Nortorf in alten Ansichten

Nortorf in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Jürgen Schönwandt
Gemeente
:   Nortorf
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5175-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nortorf in alten Ansichten'

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Stëdusdie Millelsmule.

27. Auf dem Bild ist Nortorfs erste Privatschule ersichtlich. Neben dem üblichen Stoff wurden hier die Fremdsprachen Französisch, Englisch und Latein unterrichtet. Diese Schule wurde 1896 wegen Unrentabilität geschlossen. Nach Anbau weiterer Klassenräurne wurde sie von dem Flecken übernommen und die Räume für die Volksschule benutzt, und ab 1912 als Mittelschule , nachdem man nochmals anbaute. Dahinter der heute noch stehende Teil, die Hugo-Syring-Schule. Obwohl in den Kriegsjahren 1914/15 erbaut, konnte man auch gleich das Rektorenhaus (rechts) mit errichten.

28. Ein Foto mit etwa siebzig Schülern dieser Schule mit dem Lehrer Johannes Doose (genannt Hannemann Doose), später Rektor der Volksschule. Das Bild wurde etwa 1896 aufgenommen vor der Vogelstange der Nortorfer Vogelgilde im Schützenhofpark.

29. Wie sein Vater, war auch Joharm Wilhelm Doose Lehrer, später auch Rektor an der Volksschule. Nebenbei versah er das Amt des Kirchenkantors bis 1940. Von 1904 bis 1934 war er auch Leiter und Lehrer der gewerblichen Fortbildungsschule , die ihren Unterricht in den Abendstunden abhielt. Zur Feier seines 25jährigen Nortorfer Dienstjubiläums versammelten sich viele seiner ehemaligen Schüler zu einer kleinen zwangslosen Feier im 'Holsteinischen Haus', um ihm einen Dank für seine Lehr- und Erziehungsarbeit auszusprechen. (Alle Namen sind mir bekannt.)

30. Diese Aufnahme vom Schülper Weg aus verdeutlicht am besten die drei Ausbaustufen der früheren Mittelschule. Links das Haus in welchem die Privatschule untergebracht war und 1896 zur Gemeindeschule erhoben wurde. Außerdem befand sich darin die Wohnung des Hausmeisters. Hinter den drei sichtbaren Fenstern im Erdgeschoß hatte Lehrer Studt sein Heimatmuseum untergebracht. welches 1939 zur Lebenmittelkarten-Ausgabestelle und danach zum Klassenzimmer umfunktioniert wurde. Im ersten Stock befand sich der Chemieraum. In der Mitte die vor der Jahrhundertwende geschaffene Erweiterung, in der sich auch eine Lehrküche befand. Rechts der heute noch bestehende Teil; die HugoSyring-Schule. Nach der Inbetriebnahme der neuen Realschule wurden die alten Gebäude abgerissen.

31. Der Lehrkörper der Mittelschule um 1919, sicher noch vielen Bürgern bekannt, stehend Lehrer:

Fritz Hilpert und Lehrer Lange. Sitzend, von links: Johann Friedrich Hermann Vagt, Rektor Fritz Heining, Fräulein Elise Dora Oldenburg, Hinrich Joachim Speek und Matthias Jürgen Röh.

32. Die älteste Mühle in der Nähe Nortorfs - man staune - war eine Wassermühle. Sie befand sich an der Oldmühlenbach, etwa am Bahnkörper bei Kamerun an der jetzigen, um 1880 ausgebauten Straße nach Ellerdorf. Sie wurde etwa 1535 wegen Wasserangels nach Bakel verlegt. Van Bakel wurde 1771 auch die erste Bockwindmühle nach Nortorf versetzt. Sie befand sich auf dem Kapellenberg. heute hinter der Gaststätte 'Ritzebüttel', Glißmann verkaufte diese nach Bünzen und erbaute auf dem heutigen Grundstück der Post eine modernere Holländerwindmühle. Um bei Windstille mahlen zu können, wurde später das Mahlwerk auch mittels einer nachträglich installierten Darnpfrnaschine betrieben. Unser Bild: H.H. Glißmann vor seinem Wintergarten, der erst vor wenigen Jahren abgebroehen wurde. Rechts ist der Kornspeicher sichtbar, der wiederum mit dem Speicher der Bahn, über die Johannisstraße hinweg, mit einer Brücke verbunden war. Diese Mühle wurde 1912 nach Ostpreußen verkauft.

33. Man muß den damaligen Fotografen schon einigen Unternehmungsgeist zugestehen. Denn es gehörte wohl schon einigen Mut dazu, um das Dach der Schönwandt'schen Mühle mit dem schweren Fotoapparat zu besteigen, um so ein Bild in den Kasten zu bringen. Ein Bliek über den Bahnspeicher auf die Glißmann-Mühle, daneben der Gemüsegarten des jeweiligen Bahnhofvorstehers. Rechts, das weiße Gebäude die Gastwirtschaft mit den Ställen für den Viehhandel und der Ratswaage, Thode, später Pöhls, heute Fahrschule Peters und Autoteile 'Kübro'. Direkt hinter dem Schornstein das damalige Wohnhaus von Glißmann gegenüber der heutigen Post in der kleinen Mühlenstraße .

34. Eine Bliek in die Gegenrichtung, aufgenommen vom Dach der Glißmann-Mühle, zeigt zwei Mühlengenerationen auf einem Bild. Die moderne, mit Dieselmotor angetriebene Mühle von H.H. Glißmann, erbaut 1912. Durch den immer umfangreicher werdenden Handel, vor allem mit Kunstdünger, war ein Bahnansehluß vonnöten. Danach betrieb Hermann Claußen das Geschäft, weiches später von der Fa. Si eek Rendsburg übernommen wurde und in die Getreide A.G. überging, die sich heute auf der alten Ladestraße der Bahn befindet. Links noch die Mühle , die der Gastwirt Johann Hinrieh Schönwandt 1864 als Lohmühle, die später in eine Kornmühle umgewandelt wurde, erbauen ließ. Dahinter führt heute der Meisenweg zur Bargstedter Straße.

35. Die letzte Windmühle verließ Nortorf im Jahre 1920. Es war die Mühle von Johannes Schönwandt, Hohenwestedter Straße 8. Sie wurde nach dem kriegszerstörten Ostpreußen, nach Borzymmen, verkauft. Bei der Verladung auf den Waggon riß die Kette des Hebekrans und die Königswelle zerbrach in zwei Teile, was aber den Versand nicht abhielt. Johannes Schönwandt mahlte nicht nur Getreide, sondern er hatte auch noch eine andere Leidenschaft, er malte auch Ölbilder. Anstelle von teuren Tapeten zierten Landschaftsbilder die Wände seiner Wohnung.

36. Mit der Elektrifizierung des Ortes enstanden noch weitere Mühlen. Auch in diesem großen Haus, in der Mitte Ecke PoststraßefLohkamp, befand sich in den zwanziger Jahren eine Mühle, erbaut vom Vater des Müllers und späteren Bahnspediteurs Kar! Möller. Zeitweilig gehörte noch eine Brückenwaage für Fahrzeuge zu den Unternehmen. Vorne links die Bauernstelle von Kar! Rosendahl, heute W. Kiel. Rechts die noch nicht aufgestockte Durchfahrt des Schützenhofes. Zwischen dern Peermarkt, so der Platz im Volksmund, und bis dahin freien Platz bis zur Bahn, war der Rastplatz für die durchreisenden Zigeuner. Bis zur Eröffnung der Umgehungsstraße war hier ein Verkehrsengpass ersten Ranges. Der gesamte Verkehr Neumünster-Rcndsburg und Kiel-Itzehoe drängte sich über diese Kreuzung.

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