwalmmelioration in den zwanziger Jahren, die hauptsächlich der Urbarmachung, der Be- und Entwässerung diente, lag die Neurnühle im damals zu Niederkruchten gehörenden Ortsteil Schwaam weitab von dem Flußbett der 'neuen Schwalm' und verfiel. Heute ist die Mühle total verfallen, das Mühlrad existiert schon lange nicht mehr.

u.

Bes.: fr. Aug. Gotzes

84. Jahrhundertelang bildete die Schwalm die Grenze zwischen den Spanisohen Niederlanden und dem Herzogturn Jülich. Das Mühlrad der Pannenmühle wurde von der Schwalm getrieben, so daß der Pannenmühlenwirt zu beiden Seiten hin abgabepflichtig war. Eberhard Botz (Schwiegersohn und Nachfolger des Müllers Toerschen) erweiterte die Mühle 1847. Als er 1882 in finanzielle Schwierigkeiten geriet, erwarb Friedrich August Gotzes das Anwesen. Dessen Sohn Peter steht hier 1912 mit seiner Schwester Juliane und einem Gast vor dem Mühlrad. Das Querhaus im Hintergrund ist das Badehaus mit Wellenund Schwimrnbad.

85. Die Pannenmühle wurde 1913 ausdrücklich als Sommerwirtschaft ausgewiesen. Die alten Mühlsteine und die Mühlenkarre mit dem großen 'Huff' zeugen von der Bedeutung der hiesigen Landwirtschaft und dem Müllergewerbe bis um die Jahrhundertwende. Der ältere Fachwerkbau hinter der Mühlenkarre stammt aus dem 17. Jahrhundert. Genau zwischen dem 1806 durch den Müller Toerschen errichteten Ziegelsteinbau und dem angrenzenden Fachwerkhaus lag das als Zollhaus benutzte 'Spansch Hüske', da Niederkrüchten seit 1543 bis 1793 zu den spanischen Niederlanden gehörte.

86. Der Besitzer und emige Freunde des Hauses stehen hier vor den 'Trattsteinen' und dem typischen 'Kollergang' der Pannenmühle. Der Müllerknecht fuhr mit der 'Mühlenkarre' den gequetschten Hafer und den geschroteten Roggen in die Futterräume der Bauernhöfe und nahm entsprechend wieder Hafer und Roggen mit zur Mühle. Die Mühlen lieferten mit ausgehendem 19. Jahrhundert nur ungebeuteltes Mehl, welches von der Bauersfrau mit einem feinen Haarsieb gereinigt wurde. In der Mitte der Personengruppe steht Maria Gotzes, die Mutter des heutigen Pannenmühlenwirtes August Hautzer.

Par'je an der Schwalrn, Pannemühle

87. Die Pannenmühle wurde 1890 stillgelegt. Bis dahin galt sie als die wichtigste Ölmühle irn ganzen Schwalmgebiet. Grund für die damalige Stillegung war die rationellere Arbeitsweise der mit Dampfmaschinen betriebenen Großmühlen, die den mit Wasser angetriebenen zwanzig Ölmühlen an der gesamten Schwalm keine Existenzmöglichkeit mehr gaben.

88. Nach der Verlegung der Schwalm in den zwanziger Jahren standen die Mühlräder der Radermühle nur noch im sumpfigen Gewässer des 'Raderverkesbruchs'. Vor der Mühle ist die damals noch an beiden Seiten mit Bäumen begrenzte Straße nach Mönchengladbach dargestellt (heutige Bundesstraße 230).

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