Northeim in alten Ansichten

Northeim in alten Ansichten

Auteur
:   Günter Merl
Gemeente
:   Northeim
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2778-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Northeim in alten Ansichten'

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29. Im Jahre 1871 erbauten die Gebrüder Ahrens in der Bahnhofstraße 16/17 ein Doppelhaus. 1874 eröffnete Ernst August Ahrens im Eckhaus eine Schlachterei, der er eine Gastwirtschaft angliederte. Das Gasthausschild 'Ausspann' deutet auf Gäste vom Lande hin, die im nahen Amtsgericht oder im Kreisständehaus (seit 1892) zu tun hatten. Auch derBau der katholischen Kirche (1885-1886), zu deren Gottesdiensten die Gläubigen von weit herkamen, und die bahnnahe Lage belebten das Geschaft, Die Aufstellung eines Orchestrions, das Wiener Walzer und Militärmärsche spielte, galt um 1900 als eine besondere Attraktion. Links im Bild ist die Allee vor dem Alten Friedhof zu sehen, die von Gaslaternen erleuchtet wurde.

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30. Das Hotel 'Northeimer Hof stand an der Ecke Bahnhofstraße 13 und Göttinger Straße 1. Ursprünglich hieß es 'Stadt Northeim'. Es wurde 1887 von Wilhelm Kerl gegründet und galt 1909 als ein 'Haus ersten Ranges'. Neben einer vorzüglichen Küche mit einem Wein- und Bierrestaurant bot es auch Konditoreiwaren. Nach dem Ersten Weltkrieg mußte das früher gern besuchte Hotel schließen. Den Bau übernahm 1923 die Landesgenossenschaftsbank von seinem letzten Besitzer Bernhard Ludwig Hentze. Unser Foto stammt aus dem Jahre 1912.

31. Die Anfänge des Bahnhofshotels gehen auf das Jahr 1870 zurück, wo in der Bahnhofstraße 6 und 7 eine Kellerwirtschaft betrieben wurde. 1876 ist die Schankwirtschaft von Carl Salskarn in das Haus Bahnhofstraße 35 verlegt worden. Es folgten 1923 und 1928 Erweiterungen und der Ausbau zum Hotel, das vierzig Betten zur Verfügung hatte. Als am 7. April 1945 Bomben auf das Bahnhofsviertel fielen, wurde das Hotel zerstört. Oft erwog man einen Wiederaufbau; wegen der geringen Bedeutung des Northeirner Bahnhofs für den Personenverkehr konnten diese Pläne aber nicht verwirklicht werden.

32. Ein bedeutendes Ereignis für die Entwicklung Northeims war die Eröffnung der Nord-Süd-Strecke von Hannover nach Kassel (1. August 1854). 1867-1868 kam die Südharzbahn hinzu. Schließlich wurde am 18. Januar 1878 die Sollingbahn nach Ottbergen eingeweiht, so daß Northeim ein Verkehrsknotenpunkt wurde. Nach sehr bescheidenden Vor1äuferbauten erstellte man 1878 den Güterbahnhof. Am 1. Juni 1883 wurde das eigentliche Bahnhofsgebäude seiner Bestimmung übergeben. Schließlich folgte 1890-1891 die Schwellentränke. Beim letzten Luftangriff auf Northeim am 21. April 1945 wurde der Bahnhof mit allen Betriebsanlagen zerstört.

33. Ein häufig fotografiertes Motiv war in früheren Zeiten der Abtsturm der Stadtmauer an der Unteren Straße. Die Türrne unserer Stadtbefestigung waren nach innen offen. Sie bestanden aus zwei Stützpfeilern im Abstand von 3,50 Metern, die im oberen Abschnitt Bohlen trugen. Dort standen die Verteidiger. Das auf dem Foto sichtbare Loch ist eine Schießscharte, durch die von dem Zwischenboden aus der Feind bekämpft werden konnte. Rechts im Bild sehen wir das alte Krankenhaus (1911). Im Hintergrund erhebt sich der Turm der katholischen St. Marien-Kirche.

34. Rüling rühmt in seiner Beschreibung der Stadt Northeim (1779) das gesunde Klima unserer Stadt. Die Cholera (1830, 1850 und 1892) forderte nur wenige Todesopfer. Dagegen wütete 1907 die Diphtherie unter den Schulkindern oft mit tödlichem Ausgang, Auch die Tuberkulose war weit verbreitet, Der Kranke blieb im vorigen Jahrhundert weitgehend in häuslicher Behandlung. Nur gebrechliche ältere Menschen, die auf eine öffentliche Fürsorge angewiesen waren, kamen in das Krankenhaus. Unser Foto (1920) zeigt das erste städtische Krankenhaus, wenn man vom Siechenhaus St. Georg und dem Hospital St. Spiritus absieht. Es befand sich in der Schafstraße (heute: Medenheimer Straße) gegenüber der ehemaligen Stiftseinfahrt.

35. Die hygienischen Zustände im 'Krankenhaus' an der Schafstraße verschlechterten sich derart, daß die Stadtverwaltung den Abbruch verfügen mußte. Das Haus war zu einem Armenasyl geworden, das stark von Ungeziefer befallen war. Daher entschloß man sich um 1925 zum 'Warmabbruch'. Die Militärverwaltung, die im Hause Am Münster 5 bereits ein kleines Lazarett eingerichtet hatte, erbaute 1854 vor der Kurzen Straße ein Hospital, nachdem ein Stück der Stadtmauer niedergelegt war. 1895 ging das Lazarett in städtischen Besitz über und wurde 1907-1908 erheblich erweitert.

36. Die Aufnahme zeigt den Zwinger, eine Straße, die vom Höckelheimer Tor zum Rathaus führt, Sie war 1910 ungepflastert und macht einen ungepflegten Eindruck. An der Außenseite der Stadtmauer befindet sich an dieser Stelle ein halbrunder Turm mit einem äußeren Durchmesser von zehn Metern, dessen Rückseite im Bild zu sehen ist. Eine Holztür führt in die Wehranlage. Der Turm diente zur Bestreichung des Grabens, weswegen er Streichwehr genannt wurde. Hinter der Mauer ist heute die Anlage des Adolf-Hueg-Walls mit dem Minigolfplatz. Im Hintergrund sehen wir das Rathaus, das seit der Jahrhundertwende als Krankenhaus diente.

37. Ein Idyll aus der Mitte der zwanziger Jahre ist die Schafherde des Bauern August Ude (Eichstätte) am Katzenwall, dem heutigen Adolf-Hueg-WalL Rechts im Hintergrund ist das jetzige Haus Dr. med. Sparmann zu erkennen, links die frühere Einfriedungsmauer des ehemaligen Krankenhauses. In der Mitte führt der Weg zu den Teichen des Stadtgrabens. Die Schafe übernahmen die Pflege der Grünanlagen und ersetzten damit den heutigen Rasenmäher. Zur damaligen Zeit waren Schafherden aus dem Stadtbild nicht wegzudenken.

38. Die Holzhäuser Straße hat ihren Namen von Holzhausen (Holtensen). Es ist damit der heutige Ort Langenholtensen gemeint, zu dem diese Straße führte, Sie entstand um 1300. 1889 wurde sie neu gepflastert. Sie ist eine enge Wohngasse, bei der die 'Buden' überwiegen, die noch vielfach einen (teilweise verdeckten) spitzbogigen Eingang zeigen. Einen besonderen Akzent erhält die Straße durch die lcichte Krümmung, wie sie das um 1910 entstandene Foto zeigt. Bereits vor 1500 entstanden die Häuser Nummer 2, 3 und 13. Selten hat eine Straße einen solchen 'Beschaulichkeitscharakter' wie dieses idyllische Gäßchen.

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