Nonnweiler in alten Ansichten

Nonnweiler in alten Ansichten

Auteur
:   Robert Schuler
Gemeente
:   Nonnweiler
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2577-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Nonnweiler in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

EINLEITUNG

Die Gemeinde Nonnweiler mit ihren Ortsteilen Bierfeld, Braunshausen mit Mariahütte, Nonnweiler, Otzenhausen, Primstal (früher Mettnich und Mühlfeld), Kastel, Schwarzenbach und Sitzerath ist kommunalpolitisch ein Gebilde der jüngsten Vergangenheit. Die früher selbständigen Orte wurden erst 1973 im Zuge der saarländischen Gebietsreform zur Großgemeinde vereinigt. Bis sich allerdings alle Ortsteile integriert haben und die Bewohner der einzelnen Dörfer sich zusammengehörig fühlen, vergeht sicher noch eine geraume Zeit.

Waren die Lebensumstände der Menschen unserer Gegend zu allen Zeiten auch mehr oder weniger gleich, so waren die politischen Verhältnisse und Zugehörigkeiten doch sehr unterschiedlich. Am Rande des Schwarzwälder Hochwaldes (Hunsrück) gelegen hatte in vergangenen Jahrhunderten fast jedes unserer Dörfer einen andern Herrn. Nonnweiler, Bierfeld und Sitzerath gehörten von alters her zum Amt Grimburg und somit zum Erzstift Trier, dem Herrschaftsgebiet des Trierer Kurfürsten und Erzbischofs. Otzenhausen, Schwarzenbach und Braunshausen bildeten mit dem benachbarten Sötern das Hochgericht Eberswald, einen Kleinstaat, der eigentlich

dem Trierer Bischof und den Herrn von Sötern gemeinsam gehörte, den jedoch die Herren von Sötern und ihre Nachfolger, die Hunolsteiner Grafen und die Dürckheimer Freiherren selbstherrlich verwalteten und ausbeuteten.

Als 1748 zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen dem Kurfürsten von Trier und den Freiherren von Dürckheim die Herrschaft Eberswald geteilt wurde, kamen Otzenhausen und Braunshausen ganz an Trier, Schwarzenbach und Sötern ganz an Dürckheim. Kastel bildete mit den Dörfern Buweiler-Rathen und Kostenbach eine Exklave des Herzogtums Lothringen und war viele Jahrhunderte hindurch der Abtei Tholey zinspflichtig. So wie Lothringen den Besitzer wechselte, erhielt auch Kastel einen neuen Herrscher, den Herzog von Lothringen, den vertriebenen polnischen König Stanislaus, den Herzog von PfalzZweibrücken oder den König von Frankreich. Primstal, früher Mettnich und Mühlfeld, gehörte zur Herrschaft Dagstuhl, die Philipp von Sötern Stück für Stück zusammengekauft und 1625 zu einer eigenen Herrschaft ausgebaut hatte. Durch Heirat kam dieser Kleinstaat 1690 an die Grafen von Oettingen-Baldern. Die Französische Revolution verwischte die alten

Grenzen. Alle genannten Orte kamen 1816 unter preußische Verwaltung. Nur Schwarzenbach kam mit dem Fürstentum Birkenfeld zum Herzogtum Oldenburg. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen alle Orte der heutigen Gemeinde Nonnweiler zum Saarland. Unsere Dörfer haben nie Geschichte gemacht, sendern nur erlebt, besser gesagt erlitten, weit ab von den Zentren politischer oder wirtschaftlicher Macht. Die Bewohner waren Bauern in klimatisch ungünstiger Region. Viele wurden, als die Industrialisierung im vorigen Jahrhundert einsetzte, zu Pendlern. Die Männer fuhren in die Gruben und Hütten des Saarreviers, kamen ursprünglich nur an den Wochenenden in den Hochwald zurück, während die Frauen und Kinder die Woche über die kleine Landwirtschaft versorgten. Wahrlich keine Verhältnisse, die zu großen Reichtümern führten. So können auch unsere Dörfer nicht mit prächtigen Burgen oder Schlössern aufwarten, unsere Kirchen sind bescheiden, für prächtige Bürgerhäuser reichte nirgends das Geld. Und doch lebten und arbeiteten und litten hier Menschen, unsere Vorfahren. Die Dörfer waren ihre Welt. Hier waren sie zu Hause.

Die Bilder und Texte dieses Bildbandes sollen uns

Einblick gewähren in die Zeit unserer Eltern und Großeltern, in die ersten drei Jahrzehnte dieses Jahrhunderts. Sie sollen das damalige Aussehen unserer Dörfer zeigen, markante Gebäude, die Kirchen und Schulen und Straßen, aber auch die Menschen selbst, wie sie sich zusammenfanden auf Schul- und Vereinsbildern, bei der Arbeit und in der Freizeit.

Wenn der kleine Band ein klein wenig zur Integration der einzelnen Ort steile innerhalb der Gemeinde Nonnweiler beiträgt, wenn er das Zusammengehörigkeitsgefühl stärkt und die Fortschritte erkennen läßt, die unsere Dörfer in den letzten 50 Jahren gemacht haben, dann hat er seinen Zweck erfüllt.

Der Dank des Verfassers gilt all denen, die Bildmaterial zur Verfügung gestellt oder wertvolle Hinweise zum Inhalt der Abbildungen gemacht haben. Dank gebührt auch der Gemeinde Nonnweiler, die die Beschaffung der Bilder finanziell ermöglicht hat. Der Abdruck der Bilder Seite 8,9,11,12,14,26,27,29, 34, 35, 52, 65, 74 und 76 erfolgt mit Genehmigung der Landesbildstelle Rheinland-Pfalz.

1. Bliek in die Hochwaldlandschaft. Langgestreckte Höhenzüge, bewaldete Hänge, kleinparzellierte Ackerfluren und grüne Wiesentä1er sind Kennzeichen unserer Heimat. Die Kornkästen wie der Eisenbahnzug erinnern an verflossene Jahrzehnte, in denen die Arbeit der hiesigen Menschen wohl nicht leichter, sicher aber mit weniger Streß verbunden war als heute. Man hatte noch Zeit!

I '

2. Das Bild zeigt die alte Kirche in Primstal, wie sie die umstehenden Häuser überragt, im Vordergrund links Knappehaus, in der Mitte Haus Kirsch-Barth, rechts Nikclaus Becker 'Bierbasten', Rechts neben der Kirche ist die Rückseite des Pfarrhauses zu erkennen, links stehen die Häuser Besse, Gehlen und Schnur. Im Hintergrund rundet der 'Ebet' das Bild ab.

?

3. Die stattliche Fassade gehört zum Primstaler Pfarrhaus, erbaut um die Jahrhundertwende, Von der danebenstehenden Kirche blieben beim letzten Umbau nur noch Chor und Turm stehen.

4. In der Ortsmitte von Nonnweiler steht dieses große Anwesen. Erbaut wurde es 1863 von Familie Dellwing. Später eröffnete Johann Gettrnann in ihm als erster Metzgerei und Gaststätte. 1903 ersteigerte Wilhelm Lauer die Gebäude für 30 000 Goldmark. Er führte die Metzgerei und die Gaststätte weiter und betrieb außerdem zusammen mit seinem Bruder Josef eine große Holzhandlung. Zeitweise hatten sie bis zu 50 Holzhauer und Fuhrknechte in Diensten und bis zu 16 Pferde im Stall, Auf dem großen gepflasterten Hof spielte sich bis 1950 alljährlich das Kirmestreiben ab.

Nonnweiler (Hochwald)

5. Bliek auf Nonnweiler, das der Großgemeinde den Namen gab und Sitz der Gemeindeverwaltung ist. Anlaß für das vorhergehende Bild war das Auto, das Wilhelm Lauer 1928 gekauft hatte. Es war das erste Auto in Nonnweiler und hatte noch Vollgummibereifung. Sein Sohn Wi1helm Lauer II mußte 1926, als er die Fahrerlaubnis erwerben wollte, 3/4 Jahre lang in Mainz das Automechanikerhandwerk erlernen, ehe er den Führerschein erhielt.

6. Oben: Bliek vom Peterberg aus auf Braunshausen.

Unten: Das Oberdorf von Sehwarzenbach, von der Flur 'Knochen' aus gesehen.

7. Gasthaus Ww. Jakob Straub in Braunshausen, allen bekannt unter dem Namen 'Ewes Gret'.

8. Ein Bliek in den 'Ecken' von Otzenhausen. Links das ehemalige Pfarrökonomiegebäude, das zum Jugendheim umgebaut worden war, dahinter der Schuppen der Raiffeisenkasse, dann 'Koschdasch' (Kaufhaus Ganz), Leismanns (Kaufmann Michel) und 'Häre' (Roth Josef, später Triesch), Auf der rechten Straßenseite zunächst 'Dipris' (Düpre) und 'Bache', dann 'Engels', das alte Bieweshaus, weiter 'Biewes Häns' und dann wieder 'Dipris' (ursprünglich Will).

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2018 Uitgeverij Europese Bibliotheek