Nordholz in alten Ansichten

Nordholz in alten Ansichten

Auteur
:   Sylvia Thees
Gemeente
:   Nordholz
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5310-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nordholz in alten Ansichten'

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20. Der erste Bahnhof in Nordholz entstand 1912. Dabei handelte es sich nur um eine Haltestation, die vom Bahnhof Spiek a aus mitverwaltet wurde. Die vollkommen aus Holz errichtete Station stand westlich der Eisenbahnlinie in Deichsende. Mit dem Bau dieser 43 km langen Linie zwischen Cuxhaven und Lehe war von beiden Enden aus 1894 begonnen worden. Der Eröffnungszug fuhr am 30. Mai 1896 mit vielen Ehrengästen von Geestemünde nach Cuxhaven.

21. Das neue Bahnhofsgebäude entstand kurze Zeit später östlich der Bahn. Die Bedeutung der Eisenbahnlinie für Nordholz hatte rapide zugenornmen, als vom Reichs-Marine-Fiskus 1913 große Heidegrundstücke, die zum größten Teil aus den Ländereien der Gemeinde Spieka stammten, gekauft wurden. Da der Bahnhof Nordholz in nächster Nähe lag, hat der neu angelegte Luftschiffplatz den Namen 'Marine-Luftschiffplatz-Nordholz' bekommen. Vom Bahnhof aus wurden direkt Gleise zum Luftschiffplatz gelegt und so konnten Steine und ähnliches Baumaterial und natürlich auch die Arbeitskräfte schnellstens hin- und hertransportiert werden. Die Nähe zur großen Baustelle wird aus der am rechten Bildrand erkermbaren Zeppelinhalle deutlich.

. '.; Geschäftshaus n. Postagentur

? von Ernst Viebrock

22. Der Gastwirt Ernst Viebrock ließ sich 1896 in der damals öden Heide in Deichsende ein Haus mit Gastbetrieb und Kaufmannsladen bauen. Außerdem besorgte er den Fahrkartenverkauf der Bahn für Nordholz. Seit dem Bau der Eisenbahnlinie wurde die Post schlagartig nicht mehr per Kutsche befördert, sondern in einern Posteisenbahnwagen, der an den Zug gehängt wurde und in dem je nach Bedarf, ein oder zwei Beamte die Briefe gleich sortierten. Am Bahnhof wurden sie dem örtlichen Briefträger übergeben, der dann die Verteilung mit Hilfe eines Karrens vornahm. Neben der Familie ist der Bote mit einem solchen Postkarren abgebildet.

23. Das Bahnhofshotel befindet sich westlich der Eisenbahnlinie und steht auch heute noch, unter anderem Namen, als Gasthaus zur Verfügung. Gemessen am dörflichen Charakter seiner Umgebung scheint das imposante Gebäude doch etwas groß geraten. Obwohl der ständig steigende Güter- und Personenverkehr seit 1896 auf die Bahn überging, konnte eine Familie nur von den Einnahmen aus einem Gasthaus nicht leben. Es wurde nebenher eine eigene kleine Landwirtschaft betrieben, häufig hatte man noch einen Kaufmannsladen oder ein Handwerk als Einnahmequelle.

und Gartenwirtschaft C. Visbroek.

r.rlaa: von E. Zeyslug, Photo r., Cux.huen.

24. Die unbebauten Heideflächen und die Nähe des Bahnhofs luden zur industriellen Nutzung ein, und kurz nach der Jahrhundertwende haben sich bereits einige Betriebe angesiedelt. Das Geschäftshaus mit der Postagentur von Ernst Viebrock ist inzwischen zum Bahnhofsrestaurant und Gartenwirtschaft C. Viebrock angebaut und vergrößert worden. Im Jahre 1904 wurde die Dampfziegelei von D. Kamps an der Südwestseite des Bahnhofs gebaut. Der Trockenschuppen wurde 1916 abgebrochen, das Hauptgebäude dient heute als Mietshaus. Im Winter 1903/04 entstanden auch eine Zementfliesenfabrik, ein Gemeinschaftsunternehmen des Cuxhaveners Schlotermann und des Spiekaer Landwirts Warncke. Beide Betriebe bestanden nicht lange.

25. Im Jahre 1905 entstand das Hartsteinwerk von Oest & Co., später Meinke & Co .. Dieser Betrieb, der die Arbeit erst zum 31. Dezember 1984 einstellte, bestand fast achtzig Jahre und war eines der ältesten deutschen Kalksandsteinwerke. Der für die Fabrikation der Kalksandsteine erforderliche feine Sand wurde in einer am Werk gelegenen Sandkuhle gefördert. Der Kalk wurde waggonweise auf einem eigenen Anschlußgleis herangebracht. Die Steine fanden von jeher einen reißenden Absatz, auch waren große Mengen zum Bau des Luftschiffhafens 1913 und des Flughafens 1937 erforderlich.

Nordholz.

26. Der Bremer Verein 'Ferienheim Nordholz' erwarb 1907 sieben Hektar Heidefläche für 3 000 Mark zwischen den Nordholzer Tannen und dem Bahnhof und ließ darauf ein Ferienheim errichten. Dieses Heim erlebte eine wechselvolle Geschichte. 1908 war die feierliche Eröffnung an deren Festtafel 270 Personen teilnahmen. Im ersten Sommer waren teilweise 450 Betten belegt, im zweiten Sommer war der Besuch so gering, daß sich das Heim wegen großer finanzieller Schwierigkeiten nicht mehr halten konnte. So kam es 1910 zur Schließung und zum Verkauf des Heimes. Nachdem die Gebäude bis 1914 ungenutzt waren, wurden sie dann vom Marine-Luftschiffplatz-Nordholz als Hotel 'Zum Luftschiffplatz Nordholz' übernommen. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde das Hotel von den Militärverwaltung beschlagnahmt und es wurden dort zeitweise 1 200-1 500 Soldaten untergebracht.

27. 'Neue Kinder ziehen ein' - so der Text dieser Karte - und nutzen das Gebäude wieder als Erholungsheim. Die Neueröffnung fand am 1. Juni 1920 statt, nachdem das Heim vom Deutschen Roten Kreuz Abteilung Mutter und Kind - gekauft worden war. Die Kinder kamen überwiegend aus dem Rheinland und Westfalen. Dem Heim wurde 1928 eine staatlich anerkannte Haushaltsschule angegliedert und eine Bäckerei angeschlossen. Die eigene Landwirtschaft von 11 Hektar und eine große Gärtnerei lieferten große Teile des Lebensmittelbedarfs. In der Zeit von 1946 bis 1961 nutzte das Deutsche Rote Kreuz das Gebäude als Krankenhaus. Heute ist dort das Führungszentrum des Marinefliegergeschwaders 3 'Graf Zeppelin' untergebracht.

FERIENHEIM NOROHOL.Z O. A. O. NORDSEE, STRAND BEI NORDHOLZ.

28. Im Jahr der Eröffnung des Ferienheirnes, 1908 sehen wir dessen Gäste beim 'Baden' am Strand. Kleidung wurde offensichtlich nicht abgelegt, man beschränkte sich auf das Aufkrempeln der Hosen und das Anheben der Röcke. Das spätere Kinderheim unter der Leitung des Roten Kreuzes erhielt 1928 einen eigenen Autobus, der die Kinder regelmäßig zum Baden nach Cappel-Neufeld brachte.

29. Mit Pickelhauben zeigen sich 1928 die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr Deichsende. Bereits im Februar 1902 wurde für die gerade gegründete Feuerwehr die Anschaffung einer Feuerwehr-Handspritze für 200 Mark beschlossen, die noch mit Wassereimern aufgefüllt werden mußte und deshalb nicht sehr wirksam war. Der erste Feuerwehrhauptmann war Hermann Beckmann, dem in den zwanziger Jahren Hermann Gerken folgte und ab 1931 bis 1951 war dann Emil Joost Gemeindebrandrneister.

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