Nossen in alten Ansichten Band 1

Nossen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Klaus Bartusch
Gemeente
:   Nossen
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6624-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nossen in alten Ansichten Band 1'

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39 Das Hotel 'Deutsches Haus' ist die älteste Gaststätte Nossens. Bereits

1376 existierte an diesem Standort ein herrschaftliches Schlossvorwerk, der Gasthofmit dem Namen 'Die Rolle' . Damals diente es den Gefolgsleuten der Ritter und deren pferden als Herberge. Später wird in der Chronik vom 'Eckelmannschen Haus' und

dem 'Deutschen Haus' berichtet. Ein in Stein gemeißelter vergoldeter Reiter ist das Aushängeschild dieses gastlichen Hauses. Gaststätte, Vereinszimmer, Saal und Kegelbahn loekten stets viele Besucher an, die Vereine der Stadt feierten hier ihre Feste. Heute befmden sich im völlig rekonstruierten Gebäude die Raiffeisenbank, Gewerbeund Wohnräume. Attraktion ist der mit viel Liebe

und Idealismus der Besitzer entstandene Weinkeller, mit der historischen Sammlung im Tiefkeller. Auf der aus den dreißiger Iahren stammenden Postkarte ist im oberen Teil das Hotel vom Schützenberg aus dargestellt, im unteren Teil der große Saal mit der sich links anschließenden Saalstube.

40 Fremdenhof''Stadt Dresden', eine der hlstorischen Gaststätten der Stadt, die noch heute existieren. Inzwischen mehrmals urngebaut und durch die unterschiedlichsten Besitzer betrieben, hat sich das Hotel 'Stadt Dresden' wieder zu einer der ersten Adressen von Nassen gemausert. Schon zu längst vergangenen Zeiten hatte man im 'Korbschen Hause' (Stadt Dresden), 'wo man für sich sowohl, als für Leute und pferde ein anständiges Unterkommen fand', ein Billard aufgestellt. Hier traf sich auch der 'Landadel' zu geselligem Beisammensein und Tanz. Bevor das Hotel am Markt 1 in der Mitte des

20. Iahrhunderts verstaatlicht wurde (HO), betrieben es über siebzig Iahre die Geschwister Grabmann. Heute bemüht sich Familie Feuchtmeyer erfolgreich um das Wohl der

Gäste, auch im gegenüberliegenden Weinkeller ('Deutsches Haus').

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41 Gruß vom 'Gasthaus zum Deutschen Krug'. Diese Gaststätte auf der Waldheimer Straße (Nr.

71) verschwand schon zu Beginn des lO.Jahrhunderts und ist im Prospekt des Verkehrsvereins Nassen aus dem Iahr 1934 nicht mehr aufgeführt. Später wurden aus den Gasträumen Geschäftsräume. Die Nossener erinnern sich sicher noch an die Zeit der Nutzung als Fahrzeugkonsumo Heute befindet sich das Fahrzeughaus Müller in den ehemaligen Gasträumen. Der große Schornstein am linken Bildrand gehörte zu einer früheren Ziegelei, die den Lehm in unmittelbarer Nachbar-

schaft abbaute. Inzwischen sind die Spuren von Lehmgrube und Ziegelei längst verschwunden. Der Betrieb des Steinmetzmeisters Schönstädt für Natur- und

Grabsteinbearbeitung, der Handwerksbetriebe Ralf Eekart für Karosseriebau, Gärten und Neubauten sind entstanden.

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42 Gruß aus Nassen, eine Postkarte von 1904. Nassen bietet sich für die unterschiedlichsten Wanderungen durch das waldreiche Muidental mit seinen Nebentälern regelrecht an. Dabei ist die Grabentour, entlang der Freiberger Mulde und der Bobritzsch, eine der bekarmtesten Wanderrouten. Ausgangspunkt sollte der Platz vor dem Gymnasium (Seminarweg) , etwa am linken Bildrand zu erkennen, sein. Eine Schautafel am Parkplatz orientiert über bestehende Wege, Pflanzen, Tiere und weitere Sehenswürdigkeiten. Die Panoramaaufnahme lässt den Bliek vom Kirschberg über das Muldental aufwärts bis zur

Halsbrücker Esse (gemauerte Ziegelesse, 140 m) schweifen.

In der Bildmitte erhebt sich über dem Schloss der Rodigtberg mit dem Rodigtturm.

Rechts unten, arn linken Flussufer das Schützenhaus.

43 Gruß vom Schutzenhaus etwa um 1900.

Vom Markt über den steilen Schützenberg und die anschließende Schutzenstraße zogen früher die Mitglieder des Schutzenvereins zum an der Mulde liegenden Schützenplatz mit dem Schützenhaus. Bereits im 16. Iahrhundert gegründet, hielt die Schûtzengesellschaft jährlich drei große Hauptschießen mit öffentlichen Auszügen ab. Das Gründungsjahr kann übrigens nicht genau nachgewiesen werden, da die Urkunden 1540 beim Brand des Schießhauses vernichtet wurden. Im großen Fest- und Ballsaal, im Vereinszimmer und im herrlich schattigen Garten

wurde auch noch in der ersten Hälfte des 20. [ahrhunderts gefeiert. Viele Iahre diente der Schutzenplatz danach als Zirkusund jahrrnarktsplatz, ehe in den sechziger [ahren Er-

weiterungsbauten für die NüREMAT (ehemals Waagenfabrik) errichtet wurden. Im Schützenhaus selbst entstanden Wohnungen und im Saal Lagermöglichkeiten.

44 Als der Bergbau in unserer Gegend eingestellt wurde, kaufte 1906 die Stadt Nossen das Huthaus und richtete eine Gaststätte ('Huthaus zum fröhlichen Sonnenblick') ein. Seinen Namen erhielt es von der ehemals dahinter gelegenen Zeche. 1849 errichtet, diente das Gebäude zunächst als Bergschmiede, sowie Umkleide- und Gebetsraum für die Bergleute. Seit 1906 war das Huthaus ûber siebzig Iahre eine der beliebtesten Ausflugsgast stätten unserer Gegend, besonders nach dem Bau der unmittelbar danebenliegenden Autobahnbrücke. 1945 hat der damalige Besitzer der Gaststätte, Herr

Reinhold Ehrlich, das Kabel für die bereits vorbereitete Sprengung in letzter Minute entfernt, und somit die Brücke gerettet. ImApril 1979 brannte das Gebäude nieder, zerfiel im

Laufe der Iahre und wurde abgerissen. Heute erinnern nur noch die Reste der Gartenterrassen an Nossens ehemals sehr beliebtes Huthaus. Unmittelbar daneben erinnern Bilder in

einer Schutzhütte an den erst kürzlich erfolgten Brückenumbau.

45 Von der damals 'größten Reichsautobahnbrücke der Welt' entstand 1 936 dieses Foto ins Tal der Freiberger Mulde.

Etwa 70 m unterhalb der Brücke sehen wir eine große freie Fläche, die Boberwiese. Hier stand vor mehr als fünfhundert [ahren das Dörfchen Bobra, das aber bald wieder verfiel. Links im Bild erkennt man die Gleise der Schmalspurbahn, dann folgen die Straße zwischen Siebenlehn und Nassen (Eichholzgasse ), die Freiberger Mulde und rechts der Wanderweg zum Huthaus (Seminarberg) . Das kleine Wäldchen in der Bildmitte gehört zu einer bewachse-

nen Gesteinshalde (Gneis) des Boberstollens Grube 'Vereinigt Feld'), in dem man noch 1891 eine Hunteeisenbahn eingebaut hatte, den Betrieb aber 1905 einstellte. Davor liegt

das ehemalige Vorwerk Augustusberg (späterVolksgut). Der Bauernhofwurde in den letzten Iahren zu einem Wohnhaus umgebaut. Links neben der Muldenbrücke befindet sich

die ehemalige Holzschleife (heute Wohnhaus), die noch 1911 einen Ladestellen-Gleisanschluss der Kleinbahnstrecke besaß.

46 Um 1910 entstand dieses Foto mit dem Bliek über die Freiberger Mulde zur Stadt.

Etwa 80 m unterhalb des Rodigtberges (304 m) befindet sich am Muldenufer die Eichholzgasse. Links im Bild die Eichholzmühle, die über 130 Iahre Holzschneidemühle war. Vorher wurde hier vermutlich

eine Lohgerberei betrieben, ehe 1863 ein earl Jakob die Schneidemühle erwarb und auch Wehr und Mühlgraben anlegte. 1881 kaufte Herr Robert Bieber den Betrieb. 1909 brannte die Mühle ab. Sie und das gegenüberliegende Wohnhaus wurden in den folgenden jahren im Jugend-

stil wieder aufgebaut. Später verstaatlicht, wurde bei 'Biebers' noch bis 1993 Holz geschnitten. Über der Tür des an der Straße gelegenen Wohnhauses erkennt man noch heute die Iahres-

zahll837. Unmittelbar neben dem Gelände der Mühle überquerte die Schmalspurbahn NossenWilsdruff-Freital die Mulde und danach die Eichholzgasse.

47 Die Abbildung zeigt die Obermühle, wie sie etwa um 1910 aussah. Sie war die ehemalige Schlossmühle, die größte Nossener Mühle und gehörte zum Klosterbesitz. Früher wurden in einer angebauten 'stattlichen Walkmühle' in der Stadt gefertigte Leinentücher zu Filzdecken gewalkt und später in einem Färberhaus gefärbt. 1795 besaß die Schlossmühle vier Mahl-, einen Scheid-, zwei Walkgänge und eine 'Oelschrote' . Erst 1935 erfolgte der Abriss der Schneidemühle und des Schornsteins, der Mahlbetrieb wurde bis in die siebziger Iahre aufrechterhalten. Manch ältere

Nossener können sich sicher noch daran erinnern, dass in der zuletzt von K.T. Tischer betnebenen Mühle nach dem Krieg auch durch Ährenlesen gesammelte Kleinstmengen van

Getreide in Mehloder Schrot getauscht wurden. Der Mahlgang und die anderen Maschinen wurden schon damals nur noch teilweise durch die über Muldenwasser getriebene

Turbine mit Strom (1 10 V) versorgt. Heute befindet sich auf dem Gelände der Baupunkt Vogel.

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48 Bliek aufNossen i. Sa. Einer der bekarmtesten Blicke auf das Wahrzeichen Nossens, das Schloss. Hoch über dem Muldental erhebt es sich auf einer steilen Felsennase. Vom rechten Muldenufer aus (Lederfabrik Müller, gegründet 1829) blicktderBetrachter über Päppelmannbrücke und Teile der Unterstadt zum Schlossberg. Zu Beginn des 20. [ahrhunderts existierten hier in unmittelbarer Nähe der Muldenbrücke gleich drei Gaststätten. Links im Bild das 'Muldenschlößchen' der Familie Leutritz-Gotthardt, wo man 1936 für einen halben Liter Radeberger Pilsner ganze 38 Pfennige zahlte, und gleich dahinter, am Eingang zur

Eichholzgasse, 'Wehrhahns Gasthaus' (mit Kegelbahn und Rolle) und - durch den rechten Gebäudekomplex verdeckt - 'Richters Gastwirtschaft' (mit Fleischerei). Das inzwischen

längst abgerissene große Gut zwischen Muldenbrücke undAbzweigTalstraße diente bis zum Neubau der Lederfabrik Müller noch als Gerberei.

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