Nordholz in alten Ansichten

Nordholz in alten Ansichten

Auteur
:   Sylvia Thees
Gemeente
:   Nordholz
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5310-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nordholz in alten Ansichten'

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Geschäftshaus von Richard Döscher, Spieka Kr. Lehe

Dorfstraße

Dorfschmiede

50. Die Dorfstraße in Spieka erweckt um 1910 den Eindruck einer Allee. An beiden Straßenseiten stehen schöne hohe Bäume und hier haben sich, ganz in der Nähe der Kirche, viele Geschäftsleute angesiedelt. Links ist die Warenhandlung von Richard Döscher, rechts die Schmiede von Heinrich Ahlf zu sehen. Sonntags, nach der Kirchzeit, hatten die Geschäfte geöffnet, um den Kirchgängern, die teilweise mit Pferd und Wagen karnen, Gelegenheit zum Einkaufen zu geben.

51. Der erste Bahnhof in Spiek a entstand 1896. Er war recht klein und einfach und nur aus Holz gefertigt. Mit Freigabe der Bahnstrecke hatte der gute alte Postwagen ausgedient, allerdings wurde der Ausbau der Straßen durch den Bahnbau stark vorangetrieben. Die Gemeinde erhielt zum Straßenbau, wenn es sich um eine Bahnhofszuführung handelte, Kreis- und Provinzialbeihilfe. Nachdem für lange Zeit die Kirche Zentrum des Ortsbildes war, siedelten sich nun immer mehr Geschäfte in der Nähe des Bahnhofs an.

6ruß aus 5pieka.

Bahnhof.

52. Das Stationsgebäude des Bahnhofs wurde bald vergröBert und auch verschönert. Aufgrund des zunehmenden Güterverkehrs mußte ein Lagerraum angebaut werden, zu dem bald zur Arbeitserleichterung eine Viehrampe errichtet wurde. Noch bis über 1950 hinaus wurde die Rampe für den gesamten Viehtransport Nord-Land-Wurstens benutzt. Vorn Spiekaer Bahnhof aus wurden auch die Aquariurnfische der Familie Holzapfel in Spezialfässern per ExpreB innerhalb Deutschlands und Europas, zum Teil bis Amerika, geschickt. Auf der Postkarte von 1913 sieht man, daß die Bahnsteige schon durch mehrere Petroleumlampen beleuchtet werden konnten.

53. Noch ohne Turm präsentiert sich auf dieser Aufnahme von 1912 die Ortskirche in Spieka und sie wirkt deshalb recht plump. Doch ist hier schon nicht mehr die ursprüngliche Bauform aus der Stiftungszeit von 1319 zu sehen, da die Kirche 1702 um die Hälfte nach Osten verlängert wurde. Außerdem wurde am Westende ein hölzernes Glockenhaus errichtet, das allerdings einen 'behelfsmäßigen' Eindruck erweckte und nicht zur Größe und zum Wohlstand des Pfarrbereiches paßte, der aus den vier Gemeinden Spieka, Spieka-Neufeld, Nordholz und Deichsende bestand.

54. Schon 1856 wurde der Bau eines Turmes durch Pastor Brüning (1854-1883) angeregt. Doch erst Pastor Brinkmann, der für über vierzig Jahre die Geschicke der Kirchengemeinde lenkte, erreichte schließlich, daß 1914 mit dem Turmbau begonnen wurde. Kurz vor Errichtung des Turmhelmes brach jedoch der Erste Weltkrieg aus und die Kupferplatten für die Bedachung wurden beschlagnahmt. So erhielt der Turm ein Notdach, das auf dieser Aufnahme aus dem Jahre 1914 zu sehen ist.

SKa.

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Kirehe Spieka.

So;e.ka Kr. Lehe

Kirdle.

55. Im Jahre 1922 wurde dann der Turmbau vollendet. Trotz der Inflationswirren war die Gemeinde gezwungen an dem Kirchturm weiterzuarbeiten, weil bei einern Orkan im Oktober 1921 das Notdach davongeweht worden war. Aus Kostengründen wurde auf Kupferplatten verzichtet und man entschied sich abweichend von den ursprünglichen Plänen für eine niedrigere Turmform mit Krüppelwalmdach und roten Ziegeln. Anfang 1923 wurde dann noch die Uhr installiert.

GrU55 aus Spieka.

Pasterat.

'ferJa,: Albert .iocelbeet, Bofpbotorr .?. Ca.xhann.

56. Das alte auf einer Wurt gelegene Pfarrhaus in Spieka war über eine Zeit von etwa 150 Jahren das 'Zuhause' für die Prediger des Kirchspiels Spieka. Es wurde auch als landwirtschaftliche Stelle genutzt, daher waren im Vorderteil des Gebäudes vorne links und rechts Stallungen untergebracht. Zu der Karte aus dem Spätsommer 1913 fällt einem nur das Wort 'Idylle' ein und doch blieb die Pfarrstelle keine fünfzig Jahre später wegen des schlechten Zustandes des Hauses vakant. Im Sommer 1962 wurde das Pastorat abgerissen und ein neues Pfarrhaus gebaut.

57. Das Posramt und Hotel 'Zur Post' ist in Spiek a eine Institution, denn der Besitzer Rudolf Heuer richtete schon 1881 die Poststelle in seinem Gasthaus ein. Bereits 1887 beantragte der damalige Pastor Schröder eine Postagentur und TeJefonJeitung und bekam auch beides genehmigt. Ab 1919 übernahmen die Tochter Agnes und Schwiegersohn Ernst Breustedt die Agentur, die 1920 dann sogar zum Postamt aufstieg. Da Spieka nur bis 1925 ein Postamt hatte , danach wieder nur eine Postagentur, rnuß diese Aufnahme also Anfang der zwanziger Jahre entstanden sein.

Gruß aus Spie ka.

Kaufhaus Wübber.

58. Das Kaufhaus Wübber hat ebenfalls eine lange Tradition. Vorgänger des hier abgebildeten Kaufhauses war 'Wübber's Hof, der 1896 erbaut wurde und im Frühjahr 1911 abgebrannt war. Das neue Kaufhausgebäude wurde dann später zur Schule umgebaut, weil der Nachfolger Eibe Wübber es der Gemeinde zum Tausch gegen die Molkerei anbot. Der Umbau der Molkerei wäre zu teuer geworden und so wurde dann das ehemalige Kaufhaus in die mehrklassige Schule mil zwei Lehrerwohnungen urngebaut. Am 20. April1922 wurde die neue Schule eingeweiht.

59. Im Jahre 1905 wurde gegenüber des Spiekaer Bahnhofs eine Molkerei gebaut, die aber schon 1920 wieder aufgelöst wurde. Das Foto ist von 1912; zu dieser Zeit erzeugte die Molkerei noch Strom für den Eigenbedarf und ein paar Jahre versorgte sie auch das Bahnhofshotel mit Strom. Das Haus wurde dann von der Gemeinde gekauft, um es zur Schule umzubauen. Wie im vorigen Text gelesen, wurde die Molkerei dann aber vom Kaufmann Eibe Wübber übernommen, der das Gebäude als Wohn-, Ausstellungsund Lagerraum nutzte.

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