Northeim in alten Ansichten

Northeim in alten Ansichten

Auteur
:   Günter Merl
Gemeente
:   Northeim
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2778-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Northeim in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

59. Das Rhumetal bei Northeim weist Kiesvorkommen aus der nacheiszeitlichen Periode mit nur geringen Sandbeimengungen auf. Diese feinen bis groben Kiese bestehen aus Geröllen von Grauwacke, Kieselschiefer und anderen Gesteinen des Harzes. Zwischen zehn und zwanzig Meter betragt die Mächtigkeit der Ablagerungen. Hochwasser schwemmen immer wieder neues Material an, das zur Betonherstellung dient und im Wegebau Verwendung findet. Die hier abgebildete Kiesförderanlage stand südlich St. Georg. Sie mußte zu Beginn der zweiten Hälfte unseres Jahrhunderts wegen Unrentabilität ihren Betrieb einstellen. In unserer Zeit werden vor allem die Kiesvorkommen östlich von Northeim-Hollenstedt abgebaut. Die Aufnahme entstand um 1910.

Krieçslazarett Norlheim (Hann.) 1914-1915.

60. Die Folgen des Ersten Weltkrieges machten die Einrichtung eines Lazarettes notwendig. Es wurde 1914-1915 in Barackenform aufgebaut. Sein Standort war die Ottilienstraße. Kurz nach Ausbruch des Krieges fanden hier französische Kriegsgefangene Pflege. Später kamen deutsche Verwundete in dieses Behe!fslazarett. Schließlich diente es noch längere Zeit als Notwohnung. Der vor den Baracken erkennbare Graben wurde von der Quelle bei der Bergmühle gespeist. Der sich im Hintergrund erhebende Sultmer war damals noch nicht besiedelt.

61. Auf dem Bild, das vom damals noch unbebauten Sultmer aus aufgenommen wurde, erkennen wir die Kasernen, als sie im Rohbau fertiggestellt waren. 1912 wurde die Unteroffiziersschule Jülich nach Northeim verlegt. Am Fuße des Sultmers hinter der Langen Brücke begann man 1913 mit dem Bau der Scharnhorstkaserne. Die Fertigstellung verzögerte sich durch den Kriegsausbruch. Am 7. Januar 1916 konnte die Kaserne bezogen werden. Ihren Namen erhielt sie nach dem später so bedeutenden Scharnhorst, der als Leutnant bei den Dragonern der Northeimer Garnison gedient hatte. Den Hintergrund unseres Fotos bilden die Wieterberge, im Vordergrund sehen wir eine Obstplantage.

62. Die im Bereich des heutigen Bergbades gelegene Bergmühle hat eine lange Geschichte. Wir hören von ihr bereits in einer Verfügung Herzog Wilhelm des Jüngeren (25. Januar 1492), als es um Streitigkeiten (Quellnutzung) mit dem Amt Brunstein ging. 1510 wurde dort eine Bergrnühle angelegt, die sogenannte Jülicher Mühle. Als sie 1816 von der Stadt für 1180 Thaler Gold verkauft wurde, richtete man hier eine Gastwirtschaft ein, deren Garten unser Foto zeigt. Die Nachfolge dieses einst beliebten Ausflugsortes trat 1930 das Bergbad an, das dort liegt, wo alte Urkunden vom 'gulkenbade' sprechen.

Northeim i. Hann.

Sultmer Waldschänke

63. Nachdem die Bergmühle ihre Tore geschlossen hatte, bedurfte es am Sultmer eines neuen Ausflugslokales. Die Waldschänke entspricht dem Wieterturm auf der gegenüberliegenden Seite. Auf dem Bild sehen wir rechts die Erdaufschüttung eines Schießstandes. Aus dem Scheibenhäuschen dieser Schießanlage entstand 1921 die beliebte Ausflugsstätte 'Sultrner Waldschänke'. Als unser Foto entstand (1923), hieß es hier noch: 'Hier könn'n Familien Kaffee kochen', In unserer Zeit gewann das Gasthaus durch den nahen Campingplatz an Bedeutung. Sollte einmal die Northeimer Seenplatte Wirklichkeit werden, würde sich diese Entwicklung auch auf die Waldschänke positivauswirken.

64. Am 5. April 1905 wurde der Grundstein zum Gebäude des Gymnasiums Corvinianum gelegt, in dem sich jetzt die Martin-Luther-Schule und die Kardinal-Bertram-Schule befinden. Der Neubau wurde auf dem östlichen Eckgrundstück zwischen Schiller- und Wilhelmstraße errichtet. Die Baukosten betrugen 216000 Mark. Am 28. September 1906 fand die feierliche Einweihung statt, nachdem am 25. September dem damaligen Direktor Dr. Roesener ein Fackelzug dargebracht worden war. Ein Festessen in der 'Sonnc' das von Tafelmusik und zahlreichen Reden umrahmt war, und ein großer Kornmers beschlossen die Festlichkeiten.

65. Das im neugotischen Stil errichtete Gebäude des Gymnasiums Corvinianum umfaßte im Schuljahr 1906-1907 nur acht Klassen. Die Oberprima besuchten einundzwanzig Schüler. Zwölf Lehrer unterrichteten zweihundertsechsundzwanzig Schüler. Besonders beachtenswert auf unserem Foto ist der Hintergrund. Das ganze Wieterviertel ist noch unbebaut. Zu den Wieterbergen führen links der Maistieg und rechts die Wieterallee. Im Vordergrund sehen wir die Grünanlagen im Bereich des ehemaligen Wallgrabens. Rechts im Bild kann man das Dach des Pfarrhauses von St. Sixti erkennen.

66. Das Kollegium des hiesigen Gymnasiums bestand 1891-1892 aus neun Lehrern (heute: mehr als siebzig!). Leiter der Schule war Direktor DI. Georg Roesener (sitzend, zweiter von links), der seit 1888 die Schulleitung innehatte. Ihm ist die Umwandlung des Corvinianum in ein humanistisches Gymnasium zu verdanken. In der langen Reihe der Schulleiter gebührt ihm eine besondere Ehrenstellung. Mit dem Ausbau der Schule war die Notwendigkeit gegeben, ein neues Schulgebäude zu errichten. Auf dem Bild sehen wir folgende Lehrer: stehend, von links nach rechts: E. Oetting, D. Siemers, O. Schmidt, R. Sprenger und Th. Knocke, Sitzend: Gerke, Direktor Dr. Roesener, G. Meyer und B. Fest,

67. Das Klassenbild entstand im Jahre 1909. Aufgenommen wurde die damalige Untertertia des Gymnasiums Corvinianum mit Oberlehrer Dr. A. Heeren (rechts) und dem Wissenschaftlichen Hilfslehrer G. Beermann (links). Stolz war man auf das neue Schulgebäude. Jede Altersstufe trug damals eine besondere Mütze, so daß an den Farben die Klassenzugehörigkeit erkennbar war. Die Spielzeugschwerter in der Hand der Schüler verraten etwas vom patriotisch-militärischen Geist, der auch die damaligen Lehrpläne prägte.

Ha-m.)

68. Das Schulgebäude der ehemaligen Richcnza-Schule diente zunächst (seit 1892) als Königliches Lehrerseminar. Zu dieser Zeit war noch der Haupteingang in der Mitte der Vorderseite. Links steht die Turnhalle, rechts im Hintergrund die frühere Kardmal-Bertrarn-Schule. Als 1926 die Lehrerseminare in Preußen geschlossen wurden, bekam die damalige 'Höhere Schule für Mädchen' das Gebäude zugewiesen. 1909 hatte sie den Namen 'Richenza-Schulc' nach der Enkelin des Grafen Otto von Northeim erhalten, die im hiesigen St. Blasienkloster mit dem späteren Kaiser Lothar von Süpplingenburg getraut worden ist und in der Folgezeit eine große politische Bedeutung erlangte. Heute gehört das Gebäude zum Komplex des neuen Corvinianum.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek