Nienburg in alten Ansichten Band 1

Nienburg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Erich Vogel
Gemeente
:   Nienburg
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5369-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nienburg in alten Ansichten Band 1'

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9. Das linke Bild zeigt das um 1690 errichtete Portal des ehemaligen Schlosses. Zwei Putten halten das Wappen der Askanier und das derer zu Stolberg-Wernigerode. Das Portal wurde 1926 an den Ostgiebel des Justizamtsgebäudes umgesetzt. Das zweiflüglige Holztor mit der im Bild geöffneten Tür ist verlorengegangen. Die Aufnahme entstand um 1880. Das rechte Bild zeigt das Eingangsportal der ehemaligen SchJoßdomäne. Es wurde nach dem Abriß des Torhauses an die Südostfront hinter der Schloßkirche . Das Torhaus ist im Bild 32 gut zu erkennen.

10. Die evangelische Stadtkirche St. Johannis liegt inmitten des ehemaligen Johannisfriedhofes und ist ein einfacher Bau, der 1687 bis 1693 an die Stelle der gleichnamigen mittelalterlichen Kirche getreten ist. Der Turm der alten Kirche war bei dem Neubau stehengeblieben, wurde aber später schadhaft, so daß die Glocken zwischenzeitlich in ein hölzernes, auf dem Friedhof errichtetes, Glockenhaus untergebracht werden mußten. Die Reparatur des Turmes erfolgte 1776. Dabei wurde er um etwa vier Meter verkürzt. Auf dem um 1890 entstandenen Bild ist vorn rechts auch der um 1850 entstandene Durchbruch durch die Stadtmauer zu erkennen.

11. Die auf einer Anhöhe südöstlich der Stadt außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauer gelegene Kirche St. Viti war ab 1233 Sitz der Kanoniker des Nienburger Tochterklosters Mildensee. Seit Auflösung des Konventes am Anfang des 17. Jahrhunderts dient die Kirche nach entsprechenden Umbauten vorzugsweise als evangelisches Altersheim, im Volksmund 'Spitte!' genannt. Im Vordergrund des um 1930 aufgenommenen Fotos befindet sich die seit langem nicht mehr benutzte Kegelbahn des ehemaligen Gasthauses 'Zur Tanne'.

12. An der Stelle der am 6. Dezember 1825 eingestürzten 'Kettenbrücke' bauten die Nienburger Schiffer 1830 anläßlich des Einzuges des herzoglichen Herrscherpaares eine Pontonbrücke, die allgemein die .Schiffsbrücke genannt wurde. Sie war bis 1893 in Betrieb. Bei Hochwasser übernahm eine Fähre die Aufgabe der Brücke. Bei zu hohem Wasser und bei Eisgang mußte auch der Fährverkehr eingestellt werden. Das Foto entstand um 1890 vom linken Saaleufer aus. Auf dem jenseitigen Ufer sind die Baumgruppen der Sprone zu sehen, davor Ausschachtungsarbeiten zum Bau der Uferpfeiler der neuen Brücke.

13. Wollte ein Schiff die Schiffsbrücke passieren. so mußte der über der Fahrrinne der Saale liegende Teil der Brücke beiseite geschwommen werden. Am Ufer und am Ende des stehengebliebenen Teils der Brücke sammelten sich dann bis zum Wiedereinschwimmen der Brücke die Passanten und auch die Schaulustigen an. Das um 1880 aufgenommene Foto zeigt im Hintergrund die Häuser des Jürgensberges und rechts über den Wipfeln der Sprone den Schornstein der ehemaligen Gutknecht'schen Zuckerfabrik.

14. Oben: Vor der Begradigung der Saale am 'Nienburger Kessel' 1957 brachte es der Stromverlauf mit sich, daß hinter dem mittleren Brückenpfeiler der Saalebrücke und auch nordwestlich davon Kies und Sand angeschwemmt wurde, wie es die vor dem Ersten Weltkrieg entstandene Postkarte zeigt. Unten: Das Foto entstand während der ersten Bauphase der Saalebrücke, also um 1892. Es zeigt den schon fast vollendeten Brückenpfeiler. Dahinter liegt die Schiffsbrücke, von rechts rnünder die Bode in die Saale. Es ist gerade Schützenfest, denn die Dächer zweier Karussells überragen den Auffahrtsdamm der Brücke.

Nienburg, Saale

Schleppzug auf der Saale

15. In den Jahren 1883/84 wurde von der Saalemündung bis nach Halle eine 107 km lange Kette in die Saale verlegt, an der sich Kettendampfer mit einer Leistung von etwa 70 PS und mit sieben Mann Besatzung vorwärts mit ihrem Anhang zogen. Eine gleichartige Kette lag in der EIbe. Vor dem Ersten Weltkrieg befuhren fünf derartige Kettendampfer die Saale. Sie waren durch ihre flache Bauweise der damals noch ungenügend ausgebauten Saale den Schraubendampfern überlegen. Auf der vor dem Ersten Weltkrieg erschienenen Postkarte passiert gerade ein Kettendampfer mit seinem Anhang die Nienburger Saalebrücke. Die Kettenschiffahrt wurde 1921 eingestellt.

16. Die Holzkonstruktion der ehemaligen einspurigen Bodebrücke ruhte auf fünf steinernen Pfeilern. Schon oft hatten Hochwasser und Eisgang in den vergangenen Jahrhunderten die Brücke beschädigt oder zerstört. So erreichte auch im März 1881 das Hochwasser die Holzkonstruktion. Um ein Fortschwimmen der Brücke zu verhindern. wurde diese mit vielen Steinen beschwert. Da die Brücke den Anforderungen nicht mehr genügte , wurde sie 1898 durch einen Neubau aus Sandstein ersetzt, der wenige Meter südlich der alten Brücke errichtet wurde.

17. Die neue , 1898 dem Verkehr ohne besondere Feierlichkeit übergebene Bodebrücke zeichnet sich vor allem durch das kunstvoll geschmiedete Geländer aus, das früher an beiden Ufern je ein Paar Gaslaternen trug. Die Brücke führt direkt auf die ehemalige Seilerei Lenz zu. Links hinter dem früheren Gasthof 'Weißer Schwan' erhebt sich die auf dem Schäferplatz gelegene 'Gelbe Schule': sie war in jener Zeit die Volksschule. Die Aufnahme entstand vor dem Ersten Weltkrieg.

18. Die um 1880 gedruckte Postkarte zeigt die Mündung der Bode in die Saale. Gedeckte und ungedeckte Schiffe, in Nienburg Saalekähne oder kurz Kähne genannt, liegen in der Bode. Links erhebt sich der Jürgensberg. Am Ende des Jürgensbergs liegen die Gebäude der Zuckerfabrik und die der Eisengießerei. Davor verläuft ein Weg zur Verladestation der Stollen. Am rechten Saaleufer befindet sich die Badeanstalt, dahinter haben Saalekähne festgemacht.

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