Nienburg in alten Ansichten Band 2

Nienburg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Dr. Erich Vogel
Gemeente
:   Nienburg
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6101-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nienburg in alten Ansichten Band 2'

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29 Ruhe und Beschaulichkeit strahlt dieser stille Winkel mit seinem bemerkenswerten durch eine Säule gestützten Querbau des links im Bild befindlichen Hauses aus. Diese Sackgasse mit Namen 'Schloßgarten' wird im Volksmund der 'Entenschnurz' genannt. Die um 1930 entstandene Aufnahme ist eine von vielen, die uns der von Heimatliebe durchdrungene Rektor Ernst Wagner mit seiner Plattenkamera im Format 9 x

1 2 cm hinterlassen hat. Durch gut gemeinte Renovierungen, Neu- und Umbauten hat dieser stille Winkel leider manches vom früheren Reiz verlo-

ren.

30 Die ehemalige Nienburger Bodemühle kann auf eine etwa 900 Iahre alte wcchselvolle Geschichte zurückblikken. Das rechts im Bild sichtbare Hauptgebäude wurde im [anuar 1945 ein Raub der Flammen. Nach der Eroberung der Stadt am 1 2. April 1945 durch amerikanische Truppen fiel die Strornversorgung der Stadt aus. Um die Mehlversorgung zu sichern, setzten beherzte Bürger den Antrieb der verbliebenen Mehlaggregate durch Wasserkraft wieder in Betrieb. Dadurch wurde die Versorgung der Stadt mit Brot gesichert. Die Aufnahme zeigt die Mûhle um 1930.

31 Oberhalb der Bodeniederung erhebt sich auf einem Hügel die ehemalige Kirche St. Viti, Hier hatten ab 1233 die Kanoniker des Konvents Mildensee, einer 'Iochterzelle des Nienburger Klosters, ihren Sitz. Die Kirche wurde 1615 in ein Hospital umgewandelt und ist es heute noch. Der Volksmund nennt es daher den 'Spitter. Die um 1910 entstandene Aufnahme zeigt den Spittel vom Nordosten aus. Der Friedhof, der die Kirche früher umgab, wurde um die Mitte des 19. [ahrhunderts in eine Rasenfläche und einen Garten urngewandelt. DerTurm der im frühgotischen Stil erbauten Kirche steht außerhalb der

Achse des Kirchenschiffes und ist seit Iahrhunderten ohne Glocken.

32 Die im Norden der Stadt gelegene Iahnstraße hieß früher 'An der Fabrik'. Sie harte vor dem Ersten Weltkrieg nur sechs Häuser. Der Volksmund gab der Straße den Namen 'Mauseschwanz' . Alle weiteren Häuser entstanden erst nach 1935. Das obige Bild entstand vor dem Ersten Weltkrieg anläßlich eines Manóvers einer Einheit der kaiserlichen Armee. Es zeigt die [ahnstraße vom Osten her, also von der heutigen Calbeschenstraße aus.

33 An das Restaurant 'Lindenhof" von G. Kosnick in der Calbeschenstraße unweit des Mauseschwanzes kalm sich heute kaum jemand mehr erinnern. Später hieß es 'Sportpark'. In den fünfziger jahren wurde es zu einem Kindergarten der Zementwerke umgebaut. Der Nienburger Bürger Kosnick besaß dort vor der jahrhundertwende eine Gelbgießerei, die auch anspruchsvolle Nippesfiguren herstellte. Die um 1900 gedruckte Postkarte zeigt links das Restaurant mit dem nach Westen führenden Gesellschaftssaal. Rechts ist der Nienburger Bahnhof abgebildet.

34 Der Ausschnitt aus einer um 1885 entstandenen Lithografie zeigt den ]ürgensberg vom jenseitigen Saaleufer aus. Auf dem letzten rechten Drittel des Bildes ist die Gutknecht'sche Zuckerfabrik sowie die Eisengießerei zu sehen. Die links im Bild aufwärts führende Straße ist die heutige Brückenstraße. Der Jürgensberg war in [ener Zeit nur teilweise bebaut. Es fehlen noch alle jetzigen zweistöckigen Gebäude. Der zur Saale abfallende Hang ist zum Teil durch eine fast senkrechte Mauer ersetzt. Sie soll verhindern, daß die Saale bei Hochwasser und Eisgang den Abhang unterspült.

35 Die ehemalige Nienburger 'Maschinenfabrik und Eisengießerei NIMAG' entstand um 1850 aus kleinen Anfängen. Hier wurde die Strangpresse erfunden. Sie ermöglichte die maschinelle Herstellung von Ziegeln und Briketts. Die Maschinenfabrik erhielt 1867 für diese Strangpresse auf der Pariser Weltausstellung eine Goldmedaille. Auch andere Erzeugnisse des Werkes wurden später mit Medaillen ausgezeichnet. Das Werk stellte vor allem Maschinen für die Ziegel-, Zement- und Gummiindustrie her. Ein großerTeil davon

ging in den Export. Das Werk ging um 1 930 während der Weltwirtschaftskrise in Konkurs und wurde bis auf weni-

ge Gebäude abgerissen. Das Bild zeigt eine der Montagehallen der 'NIMAG' .

36 Nienburg war bis zur Zeit der Industrialisierung eine Ackerbürgerstadt. Das wurde bis etwa 1960 besonders in der Iohannisstraße deutlich. Dort bestimmten überwiegend große und kleine Bauerngehöfte das Straßenbild. Sie sind heute entweder abgerissen oder werden nicht mehr bewirtschafter. Eine ältere Zeichnung zeigt etliche der nicht mehr vorhandenen Gehöfte. Das älteste Gehöft, links im Bild, wurde im 16. Iahrhundert erbaut und harte im Inneren noch einenAlkoven. Das schöne Renaissanceportal des Hauses mit seinen Sitznisehen wurde nach dem Abbruch des Hauses an einer anderen Stelle eingebaut.

37 Eine um 1910 erschienene Postkarte zeigt den oberen Teil der Johannisstraße. Auf der rechten Seite des Bildes befindet sich der um

19 10 entstandene Anbau des Rathauses. Am Ende dieser östlichen Straßenseite liegt das Hauptgebäude des ehemaligen Mosigkauer Stiftgutes. Das Eckhaus links ist das Textilgeschäft Engel, das schon über 100 Iahre besteht. Vor 1880 hatte dort der Uhrmacher Fritz Förster sein Domizil. Daneben befindet sich das heute verschwundene Gehöft des Landwirts Hesse, im Volksmund 'Zollhesse' genannt. Der Überlieferung nach war die Familie einst Zolleinnehmer am Calbesehen Stadttor in Nienburg.

38 Bis erwa 1910 gehörte der südliche Flügel des Rathauses dem Bürger Weider, der dort eine Gaststätte und eine Fleischerei betrieb. Die Gebäudetrennung wird auch durch den Brandgiebel auf dem Dach des Rathauses sichtbar. In der im Bild nach links führenden Marktstraße sieht man das Eekhans des Textilgeschäftes E.L. Engel und weiter hinten den Giebel der Firma Franz Günther. Dazwischen erkennt man bei näherer Betrachtung den Giebel des damaligen 'Spritzenhauses'. Dieses Feuerwehrhaus stand auf dem Gelände des ehemaligen Calbeschen Stadttores, dessen Fundamente bei Ausschachtungsarbeiten der jahre 1994/95 teilweise

bis zu einerTiefe von mehr als 4,5 In angeschnitten wurden. Den Hintergrund schließt ein Wahrzeichen der Stadt ab, der 1903 in Betrieb genommene Wasserturm.

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