Nienburg in alten Ansichten Band 1

Nienburg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Erich Vogel
Gemeente
:   Nienburg
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5369-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nienburg in alten Ansichten Band 1'

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59. Die Nienburger Freiwillige Feuerwehr wurde 1867 gegründet. Sie hatte zunächst ihre Heimstätte am ehemaligen Stadttorhaus in der Marktstraße. Dann zog sie in die Adolf-MeyerStiftung ein. Das Bild wurde dort anläßlich des 75. Jahrestages aufgenommen. Zu den damaligen Förderern gehörten Heinrich und Erich Mendershausen. Beide wurden Opfer des Hitlerschen Rassenwahns und mußten 1933 alle Ehrenämter niederlegen. Heinrich Mendershausen verstarb in einem Konzentrationslager. Der Familie Erich Mendershausen gelang die Emigration nach den USA.

60. Im Jahre 1930 entstand diese Aufnahme einer Kindergruppe im städtischen Kindergarten in der Adolf-Meyer-Stiftung. Die zwischen fünf und sechs Jahre alten Mädchen und Knaben sind ganz bei der Sache und blieken gehorsam zur großen Plattenkarnera. die auf einem eindruckerheisehenden Stativ steht. Dann macht es klicks, und man ist das lästige Stillsirzen los und kann wieder spielen. Da kann man nur sagen: '0 selig, 0 selig, ein Kind noch zu sein.'

61. Zu den weiteren Stiftungen des Nienburger Ehrenbürgers gehört das Altersheim. Es entstand um 1928 durch den Umbau der damaligen Hallströmschen Villa. Dabei diente dem Architekten die Front des rechts daneben stehenden klassizistischen Gebäudes als Vorbild. Im großen Saal des Amalie-Meyer-Altersheimes wurde am 23. Januar 1934 der Sarg Adolf von Meyers zu einer würdevollen Trauerfeier aufgebahrt und von dort, dem Wunsch des in der Schweiz Verstorbenen folgend, auf dem Nienburger Friedhofzur letzten Ruhe gebettet.

62. Die 1934 geschaffene Grabstätte Adolf von Meyers trägt die Inschrift: 'Ein Wohltäter der Menschheit,' denn Meyer bedachte nicht nur seine Vaterstadt, sondern überließ beträchtliche Summen dem Deutschen Museum, dem Bunde deutscher Mediziner und einem missionsärztliehen Institut in Afrika. Die Grabstätte wurde im November 1938 im Zuge des Rassenwahns in nächtlicher Stunde dem Erdboden gleichgernacht. Nach 1945 wurde die Grabstätte, wenn auch in vereinfachter Form, wieder errichtet.

63. Oben: Etwa vierzig Jahre lang produzierten die 'Chemischen Werke AG, vormals Paul Römer & Co' Chromate , Chromfarben, Zinn und Zinnsalzc, Salz- und Schwefelsäure und andere Chemikalien. Das Werk erlag 1930 der Weltwirtschaftkrise. Unten: Das gleiche Schicksal erlitt auch die 'Kupfer-Metall-und Eisenwarenfabrik Franz Hallström'. Um 1850 gegründet, ging sie durch die Tatkraft Hallströms aus einer kleinen Kupferschmiede hervor und erlangte Weltgeltung. Das Bild zeigt das Werk um 1900 von der Nordwestecke des Marktes aus gesehen.

64. In der großen Halle der Hallströmschen Fabrik befand sich neben der Messinggießerei die Kesselschmiede. Das Bild zeigt fünf junge Kesselschmiede und dahinter einen fertiggestellten großen Kupferkessel. In den sozialen Leistungen für die mehr als 400 Beschäftigten war Hallström seiner Zeit um ein bis zwei Generationen voraus. Das Werk lieferte in alle Kontinente und so mancher Arbeiter reiste als Monteur mit den Erzeugnissen des Werkes in fremde Länder.

65. Man nannte sie die 'Miehrne Krotki'. Sie gehörte zum Stadtbild, wenn sie mit ihrem von einem Pferd gezogenen Wagen durch die Straßen zog und ihre Waren vom Fisch bis zum Gemüse zum Kauf anbot. In der Mitte des vor dem Ersten Weltkrieg entstandenen Fotos steht sie rnit ihrem Bauchladen. Dahinter stehen Pferd und Wagen. Käufer und Kinder umrahmen sie. Sie ist gerade auf dem Jürgensberg, Seltsam muten uns heute die Kinderwagen mit ihren hohen Rädern, der Kindermantel und auch die Kleidung an. Doch jede Zeit hat ihre Mode.

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66. In der ehemaligen Nienburger Maschinenfabrik wurde um 1860 die liegende Strangpresse erfunden, ohne die noch heute viele Industriebetriebe nicht auskommen, angefangen von den Brikettfabriken bis zu den Ziegelwerken. Dafür erhielt das Werk auf der Weltausstellung 1867 in Paris eine Goldmedaille. Weitere Erzeugnisse wurden auf späteren Weltausstellungen prämiert. Die beiden Bilder zeigen das Werk von der Saale aus und von der Calbeschen Straße. Heute stehen nur noch wenige der einstigen Fabrikgebäude.

67. Das Bild zeigt einen Teil der Gießereihalle der ehemaligen 'Nienburger Maschinenfabrik AG', kurz NIMAG genannt. Dem ungeübten Auge bietet sich ein scheinbar sinnloses Dureheinander von Gußformen, Menschen und Maschinen. Trotzdem ist arbeitsmäßig alles wohlgeordnet. Arbeiter sind beirn Entformen der Gußstücke. Der Hintergrund wird von der Glut des in die Formen fließenden glühendheißen Eisens erleuchtet. Das Foto erinnert an das berühmte Gemälde 'Das Eisenwalzwerk' von Adolf von MenzeI.

68. Arbeiter der Gießerei der NIMAG haben in einer Pause ihren Lederschurz beiseite gelegt und sich in einer Nische der Formerei dem Fotografen gestellt. Drei von ihnen halten jene Geräte in den Händen, mit denen sie die Öffnungen der Kupolöfen freistechen. Sie geben so dem glutflüssigen Eisen den Weg in die bereitgestellten Formen frei. An den Knien haben ihre Hosen schützende Lederbesätze. Die Flaschen täuschen Schnaps vor, enthalten aber den von daheim mitgebrachten Malzkaffee.

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