Nossen in alten Ansichten Band 1

Nossen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Klaus Bartusch
Gemeente
:   Nossen
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6624-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nossen in alten Ansichten Band 1'

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29 Die Luftaufnahme des Stadtzentrums aus den Anfängen der dreißiger Iahre des vorigen Iahrhunderts zeigt links im Vordergrund den Gebäudekomplex der heutigen Pestalozzischule mit der anschließenden Turnhalle und dem Schulhof Rechts im Vordergrund, über der Straße GrünerWeg, 'Römers Wiese', früher Veranstaltungsort für Volksfeste, heute Parkplatz.

Dieser Platz hinter der Schule diente auch viele Iahre den Schülern als Sportplatz für Lauf- und Sprungübungen, später mussten die Klassen dann immer den wesentlich weiteren Weg bis zu den

Sprunggruben und Laufbahnen auf dem Steinbusch zurücklegen. Von rechts kommend mündet die Freiberger Straße arn Rathaus auf den Markt. Etwa in der Mitte des Bil-

des ragt der wuchtige Bau des Hotel 'Sachsenhof" über die anderen Häuser der Schulstraße empor.

30 Gleich mehrere verschiedene Fliegeraufnahmen van Nassen gab es in den vierziger Iahren des 20. Iahrhunderts. Besonders die Kernbereiche der Stadt sind darauf dargestellt. Alle Aufnahmen wirken recht flach, da der Hóhenunterschied zwischen Unter- und Oberstadt nicht sichtbar ist. Sehr schön erkennt man in der Bildrnitte den Untermarkt mit Kirche und Schloss, an denen sich das helle Band der Dresdner Straße vorbeischlängelt und dann am rechten Bildrand in Richtung des Ortsteiles Eula verschwindet. links im Bild erkennt man den noch recht wenig bebauten Teil des Kronbergs mit Lin-

denhof und Gartenstraße. Im Vordergrund links kann man den schmalen Einschnitt der Waldheimer Straße erkennen.

31 Friedrich-AugustVerbands- Krankenhaus. Der verdienstvolle Bürgermeister Dr. Eberle gewann 1908 nach mühseliger Arbeit 51 Landgemeinden und 14 Rittergüter zu einer 'Verbandsbildung' und somit zum Krankenhausneubau an der Freiberger Straße. König Friedrich August gab bei einem Besuch in Nossen die Genehmi gung, dass das Haus seinen Namen tragen darf. 1 91 0 erfolgte die feierliche Einweihung. Bis 3 1. Dezember 1992 wurde es als Stadtkrankenhaus - zuletzt durch den Arbeiter-Samariter-Bund Riesa - betrieben und war auch im ländlichen Umfeld der Stadt sehr

beliebt. Nach Iahren des Verfalls ist das historische Hauptgebäude inzwischen renoviert worden, in dem sich seit dem Frühjahr 2000 altengerechteWohnungen befinden. 2001

sollen die Senioren aus dem Pflegeheimen Augustusberg und Freiberger Straße in das neue Bettenhaus im ehemaligen Krankenhauspark umziehen.

ossen

KIrche SehloO

Frledrieh Aujjiij1 Verbands-Krankenhaus

32 Krankenhaus Nassen etwa um 1920 vorn Krankenhausgarten aus gesehen.

Der gläserne Vorbau in der Bildrnitte beherbergte den Operationssaal, in dem Pavillon an der rechten Seite wurde später eine Ambulanz eingerichtet. In dem 191 0 neu errichteten Krankenhausbau standen nach dem Zweiten Weltkrieg 124 Betten zurVerfügung. Dach und Fenster hatten durch in der Nähe abgeworfene Bomben schwere Schäden erlitten. Das alte Krankenhaus wurde Infektionsstation (Typhusepidemie 1945/46 mit etwa fünfzig Erkrankungen), reichte aber bald nicht mehr aus.

Weitere Unterbringungsmöglichkeiten mussten gesucht werden, und wurden mit dem ehemaligen Bûrgermeisterhaus auf der Freiberger Straße 36 gefunden.

33 Das ehemalige Haus II des Stadtkrankenhauses Nossen etwa Ende der fünfziger Iahre.

Nach Beseitigung der Bombenschäden wurde es 1945/46 zunächst als'Iyphus-, dann als Tuberkulosestation (Tbc-Station') eingerichtet. Bald reichte die Bettenzahl in den Häusern I, II und dem Gartenhaus ('Baracke') nicht mehr aus, und so kaufte die Stadt 1950 die ehemalige Küblersche Villa auf der Lindenstraße / Ecke Grüner Weg und richtete sie als Haus III ein. Nach der Übernahme des gesamten Krankenhauses durch den Arbeiter-Samariter-Bund wurde 1992 im

Haus II eine Außenstelle des Altenpflegeheimes eingerichtet.

34 Haus UI des Stadtkrankenhauses, die ehemalige Küblersche Villa, auf der Lindenstraße mit dem schönen Krankenhauspark vom Grünen Weg aus gesehen.

Bis weit in die dreißiger Iahre endete hier die Bebauung der Lindenstraße, und auch auf dem Grünen Weg klafften noch große Baulücken. Der 1908 durch den damaligen Bûrgermeister Dr. Eberle gegründete Krankenhansverband wurde 1950 aufgelöst und die gesamte Einrichtung mit damals 177 Betten durch die Stadt Nassen übernommen. So wurde aus dem ehemaligen Verbandskrankenhaus das Stadtkrankenhaus.

Heute befinden sich in dem wunderschön rekonstruierten Gebäude des ehemaligen Haus UI das 'Cosmetic-Institut' Ina

Vogel und ein Betrieb für Landschaftsgestaltung.

35 Schon recht alt sind die Gebäude des heutigen 'Geschwisrer-SchollGymnasiums' .

1837 als Zuckersiederei erbaut, diente es nach dem Konkurs dieses ersten Nossener Industrieunternehmens als Unterkunft für einen Rosshändler und als Essigfabrik, ehe es 1856 Lehrerseminar wurde.

Ab 1922 wurden keine neuen Seminaristen mehr aufgenommen. Von 1928 bis 1956 befand sich in den Räumen die Staatliche Deutsche Oberschule, und danach bis 1990 das Institut für Lehrerbildung. Dabei wurden 1953 die ersten Schüler mit dem Ausbildungsziel Unterstu-

fenlehrer aufgenommen, die letzten Abiturienten verließen 1956 die Einrichtung.

Der sich dem Gebäudekomplex anschließende

Wald verdankt seinen heutigen Namen diesem ehemaligen Seminar. Der Seminarberg mit seinem interessanten Naturlehrpfad und dem Aussichtspunkt

'Seminarbastei' - hoch über dem Muldental gelegen - ist heute beliebtes Erholungs- und Wandergebiet.

36 Weit schweift der Blick vom Dach des Gymnasiums über die Unterstadt zum Schlossberg und einen Teil der Oberstadt. Von links schieben sich die bewaldeten Hänge des Rodigts bis an die Stadt heran. Der hohe Fabrikschornstein und das Gebäude mit demTurm gehören zur Sämischgerberei Müller, unmittelbar an der Poppelmannbrücke über die Freiberger Mulde gelegen. In dem größeren Gebäude im Vordergrund befand sich um 191 0 das Gasthaus 'Haltestelle' der Familie Friedrich. Unmittelbar dahinter querte die Kleinbahnlinie Nessen-Wilsdruff die Dresdner Straße

und die Personenzüge legten ihren ersten Halt ein. 1943 und bis zur Einstellung der Strecke verkehrten an jedem Tag je ein Früh-, Mittags- und Abendzug in jeder Richtung, dazu meh-

rere Güterzüge und Güterzüge mit Personenbeförderung (GmP), mit denen auch Wagen der Regelspur auf sogenannten 'Rollböcken' befördert wurden. Heute befinden sich in

dem sehr schön renovierten Gebäude auf dem Seminarweg 1 dieVerkaufs-, Werkstatt- und Büroräume der Firma 'HIGHTECH SYSTEME' Dr. Pohl und Wohnungen.

37 'Nessen i. S. - Blick vom Bergschlösschen' .

Das 'Bergschlósschen' war früher eines der beliebtesten Ausflugslokale der Nossener. Nördlich der Stadt, am Kirschberg gelegen, bot es von seinen Terrassen aus einen herrlichen Blick über das Muidental zur Oberstadt mit Schloss und Kirche. Die Postkarte entstand 1906 vom längst stillgelegten Steinbruch aus. Der hohe Schornstein unterhalb des Schlossberges gehörte zum 1897 erbauten 'Städtischen Elektrizitätswerk' , in dem damals mit nur einer Dampfmaschinenanlage ganze 65 Kilowatt für die 118 Abnehmer erzeugt wurden. Da sehr rasch die Leistung

nicht mehr ausreichte, wurde der Betrieb 1925 wieder eingestellt, der Schornstein später abgerissen.

Der Gebäudekomplex im Vordergrund ist die ehe-

Überlandnetz zur Stromerzeugung genutzt.

malige Mittelrnühle mit Scheune, Wohnhaus und Ställen. Die in einem Seitengebäude am Mühlgraben untergebrachten Turbinen wurden bis zum Anschluss der Stadt an das

381mjahre 1939 entstand die Aufnahme vom Terrassengarten des Bergschlösschens mit einer nachgebildeten alten Kanone und dem Lips- TullianTurm am rechten Bildrand. Der berüchtigte Räuber Eckholdt, ein Mitglied der Bande Lips Tullians, wurde wahrscheinlich während seines Transportes von Freiberg nach Dresden zeitweise im Schloss N ossen (Lips- Tullian- Turm) gefangen gehalten, ehe er

1 7 1 5 in Dresden hingerichtet wurde.

Hinter einem Türchen im nachgebauten Turm auf dem Bergschlösschen zeigte sich, ich glaube nach dem Einwurf einer Münze,

der Räuber.Auf der Terrassenmauer waren verschiedenfarbene Glasscheiben aufgestellt. Blickte man durch sie hindurch, so hatte man den Eindruck Nassen während der ver-

schiedenen Jahreszeiten und bei Gewitter zu sehen. Mehrere Volieren, Käfige mit Wildtieren und gepflegte Wanderwege rings um die Gaststätte ließen einen Besuch nie langwei-

lig werden. Heute befindet sich in dem Gebäudekomplex ein Aussiedlerwohn heim.

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