Nittenau in alten Ansichten

Nittenau in alten Ansichten

Auteur
:   Rainer Weileder, Friederike Eigler, Karl Baudrexl und Jens Chr. Müller
Gemeente
:   Nittenau
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2699-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nittenau in alten Ansichten'

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9. Nittenau zur Postkutschenzeit,

Nittenau lag an der Postlinie 117 von Pilsen nach München. Im heutigen Segererhaus befand sich die Posthalterei mit Stall und Übernachtungsmöglichkeit. Das Bild schildert eine Dorfidylle: Neugierige beobachten das Ankommen eines Pferdeomnibusses. Der Postillion sitzt auf dem Kutschbock. Eine Kariolpost - mit nur einem Pferd, mit Lederdach und verschlicßbarem Magazin - ist vor der Handlung Kerscher (Scharfes Eek) abgestellt. Zwei Gänse stört dies alles nicht; sie haben sich mitten auf der Straße niedergelassen.

10. Gasthof 'Zum goldenen Ochsen',

Der Gasthof 'Zum goldenen Ochsen' war eines der größten Anwesen des Ortes. Es reichte vom Marktplatz bis zur Wolfgangsstraße und war im Besitz der Familie Kleber. Neben einer ausgedehnten Landwirtschaft gehörten auch eine Metzgerei und eine Brauerei dazu. 1965 wurde hier ein neues Raiffeisenbankgebäude errichtet. Auf der linken Straßenseite liegen die wichtigen Geschäftsgebäude der damaligen Zeit: Wilhelm Loritz, Attenhauser, Apotheke, Wirtschaft der Schwestern Kloser, Metzgerei Baumer und Schuhmacher Stang!.

11. Die Hauptstraße um 1900.

Die heute ungemein belebte Hauptstraße zeigt sich hier fast menschenleer. Der Gasthof 'Zum Bären' auf der linken Straßenseite gehörte dem Wirt und Metzger Faltermeier. Dahinter hängt das Wirtshausschild vom 'Goldenen Ochsen'. Das querliegende Gebäude ist das heutige Rathaus. Im Parterre war nach Auflösung der Posthalterei die Post eingezogen. Im ersten Stock wohnte zuerst Amtsrichter Hartmann, später Postmeister Koller. Auch Dr. Hoffmann hatte hier seine Arztpraxis. Auf der gegenüberliegenden Seite sehen wir die Geschäftshäuser von 1. Attenhauser und W. Loritz und die Apotheke, die seit 1839 besteht.

12. Der Hofplatz.

Diese alte Postkarte zeigt das 'neue ' Schulgebäude (etwa um 1895), davor einen Gemeindebrunnen und ganz rechts im Vordergrund das Riederhaus. Joharm Rieder, ehemaliger Bürgermeister, steht mit einem Buch unter dern Arm daneben. Die alte Friedenseiche von 1871, die Mariensäule von 1859 und die Polizeistation sind im Bild hinten zu erkennen. Schule, Eiche und Säule mußten aber einer neuen Kirche und einem großstädtisch anmutenden Platz weichen.

13. Buchbinderei und Handlung Joharm Rieder um 1900.

Joharm Rieder betrieb in Nittenau eine Buchbinderei. Nebenbei verlegte er kleinere Schriften und Postkarten. Die beiden Häuser auf dem Bild sind heute zu einem großen Geschäft vereint. Der 'Schulbrunnen' irn Vordergrund hat den Durst vieler Kinder gelöscht. Vor der Toreinfahrt steht ein Uniforrnierter; wahrscheinlich ist es der Gemeindediener Hecht.

14. Einweihung des Kriegerdenkmals.

Im Jahre 1922 stifteten die Nittauer Vereine das Kriegerdenkmal. Es wurde um die Mariensäule herumgebaut, die 1859 in Bodenwöhr nach einem Entwurf eines Paters aus Metten gegossen wurde. An der Innenseite der Steinplatten sind die Namen der 129 im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten eingraviert. Hinter dem Denkmal steht die Friedenseiche, die Schulkinder am 12. März 1871 gepflanzt hatten.

15. Rekruten im Ersten Weltkrieg.

Vor der Kulisse der Raubritterburg Stockenfels ließen sich die Nittenauer Rekruten fotografieren. Ihre Namen sind noch bekannt. Erste Reihe: Brunner Hans, Weiß Sepp, Eichinger Sepp, Kager Franz und Häring Paul. Zweite Reihe: Schwabenbauer Baptist, Demi, Bosi Hans und Moser Hans. Dritte Reihe:

Zirngibl, Kleber Max, Stangl Josef', Dobler Wolf und Stangl Franz. Das Schild in der Mitte gehörte dern Fotografen und wurde für jedes Soldatenbild dieser Zeit benützt.

16. Kirche und Burggut.

Die Kirche mit ihrem Rokokoturm beherrscht das Ortsbild. Daneben erhebt sich rechts das Alte Burggut. Es wurde bis 1816 bewirtschaftet, dann vom Magistrat gekauft und als Rathaus und Schule verwendet. Vor der Kirche liegt der alte Pfarrergarten. Er war mit einer hohen Mauer umgeben, die von den Buben während der Kirschenzeit gerne überklettert wurde. Das Ufer des Regens war Gänseweide und zugleich ein beliebter Spielplatz der Kinder. Im Regen erkennt man, ganz vorne am rechten Bildrand, das Ende eines Floßes. Bis etwa 1930 wurde hier die Flößerei betrieben.

17. Die Floßgasse wird neu gebau t.

Bis in die dreißiger Jahre war der Regen ein wichtiges Transportmittel für Holz. Da ein festes Wehr im großen Regen den Floßen den Weg versperrte, fuhren diese durch eine Floßgasse bei der Weiß-Mühle. Ein Arbeitsteam des Flußbauamtes ist eben dabei, Reparaturarbeiten auszuführen. Rechts auf dem Bild 'fleihen' Frauen ihre Wäsche. So sauber war damals der Regen noch!

18. Statue des heiligen Johannes von Nepornuk.

Diese Statue wurde auf Betreiben des Marktschreibers Joharm Nepomuk Feyl 1727 errichtet. Früher stand sie auf dem ersten Pfeiler der Holzbrücke. Sie ist auf diesem Bild noch bemalt. 'Beim Johannes'n' war schon immer ein beliebter Treffpunkt der Nittenauer. In der Zeit der Wirtschaftskrise, am Ende der zwanziger Jahre, trafen sich hier die Arbeitslosen. Dabei wurden oft die letzten Kupferpfennige aus der Tasche geholt und dafür beim 'Scharfen Eck' (Kerscher) eine Schachtel 'Zuban' gekauft. Eine Zigarette dieser Marke kostete damals einen Pfennig; meistens rauchten drei Mann an einern Stummel.

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