Northeim in alten Ansichten

Northeim in alten Ansichten

Auteur
:   Günter Merl
Gemeente
:   Northeim
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2778-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Northeim in alten Ansichten'

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19. Im Jahre 1879 wurde zur Erinnerung an die Schlacht von Langensalza und den Krieg zwischen Frankreich und Deutschland auf dem Münsterplatz ein Denkmal errichtet, das 1959 der modernen Platzgestaltung weichen mußte. Auf einem Sandsteinunterbau erhob sich ein bronzenes Standbild der Gerrnania, die von Professor Eberlein gestaltet worden war. Die Namen der Gefallenen (vor allem von 1870-1871) waren auf gußeisernen Tafeln verzeichnet Die ursprüngliche Einzäunung durch ein Gitter wurde 1925 erweitert und mit geschmackvollen Blumenanlagen umgeben. Den Hintergrund bildet der Restkomplex von St. Blasien.

20. Am 5. Juli 1906 tobte über Northeim ein orkanartiges Unwetter. Der angerichtete Schaden war beträchtlich. Scheiben wurden zertrümmert, Dächer abgedeckt und Telegrafenmasten umgeknickt. Taubeneigroße Eisstückchen bedrohten Mensch und Tier. Es war das größte Unwetter, an das sich alte Northeimer erinnern können. Unser Foto zeigt entwurzelte Bäume am Münsterplatz. Der Ratskeller (rechts) ist verdeckt. Das Bild wurde von St. Spiritus aus aufgenommen. Im Hintergrund ist die Häuserreihe der westlichen Breiten Straßen zu sehen.

21. Eine der drei Keimzellen Northeims ist St. Blasien. Links im Bild (um 1925) sehen wir die Kapelle, der einzige Rest der Münsterkirche aus dem Beginn des 16. Jahrhunderts. Ursprünglich war sie die Sakristei, über der sich die Bibliethek befand.- Angebaut ist die sogenannte Lateinschule, deren steinerner Unterbau vermutlich die gräfliche Kapelle darstellt. Auf diesen romanischen Bau wurde 1474 Fachwerk gesetzt, in dem 1725 ein Gefängnis und die Untervogtswohnung untergebracht waren. 1m Vordergrund sehen wir die Einfahrt zur ehemaligen Domäne. Seit dem Dreißigjährigen Krieg ist der Restkomplex im Besitz der Klosterkammer (heute: Stadteigentum). Jetzt befindct sich an dieser Stelle der Zugang zum 'Grafenhof'.

22. Das Hospital St. Spiritus ist im gotischen Stil erbaut. Die nach oben strebenden Stander beherrschen das Bild. Während Erd- und Zwischengeschoß eine Einheit bilden, kragt das Obergeschoß vor. Die Inschrift weist auf das Jahr 1500 als Entstehungszeit. Die eigentümliche Straßenlage des Bauwerks erklärt sich aus einem früheren Zufahrtsweg zu St. Blasien, als dessen karitative Station der 'Heilige Geist' zu verstehen ist, Die Postkarte (um 1900) zeigt einen heute nicht mehr vorhandenen Anbau. Eine holzverkleidete Pumpe, die uns in Northeim um die Jahrhundertwende häufig begegnet, steht vor dem Hospital, das in unseren Tagen zum Heitmatmuseum umgebaut wird,

Gruß eus Northeirn i. Hann,

23. Der Ratskeller war bis zum Brand am 28. Mai 1832 im Rathaus untergebracht, wo er in den Urkunden um 1800 als 'Stadtkeller' bezeichnet wird. Danach erhielt er sein neues Domizil Am Münster 15. Es blieb also nur die Gerechtsame übrig, eine Gaststätte unter diesem Namen zu betreiben. Als er am 26. Oktober 1832 meistbietend verpachtet wurde, erhielt ihn der Gastwirt Daniel Preuße zugesprochen. Erst nach langen Bemühungen bekam der Ratskeller auch die Konzession für das Hotelgewerbe. Im Saal spielten häufiger Schauspielertruppen. Beliebt war in den Sommermonaten der Vorgarten, von dem aus man dem Treiben am Münsterplatz beschaulich zusehen konnte. Unser Foto stammt aus den letzten zwanziger Jahren. Leider wurde in unseren Tagen dieses traditionsreiche Haus geschlossen.

24. Am Höckelheimer Tor gegenüber der Medenheimer Straße befand sich die Gastwirtschaft 'Zum weißen Schwan'. Es ist das Haus Am Münster 7. Der Wirt Fritz Grimme (geboren 1849) steht unter der Tür, seine Frau und eine seiner Töchter schauen aus dem Fenster. Auf dem Wirtshausschild ist der weiße Schwan deutlich erkennbar. Heute befindet sich ein Tabakgeschäft in dem Gebäude der ehemaligen Gastwirtschaft. Das Foto stammt aus der Zeit kurz nach der Jahrhundertwende.

25. Im Februar 1915 kam mit dem Einzug eines Landsturmbataillons wieder militärisches Leben in die Stadt. Vorausgegangen waren erste, nur vorübergehende Einquartierungen im September 1914. Die Hauptwache am Markt erhielt ihre alte Zweckbestimmung zurück. Unser Foto zeigt ausrückende Landsturmkompanien, die sich vom Münsterplatz in Richtung Höckelheimer Tor und Bahnhof begeben. Links im Bild ist das ehemalige Warenhaus Simon Goldschmidt zu erkennen. In der Bildmitte ist St. Spiritus sichtbar. Dahinter beginnt die Allee am Münsterplatz.

Höckelheimer Thor,

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26. Die Postkarte stammt aus dem Verlag Georg Kugehnann in Hannover und ist laut Inschrift auf das Jahr 1851 datiert. Sie ist damit das älteste hier vorgelegte Foto. Wir sehen das Höckelheimer Tor vor dem großen Brand (30. April-2. Mai 1902), der im Haus des Korbmachers Hörnecke entstand. Eine offene Gasbeleuchtung war die Ursache für die Feuersbrunst, die die Häuserreihe vom Hartmannschen Geschäft bis zur Medenheimer Straße einäscherte. Die Feuerwehr rettete zwar die im Bild noch erkennbare Kastanie, die Häuser verbrannten aber. Dadurch wurde wenigstens ein Übergreifen des Feuers auf den 'Heiligen Geist' verhindert.

27. Das Höckelheimer Tor der alten Stadtbefestigung ist spurlos verschwunden. Nur noch die Ortsbezeichnung erinnert an die einstige Stadtgrenze. Unser aus dem Jahre 1905 stammendes Bild ist vom Münsterplatz aus aufgenommen und blickt in Richtung Bahnhofstraße. Rechts im Bildvordergrund liegt St. Spiritus. Nach der Medenheimer Straße folgt die nach dem Brand von 1902 aufgebaute Häuserzeile. Links steht das Ahrenssche Haus (als 'Elternhaus' gekennzeichnet). Der Handwagen ist vor der Gastwirtschaft 'Zum weißen Schwan' abgestellt.

28. 'Verkehrsgewühl' am Höckelheirner Tor. Das Straßenpflaster läßt noch zu wünschen übrig, Pfcrdefuhrwerke, ein hochrädriger Kinderwagen und eines der ersten Autos bestimmen das Straßenbild. Das Foto gibt eine Szene nach dem großen Brand wieder. Es entstand um 1910. Links ist das Geschäft des Uhrmachers Fleckenstein zu sehen, Der Münsterplatz weist noch einen schönen Baumbestand auf. Im Hintergrund ragt der Turm der St. Sixti-Kirche empor. Rechts (beim Postkasten) biegt die Straße Am Zwinger zur Stadtmauer hin ab,

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