Nienburg in alten Ansichten Band 1

Nienburg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Erich Vogel
Gemeente
:   Nienburg
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5369-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Nienburg in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

39. Günthers Ecke, so nennt der Volksmund das an der Straßenkreuzung am Schillerplatz befindliche Geschäftshaus, das über 100 Jahre von der gleichnamigen Familie betrieben wird. An die Stelle der sechs Fenster im Erdgeschoß sind inzwischen drei große Schaufenster getreten. Die vor etwa hundert Jahren entstandene Aufnahme zeigt links einen großen Menschenauflauf. Fotografieren war etwas Seltenes und jeder wollte dabei sein, mußte aber das Blickfeld freigeben. Ein Mann und eine Frau mit je einem Kind auf der Arm stehen beiderseits der Tür und gehören sicher zur Familie Günther.

Die burg. Saale

J

40. Das zur Mittagszeit vom Wasserturm um 1905 aufgenommene Foto wurde als Postkarte von der Firma Willy Hesse vertrieben und zeigt im Vordergrund die Neugattersleberstraße und daran anschließend den Schillerplatz und die Marktstraße. Den Hintergrund nehmen von links nach rechts die Bürgerschule, die Schloßkirche und die Hallströmsche Fabrik ein. Das flachgedeckte Gebäude im rechten Vordergrund ist der Tanzsaal der Gaststätte 'Zum Erbprinz', jetzt 'Stadt Nienburg'. im Volksmund 'Topp' genannt.

Nienburg a. Saale

M~rkl~tr~Ce mil ~Isrl. Poshmt

41. Im Jahre 1890 zog die Post in das vom Nienburger Unterstützungsverein erbaute Haus ein. Es wurde erst 1925 von der Reichspost käuflich erworben. Die vor dem Ersten Weltkrieg entstandene Postkarte zeigt im Hintergrund das Rathaus und links die nördliche Häuserfront der Hallströmsehen Fabrik. Das vordere linke Eckhaus wurde nach dem Abriß der meisten Gebäude der Hallströmsehen Fabrik zum Nienburger Lichtspielhaus 'Capitol' umgebaut.

Bodeçasse

42. Die beiden Bilder zeigen die Bodegasse um 1900 und im Winter 1930. Als die Witwen des Herrscherhauses Anhalt-Köthen im Nienburger Schloß residierten, schlugen sie zur schönen Jahreszeit des öfteren ihre Kaffeetafel unter dem Motto 'Zurück zur Natur' in dem jenseits der Bode gelegenen Mühlwerder auf. Um zur Bode zu kommen, führte sie ihr Weg durch die Bodegasse, die deshalb im Volksmund die 'Kaffeegasse' genanntwird.

43. Auf dem Gelände des sagenumwobenen Schäferplatzes stand einst die Jürgensburg. Der Nienburger Abt Heinrich ließ sie um 1510 niederreißen. Den Platz nahm dann bis etwa 1870 eine Schäferei ein. Sie wich dem Neubau der damaligen Volksschule. Rechts im Bild befindet sich die mit einem Schmuckgiebel versehene ehemalige Synagoge, die 1823 mit Unterstützung christlicher Mitbürger gebaut wurde. Sie wurde 1888 verkauft und zu Wohnzwecken genutzt.

I e.,bu' S" E

~ ..

. l 't;

44. Die städtische Badeanstalt wurde 1877 am jenseitigen Saaleufer gegenüber dem Jürgensberg eröffnet. Der Weg zu ihr führte über Bode- und Saalebrücke, durch die Lindenallee und den vorderen Teil der Sprone und war ein beliebter Spazierweg. Die Bauten der Badeanstalt änderten sich wie die Bademoden. Zur Zeit der Aufnahme vor dem Ersten Weltkrieg hieß der Bademeister DeistIer und er betrieb auf dem Jürgensberg eine kleine Gaststätte, links oben im Bild. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die schwimmenden Kabinen durch auf Land stehende ersetzt.

45. Eine Mädchenschulklasse der Nienburger Volksschule stellt sich kurz vor dem Ersten Weltkrieg dem Fotografen. Links liegt die Umkleidekabine der Badeanstalt. Drei Knaben, die offensichtlich nicht der Klasse angehören, misehen sich unter die Badenixen, die der besseren Gruppierung wegen, teilweise den Sprungturm erklommen haben. Im Hintergrund sieht man die Bodebrücke, und am Mast flattert, im Bilde nicht sichtbar, die Flagge mit der Aufschrift 'Bootsverleih' .

46. Eine Postkarte am Ende der zwanziger Jahre zeigt die Badeanstalt mit ihren beiden Schwimmbecken, links mit der Tafel 'Nur für Nichtschwimrner', rechts mit der Inschrift 'Nur für Schwimmer'. Ein Radio mit Trichterlautsprecher, betrieben mit einer 100 V-Batterie und einem 4 V-Akku sowie einer zwischen zwei Eichen gesparmten Hochantenne und einem mit einem Draht verbundenen in die Saale versenkten Anker, sorgte sonntagnachmittags für Unterhaltung. Da erklärte ein Herr seiner erstaunten Familie ernsthaft: 'Die Musik kommt vom Sender Leipzig, schwimmt die Saale abwärts und der Radioapparat saugt sie mittels des Drahtes aus dem Wasser.'

47. Oben: Das 'Schützenhaus', zwischen Bode- und Saalebrücke gelegen, war nicht nur das Vereinslokal des Schützenvereins, sondern auch das des Männerturnvereines. Der große Saal rnit Bühne wurde außerdem zu mannigfachen Veranstaltungen genutzt. Unten: Das älteste Nienburger Ausflugslokal bestand etwa zweihundert Jahre. Es änderte mit seinem Besitzer Aussehen und Namen. Es hieß um 1830 'Rockmanns Tabagie", um die Jahrhundertwende 'Allrichs Restaurant' und nach dem Ersten Weltkrieg 'Waldfrieden' . Die beiden Bilder entstanden vor dem Ersten Weltkrieg.

48. Um die Mitte des neunzehnten Jahrhunderts wurde für die Arbeiter der Zuckerfabrik und der Ziegelei am jenseitigen Ende des Grimschlebener Dammes eine Reihe Häuser mit den zugehörigen Stallungen mit aus Lehm verbundenen Bruchsteinen gebaut. Sie erhielten den Namen: 'Neue Häuser' und sind inzwischen abgerissen. Die Zuckerfabrik (1847 bis 1910) lag in dem Zipfel der nach Köthen und Grimschleben führenden Landstraßen. Die seit dem Mittelalter bestehende Ziegelei war bis in die fünfziger Jahre im Betrieb und lag der Gaststatte 'Waldfrieden' gegenüber.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2022 Uitgeverij Europese Bibliotheek