Nordhausen in alten Ansichten Band 3

Nordhausen in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Rainer Hellberg
Gemeente
:   Nordhausen
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6695-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nordhausen in alten Ansichten Band 3'

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49 Leihbücherei Friedrich Bötel in der Steinstraße 35 (jetzt Bochumer Straße), um 1940.

Um das wachsende Lesebedürfnis der Nordhäuser Bevölkerung zu befriedigen, entwickelten sich Anfang des 19. Iahrhunderts in der Stadt erste private Leihbüchereien. 1807 eröffnete der Buchbindemeister Christoph Andreas Fürst am Markt eine solche Einrichtung. Obwohl die Leihgebühren nicht für Jedermann erschwinglich waren, konnte sich der Geschäftsmann über mangelnde Kundschaft nicht beklagen. 1824 gab es bereits drei private Büchereien.

Anfang des 20.Jahrhunderts existierten vier, 1937 bereits acht private Leihbüchereien. Friedrich Bötel eröffnete seine Einrichtung Ende der zwanziger Iahre in seinem Kolo-

nialwaren- und Zigarettengeschäft in der Steinstraße. 1950 verfügten die zehn Leihbüchereien Berger (Salza), Moll, C. Haake, Bötel, Schöler, Beerbaum, G. Rose, Claus, Kronberg

und Kohlmann über

18 000 Bände. Angesichts ständiger Reglementierungen durch die Regierung schlossen die privaten Leihbüchereien Mitte der sechziger Jahre.

50 Das Gebäude der Schulzahnklinik in der Domstraße 16, rechts neben die Heinrich-Mittelschule (jetzt HumboldtGymnasium) um 1937. Am 10. September 1945 wurde in diesem Haus die städtische Bibliothek nach dem Zusammenbruch wiedereröffnet. Die Bibliothekarin Hanna Müller verfasste ein Flugblatt, in dem sie alle Bürger der Stadt aufforderte, die in den letzten Kriegstagen entliehenen Bücher abzugeben. Viele Nordhäuser folgten diesem Aufruf

und brachten 750 Bände zurück. Diese Bücher bildeten den bescheidenen Anfangsbestand der Einrichtung.

1 877 wurde die Volks bücherei in Nordhausen in der Waisenstraße der öffentlichkeit übergeben.

Von 1906 bis 1934 hatte sie ihr Domizil im Museumsgebäude am Friedrich-Wilhelm-Platz. Danach begann eine beispiellose ambulante Existenz, die erst mit dem Umzug ins alte Rathaus 1 952 ein Ende fand. Seit 1 978 ist die Einrichtung - bis auf eine zweijährige Unterbrechung - in derWilhelmNebelung-Straße 10 untergebracht. 1992 erhielt sie den Namen 'Stadtbibliothek Rudolf Hagelstange ' . Sie beging am 10. Februar 2002 ihr 1 25-jähriges Jubiläum.

5 1 Bei einer beeindruckenden Musikveranstaltung in der Blasiikirche am 4. Mai 1829 wurde von Liebhabern und Freunden des Männergesangs die Idee geboren, nach dem Beispiel größerer deutscher Städte, in Nordhausen ebenfalls einen Männer-Gesangsverein zu gründen. Der Arzt Dr. Philipp Rath, später oft als Vater der Liedertafel bezeichnet, sammelte geeignete Gesangskräfte um sich, arbeitete Statuten aus und gründete am 7. Dezember 1829 einen musikalischen Verein, der sich den Namen 'Liedertafel' gab. 25 sangesfreudige Herren traten dem neuen Verein bei, um anspruchsvollen Männergesang zu pflegen und zu fördern. Auftritte zu festlichen Veranstaltungen und Volksfes-

ten sowie eigene Konzerte gehörten neben den wöchentlichen Übungsstunden zum Vereinsleben. Stiftungsfeste, Maskenbälle und Feiern zum Jahresausklang waren Höhepunkte.

In ihrer Blütezeit sangen in der Liedertafel über einhundert Männer. Zum 75. Stiftungsfest im großen Festsaal der 'Harmonie' zählte der Verein siebzig aktive, fünfzig passive und

zehn Ehrenmitglieder. Der Verein, der sich 1937 Liedertafel-Liederhort nannte, existierte noch bis zum Zweiten Weltkrieg.

52 Als der Vorstand des Harzer Geschichts- und Altertumsvereins 1 870 beschloss, die 3. Hauptversammlung in Nordhausen durchzuführen, schlug der Gymnasialdirektor Dr. Karl Gustav Schmidt den Nordhäuser Mitglieder des Vereins vor, einen eigenständigen Ortsverein zu gründen, um sich intensiver der Erforschung der Geschichte der Stadt und der Erhaltung der Altertümer widmen zu können. Am 26.April1870 fand die Gründungsversammlung statt. Nach dem Weggang von Schmidt übernahm Dr. Christian Krenzlin den Vorsitz des Vereins.

Anfang Ianuar 1912 löste sich der Ortsverein Nordhausen aus dem Harzer Geschichts- und Alterturnsverein und wurde als Nordhäuser Geschichts-

und Altertumsverein gegründet. Als Vorsitzender fungierte Prof. Felix Haese. 'Die Geschichts- und Altertumsforschung, die Heimatkunde des Stadtgebietes, der näheren und

weiteren Umgebung der Stadt zu fördern, den geschichtlichen Sinn der Bevölkerung zu beleben und zum Heimatschutz und zur Denkmalpflege beizutragen' war das in den

Statuten vom 23. Februar 1912 festgeschriebene Ziel des Vereins.

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