Northeim in alten Ansichten

Northeim in alten Ansichten

Auteur
:   Günter Merl
Gemeente
:   Northeim
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2778-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Northeim in alten Ansichten'

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69. Die Südseite unserer Stadt war aus Verteidigungsgründen gegen das Wieterfeld durch die Stadtmauer und den Wall abgeschlossen. Nur ein schmaler Fußweg verband seit 1854 die Altstadt mit den Äckern im Vorfeld des Wieters. Er wurde zur heutigen Wallstraße ausgebaut. Noch beschränkte sich die Bebauungsfläche im wesentlichen auf das Areal innerhalb der Stadtmauern. Dank der Bemühungen des 'BürgervorsteherWort halters' DI. Reddersen wurde die Stadtmauer durchbrochen und der hohe Erdwall zum Bau eines Dammes über den Wallgraben verwendet. Dies geschah irn Rahmen der Verkoppelungsmaßnahmen. Unser Foto zeigt die heute vollständig bebaute Wieterallee im Jahre 1928, die vom 1878 gegründeten Verschönerungsverein gepflanzt wurde.

Northeim

Die -Alten vom Wieter

70. Der Wieter war ein beliebtes Ausflugsziel, das von der Wieterstraße aus über eine schattenspendende Ahornallee in einer Stunde bequem erreicht werden konnte. Am Waldrand bietet eine Hütte Schutz gegen Unwetter. In einer Stadtbeschreibung aus dem Jahre 1909 heißt es: Wenn an der Westseite des Turmes eine Fahne oder ein KorbbalIon an einer Stange aushdngt, so sieht man daran von weitem, daß der Wirt oben ist. Fast täglich ist von Mittag an der alte freundliche Turmwirt hier. Unser Fotozeigt 'Die Alten vom Wieter' (Ellhoff) auf dem Weg zur Gaststätte, die schon damals über einen Fuhrweg erreicht werden konrite.

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71. Die offizielle Festkarte erinnert an das 12. Kreisturnfest des 7. Turnkreises. Es fand vom 6. bis 9. Juli 1901 statt. Links neben dem Turnvater Jahn, unter dessen Bildnis das Sportlersymbol erkennbar ist (frisch-frornm-fröhlich-frei), sehen wir den Wieterturm, rechts den Gesundbrunnen. Er bestand zur damaligen Zeit aus einem Badehaus (Bildhintergrund) und einem Restaurationsgebäude (rechts). Das untere Bild zeigt den Marktplatz nach dem großen Brand von 1892. Die Karte wurde von der Firma Carl Spannaus herausgegeben.

72. Die Gleichberechtigung der Frau im Bildungs- und Sportbereich mußte mühselig erkämpft werden. Ein Vorkämpfer und Förderer des Frauenturnens war der Sportlehrer Friedrich Renziehausen, der am Gymnasium Corvinianum unterrichtete. Der Mittelschullehrer war in Northeim durch seine geologischen Studien bekannt geworden, die er in einer Schrift veröffentlichte ('Aus der Erdgeschichte unserer Heimat'). Das Foto entstand am Ende der zwanziger Jahre anläßhch einer Siegerehrung.

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73. Das Bild zeigt den Gesundbrunnen im Jahre 1925. Die Geschichte dieses beliebten Ausflugsziels läßt sich bis 1422 zurückverfolgen, wo hier der 'Verlorene Turm' an der Landwehr stand. 1778 war an dieser Stelle ein Försterhaus, in dem Gesellschaften einzukehren pflegten, um sich zu erfrischen. Das dortige Brunnenwasser galt schon im 18. Jahrhundert als gesundheitsfördemd. Als der damalige Provisor der Ratsapotheke E. Zum Hagen in den Fischteichen Schwefel entdeckte, hoffte man um 1900, Trink- und Badekuren anbieten zu können. Ab 1805 stand ein beheiztes Badehaus zur Verfügung, Rheuma und Nervosität wurden behandelt, bis 1810 ein geologisches Gutachten die Euphorie beendete. Es blieb eine liebenswerte Ausflugsstätte.

74. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Königsplatz Uetzige Freilichtbühne) für Tanzzwecke hergerichtet. Gelegentlich kamen auch Göttinger Studenten hierher, weswegen der Platz im Volksmund 'Klein-Mariaspring' hieß. Die Anlage entstand 1829, als man für den Straßenbau zur Güntgenburg aus einer auf.das Jahr 1734 zurückreichenden Sandsteingrube Baumaterial bezog. Der Steinbruch wurde eingeebnet und bepflanzt. 1890 hören wir von einem Wiederbeginn der Tanzvergnügen und 1926 kündigte der 'Restaurateur' Rautmann 'jeden Donnerstag und Sonntag Konzert mit anschließendem Tanz auf dem romantischen Königsplatz' an.

75. Die Ansichtskarte von 1910 zeigt den Gesundbrunnen, bevor die Sportanlagen (im Hintergrund des Bildes) erbaut wurden. In der Mitte sehen wir die Schwefelteiche, die einst den Traum von 'Bad Northeim' erweckten. Bald stellte sich aber heraus, daß anstelle abbauwürdiger Torfablagerungen und heilkräftiger Schwefelquellen nur minderwertige und verunreinigte Torfe vorhanden waren, deren Schwefelgehalt im wesentlichen auf Gipslösungen beruhte. Die Buchenbestände des Bürgerholzes sollten ein erweitertes Erholungsgelände werden. In unseren Tagen wird erneut der Versuch unternommen, diese schöne Landschaft flir Erholungszwecke zu nutzen.

76. Von dem verdienten Northeimer Fotografen August Wilhelm Albrecht stammt dieses cindrucksvolle Bild, mit dem wir unseren Rundgang dureh das altc Northeim beenden wollen. Es wurde vom Philosophenweg aus aufgenommen. Dieser Fußweg führt vom oberen östlichen Rand des Fünften Wieters nach Levershausen. In der Bildmitte sehen wir die Güntgenburg, ein Vorwerk des ehemaligen Klosters. Unter Abt Heinrich V. Wegener wurde 1447 das ehemalige Clawenhusensche Gut durch das Blasiusstift erworben. Der Name 'gimtjigenborg' wird bereits 1462 in einer Schuldverschreibung erwähnt. Bedeutend waren die benachbarten Fischteiche in der Nähe der Wüstung Husum. Bis zum heutigen Tage wird das Vorwerk landwirtschaftlich genutzt.

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