Nienburg in alten Ansichten Band 1

Nienburg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Erich Vogel
Gemeente
:   Nienburg
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5369-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nienburg in alten Ansichten Band 1'

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29. Durch die Zweige der blühenden Obstbäume des ehemaligen Weinberges fällt der Bliek auf die Bodeniederung bis zum Altenburger Damm. Vorn verläuft der an der Hangseite mit Schilf bestandene Mühlgraben mit seinem Abzweig zum Freischütz. Dahinter liegt die eigentliche Bode. Trotz Protesten seitens der Bevölkerung wurde in den achtziger Jahren dieses Jahrhunderts der landschaftsbestimmende Mühlgraben zu einem Rinnsal verunstaltet. Die Absenkung des Wasserspiegels zerstörte kilometerweit zahlreiche Biotope. Auch die Bäume sind verschwunden. Der einst beliebte Spaziergängerweg unterhalb des Hanges ist verödet und wartet auf eine baldige Auferstehung.

30. Vier Brücken überspannen die Wasserläufe der Bodeniederung. Drei von ihnen wurden um 1848 errichtet und gehören zu der auf dem Altenburger Damm verlaufenden Landstraße. Die vierte Brücke ist aus Stahl. Es ist die 1890 erbaute Eisenbahnbrücke am Gölitzberg westlich der Stadt. In der Notzeit nach dem Zweiten Weltkrieg verschwand der Holzbelag der Brücke. Er wurde nächtlich heimlich abgebaut und wanderte in die Öfen der Altenburger und Nienburger, denn der Winter 1946/47 war bitter kalt. Die Brücke mußte Ende der sechziger Jahre einem Neubau aus Stahl weichen. Das Bild zeigt die alte Eisenbahnbrücke.

31. Oben: Am Ende des schluchtartigen und sich nach oben verengenden Fahrweges der Bernburgerstraße stand bis zum Anfang des neunzehnten Jahrhunderts ein Stadttor. Rechts, also östlich davor, erstreckte sich die ehemalige Vorstadt St. Viti. Unten: Am östlichen oberen Ende der Bernburger Straße begarm das Gelände der ehemaligen Hallströmschen Fabrik , deren Bürogebäude in der Bildmitte heute als Wohnhaus dient. Beide Fotos entstanden um 1910.

32. Die sich ständig erweiternde Hallström'sche Fabrik verschluckte ab 1860 zwei Stadtviertel mit alten Bürgerhäusern und Gehöften, so auch die Häuser der östlichen Front des Marktes, die das obere , um 1870-1880 aulgenommene Bild zeigt. Das an ihrer Stelle enstandene Fabrikgebäude ist im unteren Bild links zu sehen. Vor dem großen Tor steht die Wasserpumpe am Marktplatz. Die nach hinten führende Straße wird links von der Hallströmschen Villa, rechts durchgehend von Gebäuden der Fabrik begrenzt. Quer zur Straße liegend ist das Torgebäude der Domäne gut zu erkennen. Das Foto entstand um 1900.

33. Seit altersher wird der Marktplatz westlich durch das Rathaus abgeschlossen. Der erste Bau fiel 1525 dem Bauernkrieg zum Opfer. Der Nachfolgebau wurde um 1810 unter Beibehaltung der alten Kellergewölbe, dem Ratskeller, fertiggestellt. Die marktseitige Außenfassade wurde fast jedes Vierteljahrhundert umgestaltet, je nach dem Geldsäckel der Stadtväter und dem Zeitgeschmack. Das untere Bild zeigt das Rathaus um 1900 mit dem davorstehenden Kriegerdenkmal und den Gaslaternen. Das obere Bild wurde um 1930 aufgenommen. Das linke Fachwerkgebäude ist der Hasenhof.

34. Zum Gedenken ihrer in den Einigungskriegen gefallenen Söhne ließen die Nienburger 1896 anläßlich des 25. Jahrestages der Gründung des Kaiserreiches ein Denkmal im typischen Stil der Gründerjahre errichten. Es trug auf jeder Seite ein rundes Medaillon und wurde von einem zum Flug ansetzenden Adler aus Bronze gekrönt. Die linke Seite der um 1910 entstandenen Postkarte nimmt die Hallströmsche Villa ein. Die stadtgewaltige Polizei waltete ihres Amtes und sorgte dafür, daß die Schaulustigen bei der Aufnahme des Fotos gebührenden Abstand hielten.

35. Die Johannisstraße gehört mit zu den ältesten der Stadt. Ihre Bausubstanz umfaßt fast ein halbes Jahrtausend. Das Bild zeigt den südwestlichen Teil der Johannisstraße um 1930. Um 1970 fielen dort mehrere alte Gehöfte und Häuser den Bauplanern jener Zeit zum Opfer und mußten nüchternen Neubauten weichen, die das einst in Jahrhunderten historisch und harmonische Antlitz der Straße unwiederbringlich zerstörten.

36. Das Gehöft Lindemann in der Johannisstraße zählte zu den zwölf Häusern, die von einhundertzwanzig die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges überlebt haben. Es besaß in der Mitte des Hofes einen Taubenturm und im Haus noch Alkoven. Das wertvollste am Hause aber war wohl das schöne Renaissanceportal aus Sandstein mit den davor liegenden breiten Treppenstufen und der mit Schnitzwerk und schrniedeeisernen Gittern versehenen Tür. Auf Kelchen zieren beiderseits Sitznischen das Portal. Dank der Initiative des Nienburgers Werner Nickel wurde beim Abbruch des Hauses dieses unersetzliche Portal erhalten.

37. Oben: Der fruchtbare Lößboden rings um Nienburg wird seit altersher landwirtschaftlich genutzt. Seit mehr als hundert Jahren werden unter anderem Zwiebeln über den Eigenbedarf der Stadt hinaus angebaut. Das Bild zeigt eine Kolonne von Frauen beim Zwiebelputzen. Unten: War die Ernte eingebrachr, feierte man gemeinsam das Erntefest, wie hier um 1925 auf der Domäne im Ort steil Grimschleben. Auf der Treppe des Herrenhauses stehen Angehörige der Domänenpächter Richter und Haberland.

Schillerplalz

38. Auf dem ehemaligen Schweinemarkt außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauer errichteten die Nienburger 1905 dem deutschen Dichter Friedrich von Schiller anläßlich seines hundertsten Todestages ein Denkmal. Der Platz hieß nun offiziell der Schillerplatz. Die Postkarte zeigt das Denkmal nach der Einweihungsfeier . Die mit Girlanden und den Fahnen des Kaiserreiches schwarz-weiß-rot geschmückten Fahnenstangen umgeben das Denkmal. dessen Gedenkstein zusätzlich durch einen Kranz geschmückt ist. Auf der Postkarte steht handschriftlich: 'Liebste Erika, sieh nur, wie sich unser Schweinemarkt zu seinem Vorteil verändert hat ... '

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