Nortorf in alten Ansichten

Nortorf in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Jürgen Schönwandt
Gemeente
:   Nortorf
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5175-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nortorf in alten Ansichten'

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47. Dieser 1909 in Husum preisgekrönte Ochse , den vier Nortorfer Schlachter für 800 Reichsmark gemeinsam einkauften, scheint besonders ein letztes Foto wert gewesen zu sein. Sein Kauf soll aber für die Schlachter ein Verlust gewesen sein. Vor dem Geschäft des Schlachters Heinrich Pöhls in der Bahnhofstraße (heute Hallbauer) stellen sich Johann Wieben, Heinr. Fuschera, Heinrich Pöhls, der Fleischbcschauer Heinrich Feldhusen, Jacob Wieben und mit der hochgesteckten Schürze Gustav Klünder, der spätere Gastwirt vom 'Deutschen Haus', dem Fotografen. Eine gute Nase Iür ein Schlachthaus hatten auch die Hunde, rechts gleich drei Stück.

Bahnhof

48. Bis 1835 war das Pferd das schnellste Beförderungsmittel. Mit der Eröffnung der Bahn im Jahre 1845 zwischen Neumünster und Rendsburg veränderten sich auch in Nortorf die Verhältnisse. Was zunächst für den Abtransport von Holz und den landwirtschaftlichen Produkten wichtig war, kam nachher auch den Fabriken mit ihren Kohle- und Fellanlieferungen zugute. Die Aufnahme, um 1912 gemacht, zeigt die Bahnsteigc, rechts die Gastwirtschaft, in der Mitte den Betriebstrakt der Bahn und die Stückguthalle. Ganz links das Lager für Frachtgut. Dahinter sichtbar die Mühle von Glißmann mit dem Schornstein. Der Waggon noch mit einem Bremserhäuschen das in Ermangelung einer noch nicht vorhandenen zentralen Luftdruckbrernse, während der Fahrt mit einem 'Brernser' besetzt war.

49. Ein völlig neuen Anblick bietet der im Jahre 1913 vergrößerte Bahnhof. Der rechts erbaute Güterschuppen wurde durch den stetig gewachsenen Warenverkehr erforderlich. Im Bild sichtbar ein Wagen mit Bierfässern, der eventuell von der 'Holsatia-Brauerei' dort Fässer bringt oder holt. Der Parkanlage sieht man an, daß sie erst vor kurzer Zeit angelegt wurde. Heute befindet sich dort der Busbahnhof. Noch in den Jahren von 1950 bis etwa 1970 beschäftigte die Bundesbahn mit all ihren Abteilungen, Bahnwärtern, Beamten, Gleis- und Wartungsarbeitern, Schrankenwärtern und Streckenläufern über achtzig Leute. Im Zuge der Rationalisierung in den siebziger Jahren wird der Stückgutversand über Neumünster abgewickelt. Die Nortorfer Spediteure müssen nun die Frachten dort abholen.

50. Während an der Dreieinigkeit eine Kopf- und Seitenrampe für die Beschickung der Waggons mit Fahrzeugen, auch Marktwagen, bestand, war an der Südseite des Schienenstranges an der Hohenwestedterstraße, eine zweistöckige Verladestelle für Viehtransporte. Außerdem gab es Ställe, in denen die Tiere vor der Verladung untergestellt werden konnten. Dieses Bild zeigt eine Gruppe Bahnarbeiter beim Verladen von Baumstämmen. Durch die naheliegenden Wälder war die Anlieferung ganz beachtlich. Dazu diente ein Krahn, von dem der große Haken im Bild zu sehen ist. Des weiteren gab es eine Waggonwaage und eine Begrenzungsmarkierung für Stroh- und Faschinenladungen. Zweiter von links: Julius Stender, vierter Markus Kasch. Bei den Pferden Johann Delfs aus Bargstedt. Und wer noch?

51. Für den Straßenverkehr sind die vier Bahnübergänge auch heute noch für den Autoverkehr ein großes Hindernis. Man traf schon von Seiten der Stadt Überlegungen durch Untertunnelung dieses Übel zu beseitigen, was natürlich ein teures Unterfangen gewesen wäre. Durch die inzwischen eingerichteten automatischen Schranken hat sich die Sache etwas gebessert. Das Bild zeigt den Posten Ns an der Itzehoer Straße. Typisch für so eine Anlage war die akustische Vorankündigung des Schrankenschließens durch eine Glocke. Die Annährung des Zuges wurde dem Wärter durch eine Morsegerät, später durch Telefon, gemeldet. Links eine Petroleumlampe, die für die spärliche Beleuchtung sorgte. Links im Bild Schrankwärter Kuczniewski, der die Schranken noch mittels zwei Handkurbeln bediente.

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52. Sicher hat der damalige Schrankenwärter, am 14. September 1846, ein Jahr nach der Eröffnung der Bahnlinie, auch diese Schranken geschlossen, als der polnische Lokomotivführer sich mit seinen Zug zwischen der nichtgenehmigten Volksversammlung gegen die Dänenherrschaft auf dem Vörsten Kamp an der Hohenwestedter und der unter Amtmann von Cosel herannahenden Kavallerie hindurchfuhr. Damit hat auch der Schrankenwärter seinen Anteil an dem unblutigen Ausgang der 'Nortorfer Schlacht'. Eine Aufnahme um 1910. Links die Hausecke vom Wohnhaus Joh. Schönwandt (Mühle). Das weiße Haus Spohnholz, heute 'Ouerbeet', die Glißmannmühle war noch nicht erbaut.

53. Stück für Stück wird der Bahnhof 'Zurückrationalisiert'. Nach dem enormen Personalabbau, der Aufgabe der Bahnmeisterei, der Einrichtung automatischer Schranken, hat die Bahn inzwischen auch die überflüssigen Schienen, die für den Mühlenanschluß und Verladungen erforderlich waren, abgebaut. Das Bild zeigt den Abbau der Gleise am ehemaligen Güterschuppen, in dem sich heute ein Secoudhand-Shop befindet. Durch diese Maßnahme konnte der Bahnsteig angehoben werden, was das Aus- und Einsteigen von Personen der Züge erleichtert. Durch diese Maßnahme mußte der Bahnsteig für die in Richtung Neumünster fahrenden Züge auf die Westseite der Hohenwestedter Straße verlegt werden.

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54. Als Relikt aus der alten, so gemütlichen Postkutschenzeit ist für Nortorf nur die alte Postkiste der 'Königlich-Dänischen Post' erhalten geblieben, die im Zimmer unseres Bürgermeisters verwahrt wird. Der letzte Postfuhrmann war Jochim von Würtzen, der diese Kiste bis 1845 zwischen Nortorf und Rendsburg benutzte. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges war sie in der Museumsstube in der alten Mittelschule ausgestellt. Der neue Platz wird wohl bald wieder in einem Nortorfer Museum sein.

55. Diese Inschrift des Hauses Große Mühlenstraße 16 zeugte noch vor einigen Jahren von dem letzten Wohnsitz und Lebenden derer v. Würtzen. Der letzte Postillion, so hat G .F. Studt erzählt und geschrieben, hatte die Gabe eines 'Zweiten Gesichtes'. Auf seinen Fahrten nach Rendsburg hatte er die Hinrichtung eines Mörders bei Brammerau im Jahre 1852 um zehn Jahre vorher 'gesehen'. 'Wat dar wull up Brammerau noch mal passeeren deiht! Wenn ick dorhin komm, so is dat dor immer vull von Minschen.' Tatsächlich wurde der Raubmörder Sörensen, der den Schneider Wiese aus Timmaspe beraubt und erschlagen hatte, bei großem Volksauflauf an dem Ort der Tat enthauptet.

56. Unsere Post - die Kurzgeschichte. Während die zuständige 'Königliche Dänische Post' Nortorf nicht berührte, mußten viermal wöchentlich die Post nach dem 14 km. entfernten Remmels, der dortigen Poststation, per Boten gebracht werden. Diesen Umstand nutzten sich die durch Nortorf gehenden schwedischen PostilIîone verbotenerweise einige Schilling nebenher zu kassieren. Die erste Poststelle wurde 1764 eingerichtet. 1784 wird eine zweimal nach Neumünster und Rendsburg fahrende Post mit Personenbeförderung eingerichtet. Mit der Eröffnung der Eisenbahn wurde die Brief- und Paketbeförderung mit der Bahn vorgenommen. Die amtierenden Bahnvorsteher erledigten die Geschäfte. Da die deutsche 'Kaiserliche Post' über kein eigenes Gebäude verfügte, erbaute der Mühlenbesitzer H.H. Glißmann auf dem Grundstück seiner ehemaligen Windmühle ein Zweckbau mit Telefonzentrale für die Post, der später Pasteigenturn wurde. Eine Aufnahme der Post um 1920. Auf dem Dach noch die Verteilung der Telefonleitungen.

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