Nossen in alten Ansichten Band 1

Nossen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Klaus Bartusch
Gemeente
:   Nossen
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6624-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nossen in alten Ansichten Band 1'

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59 Der Samariter-Verein Nossen bei einer Übung im Steinbusch etwa um 1930.

Der Kreiskolonnenführer und Arzt des Vereins war damals Herr Dr. Hahnefeld, dem im Krankenhaus die innere Abteilung unterstand. Die zahlenmäßig sehr starken Samariter besaßen in der Hacke ein eigenes Vereinshaus, in dem sich heute Wohnungen befinden. Im Bild ist wohl einer der ersten Nossener 'Krankenwagen' zu sehen, damals noch von Pferden gezogen. Die Männer der Kolonne üben gerade das Abseilen mittels einer Seilbahntrage im ehemaligen Steinbruch des Steinbusch-

geländes. 1945 durch die damalige Besatzungsmacht verboten, ist der ArbeiterSamariter-Bund heute unter anderem als Betrei ber des Altenheimes, der Rettungswache Deutschen-

bora und der Sozialstation in Nossen präsent.

60 Puppenfabrik von Buschow und Beek.

In den letzten Iahren des 19. Iahrhunderts muss diese Aufnahme von der Fabrikanlage entstanden sein. An das links im Bild zu sehende Verwaltungs-, Wohn- und Bürogebäude schlossen sich rechts die Fabrikationsräume an. Durch eine Tordurchfahrt gelangte man, vorbei an der Schmiede, in den Fabrikhof mit Schlosserei, Stanzerei, Schaberei, Malerei, Ankleide und Lager. Die für das Blasen der Puppen benötigten Formen wurden durch Graveure aus Messing hergestellt. Energie für den Antrieb der Maschinen und den benötig-

ten Dampf lieferte das Kesselhaus mit zwei mächtigen Kesseln und eine Dampfmaschine. Neben einer umfangreichen Transmissionsanlage wurde auch ein Generator

für die Stromerzeugung durch die bis weit in die sechziger Iahre des vergangenen Iahrhunderts arbeitende Dampfmaschine betrieben. Nach der Einstellung der Puppenprodukti-

on im Iahre 1971 wurden bis in die neunziger Iahre Teile für elektronische Präzisionsgeräte ('Präcitronic') gefertigt. Heute steht der Betrieb leer.

61 Etwa um 1 91 0 hat der Fotograf Arbeiterinnen der Puppenfabrik Buschow und Beck 'Minerva' bei der Herstellung von Puppenkleidern und -schuhen abgelichtet.

In der 1896 oberhalb des Bahngeländes gegründeten Fabrik wurden zunächst unzerbrechliche Puppenköpfe aus Metall, später Zelluloidpuppen und -spielwaren hergestellt. Zahlreiche Frauen und Mädchen fertigten in Handarbeit die benötigte Kleidung und anderes Zubehör, Männer eine 'praktische Christbaumlichthalterung' . Im Betrieb an der Puppenstraße - später Hindenburg-, jetztAugust-Bebel-Straße - wurden auch

Tischtennisbälle und Babyklappern aus Zelluloid hergestellt, nach dem Zweiten Weltkrieg Vorhängeschlösser aus Leitwerken von Fliegerbomben.

62 Die Firmeninhaber der Puppenfabrik 'Buschow & Beek'. die 1896 aus Reichenbach / Schlesien (jetzt Dzierzoniow / Polen) in die leerstehenden Gebäude der ehemalige Bindenfabrik nach Nossen umzogen, engagierten sich stets vorbildlich für ihre Arbeiter und Angestellten. So wurden zwei größere Arbeitersiedlungshäuser an der HackestraBe in unmittelbarer Nähe der Fabrik errichtet. Gegenüber dieser 'Puppenhäuser' entstand nach Entwürfen des von 1910 bis 1914 in Nassen wirkenden Regierungsbaumeisters Wilhelm Beck in den Hackeanlagen der Puppenbrunnen.

Auf dem Foto sieht man Reste des Brunnens etwa im Iahre 1950, kurz bevor er dann leider abgerissen wurde. Teile der Puppenfigur waren während der Kriegs- und Nachkriegsjahre zerstört worden. Das Wasser plätscherte schon damals nicht mehr.

63 Das 1912 erbaute Brunnenhäuschen auf dem Schulhof der Pestalozzischule diente 1916 als Kulisse für ein Erinnerungsfoto Verwundeter des Ersten Weltkrieges, die in der als Lazarett eingerichteten Turnhalle gepflegt wurden. Regierungsbaumeister Wilhelm Beek, der 1912/13 Bausachverständiger und Bauleiter der Stadt war, schuf dieses Häuschen als Abschluss des Schulgeländes zum Grünen Weg. Drei große offene Bögen zur Schulseite bildeten den Zugang zu einerTrinkhalle mit Bänken und einem Brunnenstein in der Mitte. An diesem Sandsteinbecken konnte man ohne Beoher-

benutzung von drei Stellen aus trinken. Am Beckenrand waren Tierfiguren, auf dem Dach eine lustige Wetterfahne angebracht. Der angrenzende Vorplatz zwischen Friedrich-List-Straße

und Grüner Weg wurden im Frühjahr 2000 völlig neu gestaltet, das ßrunnenhäuschen im Sommer des gleichen jahres restauriert.

64 Radfahrer vor den Arbeiterwohnungen des Lindenhofes etwa 191 S.

In Nossen herrschte am Anfang des 20. Iahrhunderts Wohnungsnot, Arbeiter in den neu entstandenen Betrieben fanden keine Unterkünfte. Bürgermeister Dr. Eberle kaufte Bauland für die Stadt, und die erste Wohnungsbaugenossenschaft (Gemeinnütziger Bauverein) in Nossen wurde gegründet. Regierungsbaumeister Wilhelm Beck baute 1912 auch den Lindenhof, damals im Anschluss an die letzten Häuser der Meißner Straße

(Am Kronberg), als Arbeiterwohnungen. Alle Wohnungen hatten schon Abort und Wasserleitung in der Wohnung,Kücheund Stube waren getrennt. Die Iahresrniete betrug damals ganze 120 Mark. Den

Namen Lindenhof erhielten die drei Häuser durch die in der Mitte des Hofes gepflanzte Linde, um deren Stamm eine Bank aufgestellt war. Der heute der Stadt gehörende Gebäudekomplex wurde in den letzten Iahren vorbildlich rekonstruiert.

65 Am 18. August 1912 schoss der Fotograf diese Aufnahme von den Rodigtanlagen zur Stadt.

Bei dem Luftfahrzeug handelt es sich wahrscheinlich urn das LuftschiffLz 17 'Sachsen'. Es überfliegt Nossen von Leipzig kommend in Richtung Dresden. Mit dem 158 m langen Zeppelin wurden Personen und Post befördert. Auf dem Foto erkennt man im Vordergrund die Rûckseiten der Häuser am Markt, hinter dem Kirchturm die heute zu Ketzerbachtal gehörende Gemeinde Rhäsa und am linken Bildrand den Dechantsberg. Links vom Kirchturm sieht man im

Muldental vor dem Kirschberg die Gebäude der Papierfabrik.

66 Der im 19. [ahrhundert erbaute und unmittelbar neben dem Rittergut liegende Gasthof Augustusberg war schon um die Jahrhundertwende ein beliebterTreffpunkt für die Nossener und ihre Gäste. Laut vorliegendem Kaufvertrag erwarb der Urgroßvater des jetzigen Besitzers, Herr Hermann Kürth,

1885 die Gaststätte. Er ließ 1889 den Saal anbauen, wofür er ein Iahr später die Betriebsgenehmigung erhielt. Gasthof und Saal wurden innerhalb der Familie nacheinander an den Sohn Arthur und dann an dessen Sohn Harry übergeben. Bei den unter älteren Nossenern als 'Harry' be-

kannten Vater des jetzigen Wirts Jürgen, gab es schon immer gute Speisen und Getränke, auf dem Saal wurde ausgiebig getanzt. Saal und Gasthof dienten während des Zweiten Weltkrieges als Ausweichkran -

kenhaus (1943) und ab Mai 1945 als Lazarett der Roten Armee. Heute wird der wunderschön restaurierte Gasthof Augustusberg mit Vereinszimmern und Biergarten in der vierten Generation durch Mar-

lies und Jürgen Kürth bewirtschaftet, Sohn Heiko steht schon bereit.

67 Blick auf den Gasthof Deutschenbora im [ahre 1924.

Der Gründer und erste Besitzer des Gasthofes war Johann Christoph Hesse, der 1788 nach Deutschenbora übersiedelte und die ehemalige Schankstätte Obereula, den späteren Gasthof Hesse, kaufte. Er wurde stets auf den Sohn vererbt und blieb so bis in die Mitte des 2o.Jahrhunderts in Familienbesitz. Zweimal brannte das Gebäude nieder (zuletzt 1868), wurde aber immer wieder rasch aufgebaut. 1908 übernahm Richard Hesse den Gasthof mit dem auch ehemals bei Nossener beliebten Tanzsaal.

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