Nittenau in alten Ansichten

Nittenau in alten Ansichten

Auteur
:   Rainer Weileder, Friederike Eigler, Karl Baudrexl und Jens Chr. Müller
Gemeente
:   Nittenau
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2699-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nittenau in alten Ansichten'

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39. Der alte Eisenhammer.

Im Jahre 1916 stellte Franz Loritz die erste Industrieanlage Nittenaus auf einer Postkarte zusammen. Die Zeichnung von Kreisschulinspektor Zitzelsberger, links unten im Bild, zeigt den alten Waffenhammer (seit 1738) mit dem Holzkohlenstadel, ein Wohnhaus, den Hochofen und das Hammergebäude. 1856 erwarb die Maximilianshütte für 30 000 Gulden den Hammer, der das Stammwerk in Haidhof mit Roheisen belieferte. 1858 wurde das Hüttenwerk am Wechsel errichtet. (Zeichnungen links oben und rechts unten.)

40. Das Hüttenwerk am Wechsel.

Diese Ansicht vom Huttenwerk dürfte etwa um das Jahr 1880 entstanden sein. Im Vordergrund steht die Gießhalle, dahinter der Holzkohle-Hochofen. Das Werk wurde bis 1885 betrieben. Heute ist nur noch die Villa des Werkdirektors erhalten; die Fabrikanlagen sind gänzlich verschwunden. Grüngläsrige Schlacken erinnern an jene frühe Industrie.

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41. Der Ortsteil Bergham.

Nördlich von Nittenau, am rechten Regenufer erstreckt sich das Dorf Bergham. Heute ist es Nittenau eingemeindet und stellt mit seinen über 2 000 Einwohnern den größten Ortsteil dar. Die drei Bilder auf der rechten Seite zeigen, von oben nach unten, das Kolonial- und Kurzwarengeschäft des Fellhändlers Bauer, das Pauli-Haus mit seinem eigenartig-romantischen Holzbalkonerkerchen und die Handlung von Josef Beer, heute die Metzgerei Piendl. Dieses Haus beherbergte einst auch das erste Kino. Eine Wirtschaft brauchten die Berghamer selbstverständlich; es war die Brauerei Aumüller mit Gasthof, Biergarten und Kegelbahn (links unten).

42. Das Lagerhaus.

Eine Lagerhaus-Genossenschaft baute 1914 das hiesige Lagerhaus; es war ein Fachwerkbau. Der ausführende Zimrnerrneister hieß Karl Süss senior und war aus Thann. 1929 wurde das Gebäude um neun Meter von den Zimmerleuten Vogl und Michl (God!) vorn Anger verlängert. Die ersten Lageristen waren H. Eichinger von Schwarzenberg und ab 1927 Georg Fellner von Nittenau, 1975 wurde das überalterte Lagerhaus abgerissen.

43. 'Der Dampf kommt',

Dieser Ausruf bedeutete für uns Kinder ein riesiges Hallo: 'Jetzt ist was los! Jetzt wird's lustig!' und wir hatten viel Spaß, während Bauern und Dreschner härtestens arbeiten mußten. 1m Spätsommer und Herbst wurden, um das Korn zu dreschen, drei schwere Maschinen von Hof zu Hof gezogen: die Dampfmaschine wog etwa drei bis vier Tonnen, der 'Kasten' (= die eigentliche Dreschmaschine) fünf Tonnen und die Presse zwei Tonnen. Das 'Dampfreissen' (= An- und Abfahrt) geschah mit Pferden und Ochsen, oft vierspännig,und war eine Mordsgaudi, da es oft vorkam, daß ein solches Ungetüm von Maschine im Straßengraben, in einem Bach oder einer Miststetten landete; denn der sogenannte Maschinist konnte die Maschine nur schwer lenken, da keine Übersetzung eingebaut war. Der beliebteste Maschinist war Johann Lanzl, den die Leute nur den 'Dampfhans' nannten.

44. Das Etablissement Joseph Rumpli90S.

Josef Rumpl (Großvater von Kar! Loritz, Alte Regensburger Straße) war Steinmetz und besaß einen bedeutenden Handwerksbetrieb. Heute noch zeugen die ältesten Grabsteine auf dem Friedhof von seiner Arbeit. Aber auch als Maurer und Zimmermann betätigte sich J. Rumpl; in der Regensburger Straße gehörte ihm eine Säge, die mit einer Dampfmaschine betrieben wurde. Außerdem unterhielt er eine Lohnkutscherei mit Pferdewägen.

45. Das erste Taxi.

Eines der ersten Autos in Nittenau besaß der Rechtskonsulent Hanns Klein. Stolz kutschiert er mit seiner Familie durch die Straßen. Er war der erste Fuhrunternehmer Nittenaus, der mit einem Benzinauto Taxidienste leistete.

46. Das Tonollohaus.

Der Eberweinkeller, eine Bierwirtschaft mit Kegelbahn und schattigem Biergarten, lag außerhalb des Ortes an der noch nicht geteerten Straße nach Regensburg. Die Familie Tonollo erwarb das Gebäude ven Georg Piendl, und ven nun an hieß es das Tonollohaus, Der 'alte' Tonollo schaut aus dem Fenster eines ausgedienten Postornnibusses, den er gekauft hatte. Die eisernen Räder konnte er nicht miterwerben, da sie weiter verwendet wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg war der 'alte Tonollo" besonders wegen seines selbstangebauten Tabaks bekannt.

47. Belegschaft der Ziegelei Heig11925.

In den zwanziger Jahren gab es in Nittenau kaum industrielle Arbeitsplätze. Die Ziegelei baute in dieser Zeit einen modernen Brennofen und belieferte die ganze Umgebung mit Ziegeln. Der Chef Georg Heigl (rechts vom Holzbalken) ließ sich hier mit seiner Belegschaft fotografieren. Auf der Treppe steht Hans Mühl, der im Ort nur unter dem Namen 'Ziegler' bekannt war.

48. Beim Fleischmann-Wirt,

Eine der vielen verschwundenen Wirtschaften ist die von Josef Fleischmann. Heute steht an Stelle des Hauses die Autowerkstätte Lacher. Gemütlich sitzen die Durstigen in der Gaststube und musizieren; der Wirt selber spielt die Zither, ein Freund bläst die Schwegelpfeife. Das Bier wurde in hohen, gläsernen Bierkrügen mit Zinndeckeln ausgeschenkt. Es war ein dunkles Bier, das helle tranken damals nur Preußen.

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