Northeim in alten Ansichten

Northeim in alten Ansichten

Auteur
:   Günter Merl
Gemeente
:   Northeim
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2778-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Northeim in alten Ansichten'

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39. Das 1918 entstandene Foto gibt noch eine lebendige Anschauung von der ehemaligen Ortsbezeichnung 'Bleichewall'. Das Bild wurde von der Fluth her in Richtung Stadtmauer aufgenommen. Es ist die Gegend des heutigen Ernst-Medecke-Platzes beim Jugendheim, In der damals noch nicht verrohrten Selde wurde Wäsche gewaschen. Die Grünflächen dienten zum Bleichen der Wäsche, die mit einer Gießkanne befeuchtet wurde. Gern traf man sich hier, um die letzten Stadtneuigkeiten auszutauschen.

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Blick auf die Wieter.

40. Im Jahre 1908 waren weite Teile unserer Stadt noch Gartenland. Diese Postkarte wurde in der Umgebung der ehemaligen Rhumemühle (heute: Rhumeeinkaufszentrum) aufgenommen. Wir blieken auf die Fluth, den Bleichewall und das Harztor. Rechts im Bild ist die Brauerei an ihrem hohen Schornstein zu erkennen. Im Hintergrund beherrschen die Wieterberge das Bild. Auf dem Dritten Wieter steht bereits der bekarmten Aussichtsturm. Das Wieterfeld ist noch nicht besiedelt. Heute ist das im Vordergrund abgebildete Areal mit der Jugendherberge, der ehemaligen Schlosserfachschule und Wohnhäusern bebaut.

41. Kurz vor der Jahrhundertwende entstand dieses Foto vom Haus Mühlenstraße 25. Das Firmenschild trug die Inschrift: 'Eisenhandlung Hornkohl und Günther Nachf., Inh. Emil Girmann.' Größere Auslagen und Reklameflächen waren noch Dicht üblich. Es handelt sich um das jetzige Schapersche Haus. Links im Bild ist das Gebäude des Schlachtermeisters Nahme zu erkennen. Die Besitzer stehen vor ihren Geschäften. Kinder verdecken halb die vor dem Haus der Eisenhandlung aufgestellten landwirtschaftlichen Geräte.

42. Um 1886 gründete der Kaufmann Friedrich Ludwig Ahrens in der Mühlenstraße 8 eine Eisen- und Gemischtwarenhandlung, die am 1. Juli 1908 in den Besitz von Friedrich Schrader überging. Dieses Geschlecht ist seit 1542 in Northeim nachweisbar. Nach der Geschäftsübernahme spezialisierte sich der neue Besitzer auf die Eisenbranche im Einzel- und Großhandel. Das Unternehmen wurde 1910 durch ein Lagerhaus und die Hinzunahme des Hauses Holzhäuser Straße 36 vergrößert. Die Ladenfront erhielt eine neue Gestalt. Auf unserem Foto sehen wir den Inhaber um 1920. Nach der Übernahme am 1. Februar 1940 durch den Sohn Fritz Schrader entwickelte sich das Geschäft zu einer sanitären Großhandlung.

43. Seit dem 29. Oktober 1899 gibt es in der Mühlenstraße 10 Kienes Kaffeestube. Die Bäckerei wurde 1848 gegründet. 1907 mußte aus Raummangel das Café aufgegeben werden. Es stand nur ein dreizehn Quadratmeter grosser Raum mit fiinf Tischen zur Verfügung. Auf dem Foto von 1911 sehen wir Frau Anneliese Horn (geborene Kiene) mit dem Lehrling und einer Verkäuferin. Besitzer des Geschäftes, in dem sich heute die Bäckerei Meier befindet, war der Bäckermeister und Konditor Georg Kiene (1899-1932). Links im Bild ist noch der Gasthof 'Zur grünen Tanne' zu erkennen (Besitzer: Adolf Körber).

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44. Die Neustadt hat ihren Nahmen daher, daß sie ein verhältnismäßig junger Bestandteil des von der Stadtmauer urngebenen Areals ist. Es war früher iiblich, unbebauten Raum, der gärtnerisch genutzt wurde, in die Ummauerung einzubeziehen, um Reservebauland zu besitzen. Häufig wurde dieser Stadtteil von Brandkatastrophen heimgesucht. Vor allem sind die Brände von 1824, 1846 und 1851 zu nennen, so daß die Häuser, die das Foto von 1925 zeigt, fast ausschließlich aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammen. Die Neustädter wurden von den Alteingesessenen spöttisch 'Einhucker' genannt, ihre Straße als 'Unnerrocksviertel' oder 'Nachtjackenstrate' bezeichnet.

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45. Die Mühlenstraße ist neben der Breiten Straße von jeher die Hauptverkehrsader Northeims gewesen. Unser Bild, das 1912 aufgenommen wurde, blickt vom Mühlentor zum Marktplatz. Die Mehrzahl der hier stehenden Häuser stammt aus der Zeit zwischen 1750 und 185 O. Der einheitliche Raumeindruck erklärt sich daher, daß nach den Bränden von 1768, 1824 und 1846 größere Häuserzeilen in demselben Stil aufgebaut wurden. 1863-1864 erhielt die Straße eine neue Pflasterung mit Kantsteinen aus Dolomit. Die Gehsteige bestanden aus Sollingplatten. 1911 belegte man die Straße mit Basaltköpfen.

46. Im Bereich desjetzigen Hallenschwimmbades stand einst die Garde-Kürassier-Kaserne. 1820 erhielt die Kavallerie eine Kaserne, nachdem bereits 1770 ein Reithaus in Fachwerkbauweise errichtet worden war. Als es 1846 beim Brand der Neustadt zerstört wurde, ersetzte man es durch einen Massivbau. Später kamen Pferdeställe und ein Feehtsaal dazu. Als 1890 die letzte Garnison Northeim verlassen hatte, wurde das Kasernengebäude von der Stadt gekauft und als 'Bürgerschule II' (unser Foto) eingerichtet. Die Ställe fanden bei Schweinemärkten und für den städtischen Bauhof Verwendung, die Fechthalle als Konzert- und Theatersaal für zweitausend Gäste.

47. Neben der Garde-Kürassier-Kaserne errichteten Offiziere des 3. Husarenregiments für ihren Kommandeur, Generalmajor von Arentschild, der bald nach dem Einzug des Regiments starb, ein Denkmal (1820). Folgende Zeilen waren auf dem Gedenkstein zu lesen: Schlummemder Held, wenn nimmer Dein Schwert mehr blitzt in den Kriegsreihn, bleibt den Deinen doch stets nahe Dein himmlischer Geist; darum sollen auch hier den Ruhenden Waffen umklirren. Jüngling, der Du sie führst, werde dem Himmlischen gleich! Ein Fragment dieses Grabmals befindet sich heute an der Stadtmauer am Alten Friedhof.

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Partie bet der Rhume·mühle

48. Die Rhumemühle, an deren Stelle vor wenigen Jahren ein Einkaufszentrum erbaut wurde, hat eine Geschichte, die weit in das Mittelalter zurückreicht, Der Getreidemühle war ein Holzsäge und eine Lohmühle angeschlossen. Nach 1860 entschloß sich die Klosterkammer, die wenig ertragreiche Mühle zu verkaufen. Die alte Stiftsmühle wurde durch einen neogotischen massiven Backsteinbau ersetzt (vergleiche unser Foto von 1925). 1878 kam ein neuer Specher hinzu, der fünfzehnhundert Tonnen Getreide fassen konnte. 1883 erhielt die Mühle einen Gleisanschluß. Um die Jahrhundertwende gehörte sie 'ohne Zweifel zu den größten und besten Norddeutschlands' mit einer Tagesproduktion von etwa fünfundsiebzig Tonnen Mehl. Die Northeimer waren stolz auf ihre 'älteste Mühlenaktiengesellschaft Deutschlands',

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