Nienburg in alten Ansichten Band 2

Nienburg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Dr. Erich Vogel
Gemeente
:   Nienburg
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6101-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nienburg in alten Ansichten Band 2'

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19 Van 1890 bis 1930 wurden in den 'Chernischen Werken AG, vormals Römer und Co' in Nienburg Phosphatdüngemittel und Chemikalien wie Chrom- und Zinnsalze, Glaubersalz, Salzsäure und Schwefelsäure produziert. Das Werk ging um 1930 während der Weltwirtschaftskrise in Konkurs und wurde weitgehend abgerissen. Das Bild zeigt das Werk von der Sprone aus. Vorn liegt links auf dem jenseitigen Ufer das ehemalige Gaswerk mit seinem Schornstein und dem Gasometer. Das Eckhaus, ganz rechts, hieß im Volksmund der 'Rote Ochse', weil es aus roten unverputzten Ziegeln erbaut war. Am Ufer befand

sich die Pumpstation des Werkes für Brauchwasser.

20 Um 1900 hieB die gesamte heutige BrückenstraBe die Calbeschestraße. In dem linken vorderen Haus war die Praxis des Sanitätsrates Dr. Ahrens. Dahinter liegt die ehemalige Brauerei der Stadt, Sie wurde um 1870 verkauft und zu einer Gaststätte umgebaut. Rechts im Bild befindet sich die Seilerei von August Lenz, dahinter die Sattlerei von Schirmer und anschließend die Bäckerei der Geschwister Schmidt. Das dahinter noch sichtbare Eckhaus steht auf dem Gelände des ehemaligen Bode-Stadttores. Im Hintergrund in der Mitte sieht man die Gebäude der Malzfabrik, die auf dem Gelände des früheren Schlosses ab 1872 erbaut wurden.

21 Die ehamalige Gaststätte 'Weißer Schwan' gehörte mit zu den ältesten der Stadt. Sie wurde schon um 1800 erwähnt.Von 1830 bis 1890 befand sich im Gebäudetrakt des 'Schwanes' lange Zeit das Nienburger Postlokal. Dort hielten damals die Postkutschen. Der später an der Rückseite des Gebäudes errichtete Anbau hatte einen großen Saal mit Bühne und Galerie. Dahinter befand sich das Gartenlokal mit einer Kegelbahn. DerWirt der Gaststätte hieß gegen Ende des 19. Iahrhunderts August Wiegel und galt als ein Nienburger Original. In jener Zeit war der 'Schwan' das erste Bundeslokal der deutschen Radfahrvereine.

22 Das Ende der Lehrzeit und die Aushändigung des Gesellenbriefes erfolgte früher nach strengen überlieferten Ritualen vor der Zunftlade.Vieles von den alten Überlieferungen wurde auch nach der offiziellen Auflösung der Zünfte längere Zeit beibehalten.Anfang des lO.Jahrhunderts verschwanden die alten Bräuche nach und nach und machten einer mehr oder weniger formlosen Übergabe des Gesellenbriefes Platz. Das Bild zeigt zwei frisch gebakkene Maurergesellen im Festanzug, zu dem damals der Zylinderhut gehörte. Die Beiden tragen als Zeichen ihrerWürde einen mit farbigen Bändern geschmückten Strauß.

23 Weniger zeremoniell verlief schon um 1910 der LehrabschluB bei den Schlossern. Der überwiegendeTeil dieser Lehrlinge wurde in der damaligen Nienburger Metallindustrie, nämlich in der 'Nienburger Maschinenfabrik und Eisengießerei AG' und in der 'Hallström'schen Metallwarenfabrik' ausgebildet. Hier harten die alten Zunfttraditionen keinen Boden mehr. Das blieb nicht ohne Einfluß auf die Handwerksbetriebe. Das Bild zeigt fünf ehemalige Lehrlinge in ihrer Arbeitsbekleidung auf dem Hof der Firma Günther.

24 Im Ersten Weltkrieg verlor Nienburg die zwei im jahre 1 732 gegossenen Glocken der Stadtkirche St. johannis. Der damalige Pfarrer Schwarzkopf übergab diese Glocken in nationaler Begeisterung, in Übereinstimmung mit dem Gemeindekirchenrat, der Kriegsindustrie. Die beiden Glocken waren wegen ihres Alters nicht abgabepilichtig. Anders verhält es sich dagegen mit den Glocken des 1928 vom Nienburger Ehrenbürger Adolf von Meyer gestifteten Glockenspiels. Diese Glocken mußten 1941 abgegeben werden und wurden eingeschmolzen. Sowohl die Glocken der Johanniskirche

als auch die des Gleekenspieles konriten bisher leider nicht ersetzt werden.

25 Die Nienburger Johanniskirche wurde um 1690 anstelle der gleichnamigen baufällig gewordenen mirtelalterlichen Kirche erbaut. Sie ist eine einfache, aus Feldstein errichtete Kirche, Das Innere besitzt eine schlichte barocke Ausstattung mit bemalten Holzemporen. Die Orgel ist das hundertste Werk des Zórbiger Orgelbaumeisters Rühlmann. Auf den im Bild nicht sichtbaren Chorstühlen in der Apsis harten der Überlieferung nach die Mitglieder des Kirchenrats und die Honoratioren der Stadt ihren Sitz. Die Emporen waren den Angehörigen der Zünfte und den Schiffern und Fischern

vorbehalten, die Bänke in der Mitte der Kirche für alle anderen Kirchgänger.

26 Währenà der Getreideernte hatten die mit Dampfmaschinen betriebenen Dreschmaschinen Hochsaison. Sie arbeiteten zunächst für die Kleinbauern und für die Besitzer oder Pächter von Hauskabeln. Ende August bis in den September hinein standen sie auf den Höfen der größeren Bauern und droschen dort das Getreide aus. Das war damals etwas so Selbstverständliches und allgemein Bekanntes, daß davon kaum Fotos gemacht wurden. Wenn es trotzdem geschah,

so ging es nur um Erinnerungsfotos für die Beteiligten.

27 Früher gab es in Nienburg drei fahrbare Dampfmaschinen rnit den dazu gehörigen Aggregaten zum Dreschen von Getreide. Ihre Besitzer waren Bombach, Brösel und Rose. Das um den Ersten Weltkrieg in Wedlitz aufgenommene Foto zeigt die Anlage des Maschinenbesitzers Rose beim Dreschen in einem Bauerngehöft in Wedlitz. Die Dampfmaschine steht auf einem Fahrgestell mit eisernen Rädern. Sie wurde mit Steinkohlenbriketts beheizt. Vor dem eigentlichen Dreschaggregat har die Arbeitskolonne zur Bedienung der Dreschmaschine und die des AnundAbtransports des Dreschgutes Aufstellung genommen.

28 Die im Südosten am Ufer der Bode gelegene Bodereihe wird indirekt schon in einer 1233 ausgestellten Urkunde des Nienburger Klosters erwähnt. Das um 1 930 entstandene Bild zeigt den nördlichen Teil der Bodereihe, in welcher kein Haus dem anderen gleicht. Die Bodereihe führte früher fernab jeglichen Durchgangsverkehrs ein Gänseblümchendasein. Sie ist in den letzten jahren unter anderem durch Eigeninitiative der Anwohner zu einern Schmuckstück der Stadt geworden. Kleine Grünanlagen mit mannigfachen Blumen und niedrigen Sträuchern verleihen ihr in der warmen [ahreszeit ein zauberhaftes Aussehen.

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