Nienburg in alten Ansichten Band 1

Nienburg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Erich Vogel
Gemeente
:   Nienburg
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5369-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nienburg in alten Ansichten Band 1'

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69. Bei der Schneidermeisterin Vogel ist Fototermin. Sie und ihre Gehilfinnen und auch die Lehrlinge haben sich entsprechend herausgeputzt und sind der besseren Lichtverhältnisse wegen in den Garten gegangen. Die blendend weißen selbstgeuähten, mit Stickerei umsäumten Schürzen werden stolz zur Schau getragen. Die älteste der Gehilfinnen hat sich das Schneidermaßband als Zeichen ihrer Würde umgehängt, denn nur sie durfte neben der Meisterin maßnehmen. Die Meisterin aber hat ihren Meisterbrief vor sich ausgebreitet.

70. Ein neues Zeitalter ist angebrochen, nämlich das der Motorisierung. Der Schlossermeister Friedrich Hoffrnann, Inhaber des gleichnamigen Geschäfts in der Brückenstraße besaß das vielbestaunte erste Auto in Nienburg. Im damaligen Herzogtum Anhalt war es das zweite. Das erste Auto gehörte der herzoglichen Familie. Das Bild zeigt den Schlossermeister Friedrich Hoffmann und seine Gattin mit dem Auto der Marke Piccolo, Baujahr 1904, anläßlich einer Fahrt im Jahre 1905 nach Egeln.

71. Das Transportmittel der 'kleinen Leute' für Fuhren aller Art war der Handwagen. Er diente aber auch festlich mit Girlanden und Blumen geschmückt als Gefährt bei Umzügen und Kinderfesten. Als Nachklang des kaiserlichen Flottenprogrammes war bis in die dreißiger Jahre der Matrosenanzug die festliche Kleidung für Knaben. Da das Geld nicht so dicht gesät war, um jährlich neue Kleidung zu kaufen, wuchsen die Knaben in den Anzug hinein und auch wieder heraus.

72. In Nienburg gab es um 1930 etwa 80 Vereine, darunter 14 Sportvereine. Besendere Attraktionen voller Publikumswirksarnkeit bot der Nienburger Radverein. Seine Darbietungen wurden nicht nur in Nienburg sondern auch anderwärts mit viel Beifall bedacht. Das Bild zeigt eine Vierergruppe des Vereins in den zwanziger Jahren. Viele Vereine, so auch der Radfahrverein, wurden nach dem Machtantritt Hitiers mehr oder minder zwangsweise aufgelöst.

73. Dunkle, bis oben zugeknöpfte Kleider, am Hals mit kunstvoll gestiektem und mit einer Brosche, geschmückten Kragen prägten vor der lahrhundertwende die Mode der Bürgerinnen. Die Haare in der Mirte gescheitelt, zu zwei dieken Zöpfen geflochten und zu einem Kauz zusammengesteckt, war die übliche Haartracht. Auf dem Foto strahlen die Frau des Schiffseigners Wolter, deren Tochter mit ihren drei Kindern, vom Fotograf in klassischer Dreieckform gruppiert, Zufriedenheit aus.

74. Oben: Im Jahre 1877 erweiterte Albert Könnemann sein Kalkwerk durch den Bau des Zementwerkes 'Ascania', aus dem 1902 die abgebildeten 'Anhaltischen Portlandcement- und Kalkwerke AG' hervorgingen. Diese wurden 1913 stillgelegt und die Gebäude zu landwirtschaftlichen Zwecken verkauft. Unten: Zu etwa gleicher Zeit nahm das nach den damals modernsten Gesichtspunkten erbaute Zementwerk 'Jesarbruch' seine Produktion auf. Das Werk stellte einen ausgezeichneten Zement her, der auch zum Bau der Autobahnen verwendet wurde. Am Anfang des Zweiten Weltkriegs wurde das Werk stillgelegt.

75. Der Wasserturm ist mit zu einem Sinnbild der Stadt geworden und überragt als einziger Turm die Stadt. Die vor 1905 entstandene Postkarte zeigt den Wasserturm, davor eine kunstvolle Gaslaterne, denn Nienburg erfreute sich von 1866 bis 1939 einer Gasbeleuchtung. Vor dem Ersten Weltkrieg war die Neugattersleberstraße vom Wasserturm an nach Westen hin noch mit Obstbäumen bepflanzt, die zur Zeit der Aufnahme in voller Blüte stehen.

Nienburg (Saale)

Wasserturm

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76. Überblickt man die bis 1930 in Nienburg erschienenen Postkarten, so bildet die Schloßkirche allein oder mit den sie umgebenden historischen Gebäuden den Hauptanteil der Motive. Nicht nur Fotos sondern auch kolorierte Zeichnungen nehmen sich dieses attraktiven Motives an, wie zum Beispiel diese Karte, die im Geschmack der Jahrhundertwende mit mannigfachem Beiwerk geschmückt ist. Sie zeigt, umgeben von Eichenlaub und Efeu, als Sinnbild des Sieges und der Ewigkeit, das Stadtwappen und das des Kaiserreiches.

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