Nossen in alten Ansichten Band 1

Nossen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Klaus Bartusch
Gemeente
:   Nossen
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6624-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nossen in alten Ansichten Band 1'

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49 Die etwa 1915 entstandene Aufnahme zeigt einen Blick über das Muldental in nördlicher Richtung.

Im Vordergrund das Fabrikgebäude der Sämischgerberei Müller, am rechten Kopf der Pöppelmannbrücke gelegen. Die Bildüberschrift 'Bliek vom Rodigt auf'Nossen' täuscht etwas, denn zu sehen ist lediglich der Bereich an der ehemaligen Meißner Straße (Am Kronberg) und der untere Teil der Dresdner Straße. Die Bebauung des oberen Kronbergbereiches mit der Siedlung, der Garten-, Sonnen- und Goldbergstraße erfolgte erst später. Der Blick reichte

früher weit bis zur Radewitzer Höhe (303m), eine der markantesten Erhebungen des Landkreises Meißen. Die in der Bildmitte sichtbare, steil aufsteigende (13 Prozent) ehemalige

Meißner Straße war früher ein von den Kraftfahrern gefürchtetes Stück der Bundesstraße 1 0 1.

SO Nossen, Partie an der Mulde.

Diese Aufnahme entstand 1908 und zeigt einen Bliek vom unteren Teil des Rodigtaufstieges von der Eichholzgasse aus. Links im Bild die Talstraße mit dem ehemaligen Elektrizitätswerk (Schornstein), in der Bildmitte die beiden Bahnbrücken (Strecke LeipzigDöbeln-Dresden und die Schmalspurstrecke NossenWilsdruff-Freital) über die Freiberger Mulde und einen Mühlgraben. Etwa in der Bildmitte, in Höhe des Elektrizitätswerkes befand sich noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg eine Muldenfurt. In heißen Sommern konnte man hier

den Fluss mit trockenen Füßen vom Grunaer Weg zurTalstraße überqueren. Nach der 1945 erfolgten Sprengung der Brücke im Verlauf der Dresdner Straße wurde die Furt auch von

einigen Kraftfahrzeugen benutzt, der eigentliche Behelfsübergang erfolgte allerdings etwa 500 m weiter flussaufwärts über die Kleinbahnbrücke zur Eichholzgasse. Endhalte-

stelle der Kleinbahn von Wilsdruff war deshalb vorübergehend Siebenlehn.

51 Nossen, vom Pfarrberg aus gesehen, etwa um die [ahrhundertwende.

Die Brücke im Verlauf der heutigen Döbelner Straße existierte damals noch nicht, die Bahngleise mussten in der Verlängerung der Querstraße überschritten werden. Am rechten Bildrand erkennt man in der Mitte die Gebäude der heutigen Firma Getriebebau Liefeld und darunter die der ehemalige Maschinenbaufirma Gerstrnann, in deren Räumen sich heute der Abschleppdienst Peter Schonnop eingerichtet hat. Bis zur Wende befanden sich hier die unterschiedlichsten Mieter, so eine Produktionsgenossen-

schaft (Strickerei), Produktionsräume der RadebeuIer Fahnenfabrik, Garagen und Lagerhallen. Das zur Bahn gehörende flache weiße Gebäude im Vordergrund musste 1999 einem Ein-

kaufsmarkt ('Netto') weichen.

ossen

arrberg aus gese en

52 Kloster Altzella, Romanisches Klostertor im Iahre 1918.

1162 gründeten zwölf Mönche aus dem Kloster pforta bei Naumburg das Kloster Altzella. Es entwickelte sich rasch, und war der Kulturmittelpunkt unserer Region während des gesamten Mittelalters. Als das Kloster 1540 sekularisiert wurde, lebten noch

1 5 Mönche, 9 Laienbrüder und 93 Personen 'Klostergesinde' in ihm. Heute künden besonders das romanische Eingangstor in der mächtigen das gesamte Klostergelände umgebenden Bruchsteinmauer und hochinteressante bangeschichtliche Überreste aus der Zeit des Überganges vom romanischen zum gotischen Baustil von der einstigen Großzügigkeit der gesamten Anlage, die

seit 1990 umfassend rekonstruiert wird. Beliebt sind heute Spaziergänge im weitläufigen Klosterpark, Konzerte, Ausstellungen und die historisch nachgestellten Besiedlungszüge.

Koster Flt-Zetla bel ossen.

Romanisches K.ostertor

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53 Nassen i. Sa. Der neue Stadtteil.

Der Fotograflichtete die neuen Häuser der Lindenstraße vom unteren Teil des Krankenhausgartens Anfang der vierziger Iahre des vorigen Iahrhunderts ab. In der Bildmitte erkennt man die ehemalige Küblersche Villa-von 1950 bis 1992 Haus III des Stadtkrankenhauses, heute Sitz eines Kosmetikinstituts und einer Firma für Gartenund Landschaftsgestaltung. Auf dem oberhalb dieses Gebäudes abbiegenden Grünen Weg klaffen noch größere Baulücken, die inzwischen längst geschlossen sind. Auch der obere Teil der Lindenstraße, die

nach dem Zweiten Weltkrieg in Leninstraße umbenannt worden war, ist noch recht spärlich bebaut. Im Hintergrund ein beliebtes Wander- und Erholungsgebiet der Stadt, der

Kirschberg. im Vordergrund die 'Krankenhausschlucht' . Diese teilweise steil abfallende Wiese war früher eine beliebte Schiund Rodelbahn. Das kleine Bächlein in der Schlucht

vereiste in kalten Wintern, und so ging es in rasender Fahrt weit hinunter bis fast zur Waldheimer Straße.

54 Das Stadtbad Nassen im Iuli 1907.

Nachdem die Wasserqualität der Freiberger Mulde einen Badebetrieb oberhalb des Obermühlenwehres am Seminarberg kaum noch erlaubte, wurde unter Bûrgermeister Dr. Eberle auf dem Gelände des Mittelmühlenteiches ein Volksbad errichtet. Den Plan, ein Bad mit wesentlich größerer Wasserfläche und Eisbahn auf der Pfarrwiese unterhalb des Bergschlösschens zu bauen, ließ man wegen der zu hohen Kosten rasch fallen.Das damals 1500 m' fassende Zementbecken mit den Maßen 52,5 x 17 m (bis 3 m tief) bezog sein Wasser zunächst aus der

Schräpe und dem Eulabach durch separate Leitungen. Notfalls, besonders für die Reinigung, konnte auch noch Mühlgrabenwasser verwendet werden. Der Anschluss an die städtische

Wasserleitung erfolgte erst 1910. Im Bild erkennt man den ehemals hölzernen Sprungturm vor den Häusern des Kronbergs (ehemals Meißner Straße). Der Mühlgraben führte an der

rechten Bildseite am Bad vorbei.

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55 Gesellig ging es in Nassen schon immer zu. Am Anfang des 20.Jahrhunderts gab es in der kleinen Stadt 33 Vereine, jeder Erwachsene war statistisch

gesehen Mitglied in drei Gesellschaften. Besonders beliebt waren die Gesangs-, Sport-, Schutzen- und Verschönerungsvereine. Im Bild hat der Fotograf 1913

die Männer des 1903 gegründeten Gesangsvereins 'Liederhain' vor dem Knabeneingang der VolksschuIe abgelichtet. Bereits seit 1845 existierte der Verein

'Liederkranz' , der 'Chorgesangsverein' seit 1883. Heute wird die Tradition durch den NossenerVolkschor, Kirchen- und Schulchöre aufrechterhalten.

56 Bereits 1849 organisierten sich Nossener in einem Turnverein, dem 1897 der Turnverein '[ahn' folgte. Geturnt wurde in der Halle der Volksschule (Pestalozzischule), aber es fehlte lange an einem geeignetem Sportplatz für Spiele und Leichtathletik. So entstand in unzähligen freiwilligen Einsätzen unterhalb der Bastei und sehr nahe am Muidenknie der Muldentalsportplatz, dessen feierliche Weihe 192 9 begangen wurde. Mit viel Handarbeit und einer kleinen Feldbahn wurde viel Erde bewegt, Dämme zur Mulde errichtet und Strauchwerk beseitigt und schließlich eine 11 000 m'

große bespielbare Rasenfläche geschaffen. Auf dem Foto aus den zwanziger Iahren des vorigen Iahrhunderts sind Freiwillige während der Erschließungsarbeiten für den

Sportplatzbau am Seminarberg zu sehen.

57 Die Männer der FFW Nossen sind am 2. April 1954 im Hof der Pestalozzischule zur Übernahme des Tanklöschfahrzeuges LF 15 'Klöckner-Deutz' angetreten.

Nachdem 1841 in Meißen die erste Freiwillige Feuerwehr Deutschlands verpflichtet wurde, entstand 1850 auch in Nossen eine fortschrittliche Feuerlöschordnung, aber erst 1870 fand die Gründungsversammlung der Nossener Wehr statt. Das auf dem Gelände der alten Schule befindliche Steiger- und Spritzenhaus musste durch den Bau der BismarckstraBe abgerissen werden. Der Neubau erfolgte 1903 an

der neuen Schule als Verlängerung derTurnhalle. 1926 wurde der erste Automobil- Feuerlöschzug AMG 274a (Modell Nossen) der FeuerwehrgeräteFabrik Görlitz, 1934 eine

elektrische Alarmanlage (Sirene) angeschafft. Die Wehren von Augustusberg und Zella vereinigten sich nach der Eingemeindung 1938 mit der Nossener Wehr, 1979 folgte Eula.

Seit 1996 gehört auch Deutschenbora zur Stadt, die Kameradinnen und Kameraden arbeiten aber weiterhin selbständig als Ortswehr.

58 Das Deutsche Rote Kreuz spielte auch schon zu Beginn des 20. Iahrhunderts in Nassen eine bedeutende Rolle, war bei Sportveranstaltungen und Festen immer aktiv im Einsatz. Auf dem Foto demonstriert die freiwillige Sanitätskolonne Nassen ihr Können während des Festumzuges anlässlich des Schützenfestes am 1 7. Juli 1927. Der Zug bewegt sich im Bild auf der Bismarckstraße in Richtung zum Bahnhof Links erkennt man die Einmündung der heutigen August - BebelStraße. Die Bretterbude deutet aufVorarbeiten für das im Iahre 1929 errichtete Gebäude des Arztes Dr.

Hahnefeld hin. In dem am oberen Bildrand rechts zu sehenden Haus wohnte und praktizierte bis weit in die zweite Hälfte des vergangenen Iahrhunderts Herr Dr. Feurig.

Ausbildender Arzt und Führer der örtlichen Sanitätskolonne war viele Iahre Herr Dr. Richter, der auch als Chefarzt und Leiter der chirurgischen Abteilung des Krankenhauses fungierte.

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